Allgemeine Berichte | 20.09.2013

IHK organisiert erste Fachtagung „Mobile Nahversorgung“

Funktionsfähige Nahversorgung für attraktive Standorte

Andernach. Immer mehr Menschen in ländlichen Regionen sind von der Nahversorgung abgekoppelt. Selbst in größeren Gemeinden ist die Versorgung mit Lebensmitteln, Alltagsprodukten und Dienstleistungen vielfach nicht mehr gewährleistet. Vor diesem Hintergrund organisierte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz nun die bundesweit erste Fachtagung „Mobile Nahversorgung“ in Andernach.

Gemeinsam mit zahlreichen Verbands- und Ortsbürgermeistern, kommunalen Vertretern und externen Experten wurde unter anderem die Frage diskutiert, wie sich die aktuelle Nahversorgungssituation in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Ansatzpunkte und Konzepte es gibt, eine bedarfsgerechte Nahversorgung auch ohne staatliche Förderung zu gewährleisten.

„In Rheinland-Pfalz leben heute bereits rund sieben Prozent der Bevölkerung in unterversorgten Gebieten. Ohne eine funktionsfähige Nahversorgung verlieren unsere Standorte merklich an Qualität – und werden dadurch für Fachkräfte zunehmend unattraktiv. Nur wer auch langfristig eine funktionierende Nahversorgung bieten kann, hat als Wirtschafts- und Lebensstandort eine Perspektive“, erläutert Manfred Sattler, Präsident der IHK Koblenz und selbst Ortsbürgermeister, den Anlass der Fachtagung.

Bisher konnten und können die Angebotsdefizite einzelner Gemeinden noch durch eine hohe Mobilität der Konsumenten ausgeglichen werden. Diese Mobilität wird aber in den kommenden Jahren infolge einer schrumpfenden und älter werdenden Bevölkerung spürbar abnehmen. An seine Mitstreiter auf kommunaler Ebene appellierte Sattler daher: „Beim Thema Nahversorgung müssen wir gerade im ländlichen Raum in die Zukunft denken. Wenn vor Ort immer weniger Konsumenten leben, sind innovative Konzepte notwendig, über die wir uns jetzt Gedanken machen müssen.“

Passend dazu zeigte die Veranstaltung anhand vieler praktischer Beispiele auch auf, welche Nahversorgungskonzepte funktionieren können und wie deren Unterstützung regional möglich ist.

Pressemitteilung

IHK Koblenz

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