Schüler/Innen des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums Andernach untersuchten Naturfarbstoffe
Ferienspaß im Chemielabor
„Wunder der Natur“ lautete die zweite Runde des DECHEMAX-Schülerwettbewerbs
Andernach. Die DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft, der mehr als 5800 Naturwissenschaftler, Ingenieure, Unternehmen, Organisationen und Institute als Mitglieder angehören. Seit über zehn Jahren betreut sie die Initiative DECHEMAX mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen, deren Ziel es ist, Schülerinnen und Schüler über Chemie, Technik und Biotechnologie zu informieren, sie zu begeistern und bereits Begeisterte zu fördern.
An der ersten Runde des DECHEMAX-Schülerwettbewerbs 2012/2013, der unter dem Motto „Kunstgriffe der Natur“ läuft, haben bundesweit 2450 Teams, bestehend aus drei bis fünf Schüler/Innen, teilgenommen. 809 Teams haben sich nach Bearbeitung umfassender Fragen für die zweite Runde qualifiziert, in der „Wunder der Natur“ experimentell untersucht werden sollen.
Deshalb trafen sich in der ersten Osterferienwoche fast 20 Schüler/Innen der neunten und zehnten Jahrgangsstufe des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums in Andernach, um mit ihren betreuenden Fachlehrern StD Peter Erb und StD Rudolf Kerres die experimentellen Aufgaben zu bearbeiten.
In spannenden Versuchen wurden Naturfarbstoffe aus Karotten, Rotkohl, Gelbwurz, Spinat und Rote Beete unter Verwendung verschiedener Lösungsmittel wie Wasser, Spiritus, Benzin und Speiseöl extrahiert. Die farbigen Lösungen wurden mit Zitronensaft, Essig, Sprudel, Natron und Soda auf ihre Eignung als pH-Indikatoren getestet. Aus Spinat isolierten die SchülerInnen einen Rohchlorophyllextrakt, der mit Hilfe von Tafelkreide in einem chromatographischen Verfahren in Chlorophylle und Carotinoide aufgetrennt wurde. Muschelschalen, die an den Strand gespült und von einigen Teilnehmer/Innen aus dem letzten Urlaub am Meer mitgebracht wurden, entfärbten eine tiefblaue Tintenlösung.
Der Modellversuch sollte genauere Informationen über die Funktionsweise von Tintenkillern geben. Abgeschlossen wurden die umfangreichen Versuchsreihen durch Untersuchungen zur Abhängigkeit der Jod-Stärke-Reaktion von Temperatur und pH-Wert.
Bis Ferienende wird noch intensiv an den Versuchsdokumentationen gearbeitet, denn neben dem Spaß am Experimentieren möchten sich die SchülerInnen am Ende mit ihren Arbeiten erfolgreich präsentieren, winken den Besten doch wertvolle Preise.
