Allgemeine Berichte | 02.01.2016

Singioras gestalten Krippenandacht in St. Albert

Flüchtlingsthema auch hier allgegenwärtig

Der Frauenchor gab einige besinnliche Lieder zum Besten. Die Weihnachtskrippe wurde um eine „Flüchtlingsfamilie“ erweitert.Dr. Waldemar Skurewicz

Andernach. Traditionell und doch von aktueller Thematik geprägt war die adventliche Andacht an der Weihnachtskrippe in St. Albert. Gleich zu Beginn stellte Gemeindereferentin Luzia Waszewski das diesjährige Thema „Engel - Wegbegleiter im Advent“ in direkte Beziehung zur Flüchtlingsfrage, die sich wie ein roter Faden durch die Andacht zog.

Die an der Weihnachtskrippe aufgestellte neue Figurengruppe „Flüchtlingsfamilie“ solle an die vielen Menschen erinnern, die auf der Flucht vor Krieg und Terror nach Europa und in unser Land, auch in unsere Heimatstadt, gekommen sind. „Wenn nicht gerade sie zur Krippe kommen dürften, dann hätten wir die Botschaft der Heiligen Nacht nicht verstanden“, so Luzia Waszewski.

Die adventlichen Engel kämen nicht nur harmlos und süß daher, sie möchten jetzt die Herzen öffnen für die Not der Flüchtlinge. Gesang und Fürbitten bestimmten die musikalische Andacht, in der auch die Besucher in bekannte Adventslieder mit einstimmten. Und erste Texte im Chor mitsingen, konnte auch die junge Fahima, eine jesidische Christin aus dem Norden Syriens, nahe der Stadt Aleppo, die seit einigen Monaten mit ihrem Ehemann in Andernach lebt und inzwischen Mitglied des Frauenchores Singiora ist. Mit den Liedern „O du stille Zeit“, „Vamos Pastorcillos“ und „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ begann der Frauenchor, aus dessen Mitte auch die anschließenden Kyrie-Rufe gestaltet wurden. Und mit „Ihr Hirten erwacht“ und „Heiligste Nacht“ erfreuten die Kirchenbesucher zwei österreichische Weihnachtslieder, an die sich von Chormitgliedern im Wechsel vorgetragene Gebete, Fürbitten und die Weihnachtsgeschichte „Engel ohne Flügel?“ anschlossen. Zum besinnlich-adventlichen Charakter trugen schließlich biblische Lesungen aus dem Lukas-Evangelium und Segensgebete bei, gesprochen von Luzia Waszewski. In den Schlussteil mit dem gesungenen „Vater unser“ und „Es ist ein Ros´ entsprungen“ als Kontrast eingepasst, war ein Auszug aus der etwas anderen Weihnachtsgeschichte „Hilfe, die Herdmanns kommen“ - in Mimik und Gestik mit der nötigen Lockerheit zum Besten gegeben von Chorleiterin Barbara Nöst-Butz.

Besondere Weihnachtskrippe

Nach Ende der Andacht traten Besucher und Chormitglieder an die um die „Flüchtlingsfamilie“ erweiterte Weihnachtskrippe. Im einzelnen stellen die neuen Keramik-Figuren eine Flüchtlings-Mutter mit Baby und Kleinkind dar sowie Vater mit Sohn und ein jugendliches Flüchtlingsmädchen. Wie das gesamte Ensemble der Weihnachtskrippe in St. Albert sind auch die neuen Figuren von Sangesschwester Helga Rohm in Ton modelliert worden. Im Hintergrund der Figurengruppe, die sich auf „steinigem Weg“ der Krippe nähert, erläutern Texte und Großfoto einer Plakatwand die Flüchtlingsproblematik.

Der Frauenchor gab einige besinnliche Lieder zum Besten. Die Weihnachtskrippe wurde um eine „Flüchtlingsfamilie“ erweitert.Foto: Dr. Waldemar Skurewicz

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