Sanierung des Andernacher Freibads
Freibad: Sanierung beginnt Ende August
Förderzusage steht – Edelstahlwanne für Pool – 3,76 Millionen Euro Kosten
Andernach. Grünes Licht für die Sanierung des Andernacher Freibads: Nachdem das Land jetzt 500.000 Euro Fördergelder zugesichert hat, beginnen die Arbeiten voraussichtlich am 27. August. Im Juni kommenden Jahres sollen sich dann die Tore des dann komplett sanierten Freibads öffnen. Rund 3,76 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Davon tragen 500.000 Euro das Land, 300.000 Euro der Kreis und die verbleibenden knapp 3 Millionen Euro finanziert die Stadt Andernach.
„Ons Schwemmbad“ ist in die Jahre gekommen
Seit 1958 ist das Freibad in Betrieb – größtenteils unverändert. Doch der Zahn der Zeit nagte unaufhörlich an der Anlage: Die Beckenränder bröckeln, das Becken selbst ist marode, die Leitungen, Pumpen und technische Anlagen sind über ihre eigentliche Laufzeit schon lange hinaus und entsprechen auch nicht mehr den heutigen Mindestanforderungen. „Schon vor etwa 20 Jahren haben uns Experten dringend geraten, das Bad zu sanieren“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Doch der Mannschaft um Betriebsleiter Bodo Neunheuser und Schwimmmeister Ludwig Wiemer ist es Jahr für Jahr gelungen, das Freibad mit günstigen Bordmitteln für die Saisons herzurichten. „Jetzt ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht, und wir müssen nun richtig anpacken“, so Hütten, der ergänzt: „Jetzt sind Kredite so günstig wie nie. Deshalb legen wir jetzt los. Im Übrigen ist mir der Erhalt des Freibads für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst ein großes Anliegen“, betont der Oberbürgermeister, der die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Mainzer Innenministerium und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hervorhebt. „Innenminister Roger Lewentz hat Wort gehalten“, betont der OB, der auch Landrat Dr. Alexander Saftig für die Unterstützung dankt.
Am Sonntag, 26. August, wird das Freibad voraussichtlich zum letzten Mal in seiner jetzigen Form öffnen. Einen Tag später soll das Freibadteam mit den Vorbereitungsarbeiten beginnen. Hauptsächlich müssen alle Aufbauten wie Bänke und Spielanlagen demontiert werden. Mitte September rollen die Fachfirmen an.
Ein neuer Spielbereich entsteht
Das Becken bleibt grundsätzlich in seiner jetzigen Form und Größe erhalten. Lediglich die der Bereich, in den die Bogenrutsche mündet, wird abgetrennt. Hier entsteht das neue Kinderbecken – ohne die Bogenrutsche. „Es wird mit Folie ausgekleidet, so wie das bisherige Kinderbecken auch – und hier hält die Folie schon seit mehr als 20 Jahren“, erklärt Bodo Neunheuser. Der alte wasser- und energiefressende Planschbereich verschwindet. An dieser Stelle entsteht ein neuer Spielbereich.
Das eigentliche Schwimmerbecken erhält komplett eine hochwertige Edelstahlwanne. Die Umrandungen, die Pflasterwege um den Pool werden neu hergerichtet. Hochwertige Sitzgelegenheiten aus Holz und Gabionen entstehen. Dort, wo sich jetzt unter anderem das Mühle- und Schachspiel befinden, entsteht unter einem riesigen Sonnensegel ein Wasserspielplatz mit modernen Attraktionen vor allem für Kinder. Die „Brettspiele“ werden in den Bereich des alten Kinderbeckens verlegt. Das Schwimmbad wird mit einer Schwallwasseranlage ausgerüstet. So läuft überschwappendes Wasser nicht mehr wie bisher in den Kanal, sondern wird in den Wasserkreislauf der Anlage zurückgeführt. Dafür entsteht ein neues Pumpenhaus, dessen Dach eine Sonnenterrasse ziert.
Die alten Mehrzweckgebäude bleiben erhalten. Die Dachflächen werden aber neu hergerichtet und mit einer so genannten Obsorberanlage versehen. Mit dieser Sonnenergieanlage wird das Wasser für die Schwimmbecken geheizt. Die Grünanlagen, die Spielgeräte, das Volleyballfeld, die Grillmöglichkeit – all dies bleibt. Jetzt aber geht es erst einmal an die Ausschreibungen der Arbeiten. „Und dann können wir hoffentlich nächstes Jahr im Juni die große Eröffnung feiern“, freut sich Hütten.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
