65. Gelog der Landsegnung-Nachbarschaft
Fast ein ganzes Leben
Andernach. Amtmann Heinz Lüthke begrüßte die Nachbarn und Nachbarinnen im voll besetzten Saal in der Rheinkrone. Er gedachte der in 2014 verstorbenen Mitglieder. Sein Dank galt im Besonderen den langjährigen Mitgliedern des Schöffenrats. Dieter Busch agiert bereits seit 51 Jahren, Hans Passek seit 45 Jahren im Schöffenrat und so geht es weiter bei den weiteren Schöffen bis hinunter zu acht Jahren Zugehörigkeit. Außerdem gab es noch zwei Amtsjubiläen. Heinz Lüthke führt seit 30 Jahren die Kasse und Schriftführer Schütte hat seit 25 Jahren sein Amt inne.
65. Geburtstag
Der Bericht des Schriftführers begann mit dem Hinweis auf den 65. Geburtstag der Nachbarschaft. Gemessen an den historischen Nachbarschaften, die teils mehrere Hundert Jahre alt sind, ist es nur ein kleiner Zeitraum, für die Mitglieder aber fast ein ganzes Leben. Es wurden alle wichtigen Ereignisse weltweit, aus Deutschland, aber auch auf Andernach bezogen für die Chronik festgeschrieben. Die nachbarschaftsinternen Zahlen, sowie auch das Geschehen, wurden darin behandelt. Im zweiten Teil verlas er den Bericht von vor 40 Jahren, von 1975. Es war interessant wie viele Themen damals doch ähnlich aktuell waren und es heute wieder sind. Als Kassierer verlas Heinz Lüthke den Kassenbericht. Darin wurden alle Ein- und Ausgaben akribisch aufgelistet und gegeneinander gerechnet. Anne Buchinger verlas den zusammen mit Helene Wölwer erstellten Kassenprüfungsbericht. Es ergaben sich absolut keine Beanstandungen und es wurde eine korrekte Kassenführung bestätigt. Die Entlastung des Kassierers per Abstimmung wurde einstimmig erteilt.
Närrisch ging's weiter
Nach dem offiziellen Teil des Gelogs stand auch schon das närrische Gefolge vor der Tür. Seine Tollität Prinz Michael I., „Der Pröb von der Kostümgrupp´“ , ihre Lieblichkeit, Prinzessin Claudia II., „Der strahlende Stern von Südernach“ und die ganze närrische Schar erlebte einen triumphalen Einzug in den Saal der Rheinkrone. Bei der Begrüßung durch den Amtmann, stellte man fest, dass Prinz und Amtmann sehr ähnliche berufliche Werdegänge hatten und dass aber trotzdem aus beiden etwas geworden ist. Anschließend wurden dem Prinz, der Prinzessin, sowie den Hofdamen und Pagen wohlausgesuchte Geschenke überreicht und Amtmann Lüthke betonte die Wichtigkeit des Prinzenbesuches für das Gelog; sei es doch der Höhepunkt dieser Veranstaltung.
Verdiente Nachbarn geehrt
Im Gruß des Vertreters des Festausschusses Jürgen Senft wurde betont, wie wichtig die Nachbarschaften für Andernach und auch den Karneval sind. Der närrische Kanzler Rolf, „De dicke Hauptmann von Annenach“ richtete seine Grußworte an die Versammlung. Es folgte die Ehrung verdienter Nachbarinnen und Nachbarn mit den Orden des Festausschusses und des Prinzenpaars. Das Prinzenpaar brachte mit ihrem eigenen Karnevalshit die Nachbarn so richtig in Schwung. Damit war die Stimmung im Saal grandios. Man war sich einig: Es ist ein sehr sympathisches Prinzenpaar aus den Reihen der Rot-Weißen Husaren, die den Karneval zu feiern wissen und Andernach würdig sind. Nachdem festgestellt wurde, dass der Rosenmontagszug trotz Baustelle durch die Landsegnung kommen wird, konnte der Amtmann dem Prinzenpaar beim Rosenmontagszug die Unterstützung mit allen Kräften zusagen! Das Gefolge blieb noch auf ein Gläschen und ein paar Schwätzchen, musste aber dann weiter zur Sitzung in die Mittelrheinhalle. Es wurde mit einem triumphalen Ausmarsch verabschiedet. Als erste Vortragende behandelte Christa Erbar das Thema „Wenn man Opa und Oma wird“. Ein lustiger Vortrag, bei dem den meisten diese Ereignisse aus eigener Erfahrung sehr bekannt vorkamen. Die Erlebnisse von „Zwei Urlauberinnen“ konnten die Nachbarn in einem Spitzenvortrag von Gabi und Eva Hermann verfolgen. Was man alles zwischen Männlein und Weiblein nicht nur am Strand beobachteten konnte, wurde auf gekonnte, karnevalistische Art dargeboten. Dann kam ein stark angeheiterter Kneipengänger (Friedhelm Schütte) herein gepoltert und erzählte mehr lallend als singend von der Erfahrung, wenn man für seine Haustür zwar einen Schlüssel hat, aber das Schlüsselloch nicht mehr findet. Es war ein schönes, harmonisches Gelog. Die rege Beteiligung erfreute natürlich den Schöffenrat und ist Ansporn für weitere in diesem Jahr folgende Aktivitäten.
Gabi und Eva Hermann als Urlauberinnen.
