Frauenkaffee der Prinzengarde
Wandlungsfähig wie eh und je unterhielt die Gardefrauen die Damenwelt
Andernach. Matrosen, Afrikaner, Hexen. Cowgirls, Piraten, Chinesen. Clowns oder Brasilianerinnen. In den letzten Jahren hat die Frauengruppe der Prinzengarde 1896 Andernach e.V. ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Da lag es nahe, all diese Kostüme der letzten 13 Jahre noch einmal aus dem Schrank zu kramen und dem Publikum zu präsentieren. So bot sich gleich zu Beginn des diesjährigen Frauenkaffees im alten Pfarrsaal Maria Himmelfahrt ein farbenprächtiges Bild. Verständlich, dass der Vorstand der Prinzengarde, angeführt von Thomas Manstein, nicht umher kam, den Damen die wohlverdienten Sessionsorden zu verleihen. Als „Dank“ verpassten die Garde-Frauen ihnen Service-Schürzen, denn es galt, Kaffee und Kuchen zu servieren. Gestärkt verfolgten die Närrinnen im Saal daraufhin den Eröffnungstanz des neuen Kindertanzpaars Nala-Emilia Stromberg und Lukas Scharrenbach. Bevor auch die Kindertanzgruppe der Garde ihren Lollipop-Tanz darbieten durfte, hatten Brigitte Rudolph und Renate Struve ihrer Frauenkaffee-Leiterin Lydia Bell eine Überraschung vorbereitet. Mit Heribert „Molly“ Zins im Schlepptau vollzogen sie das althergebrachte Zeremoniell der „Annenacher Dääf“, der sich die gebürtige Nickenicherin unterziehen musste. Auch nicht schlecht staunte Lydia Bell, als sie aus der Hand von Thomas Manstein für ihre Verdienste das Hufeisen der Garde verliehen bekam. Die Wahl der Bohnenkönigin fiel in diesem Jahr auf Petra Gerlach - sie durfte im Anschluss an den Einzug des närrischen Tollitätenpaares mit Prinz Waldemar I. das Tanzbein schwingen. Auch das Tanzpaar der Garde (Jennifer Oberfrank und Sven Roedig) sowie der Stabsmusikzug statteten den Gardedamen einen umjubelten Besuch ab. Zudem sang Regimentstochter Christina Scharnbach mit Tina Manstein Kölsche Lieder und Nachwuchstalent Celina Ebert witzelte was das Zeug hielt. Im Rampenlicht standen aber vor allem die Beiträge aus den Reihen der Frauengruppe, aus deren Reihen Renate Struve während der Veranstaltung das Festausschusskreuz verliehen wurde: Zu Sketchen aufgelegt war das Duo Silvia Olck und Helga Plönes, während Ulrike Dames ihrer schönen Stimme zu Stimmungshits freien Lauf ließ. Rosi Schenkels spitzzüngiger Vortrag war genauso hörenswert, wie der Tanz des „Mambogirls“ das Prädikat „sehenswert“ verdiente: 13 Meerjungfrauen tauchten ab in die Unterwasserwelt Atlantis, bei ihrer Rückkehr an die Wasseroberfläche durften sie für die Zugabe gleich wieder untertauchen. Und ihre Wandlungsfähigkeit ein weiteres Mal unter Beweis stellen.
-RAU-
Die Frauengruppe der Prinzengarde stelle auch diesmal ein kurzweiliges Programm auf die Beine.
