Allgemeine Berichte | 05.07.2014

Sommerfest der Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V.

Ganz nah dran an Vogel und Igel

Trotz unbeständigen Wetters fanden viele Gäste am Tag der offenen Tür den Weg zur Pflegestation

Zuhörer aller Altersklassen lauschten den Ausführungen von Andrea Friebe (Bildmitte) zu den jeweiligen Wildvögeln. NHE

Kirchwald. Seit vielen Jahren ist die Kirchwalder Pflegestation ein sicherer Zufluchtsort für verletzte oder verwaiste Vögel. Obwohl der Verein in Rheinland-Pfalz einer der größten seiner Art ist, gibt es viele Menschen in der Region, die lange nichts von dessen Existenz gewusst haben. Um diesem unbemerkt sein entgegenzuwirken, sollte das Sommerfest nun Einblicke in die Arbeit der Pflegestation gewähren und etwas für die öffentliche Wahrnehmung tun. Dies ist ohne Zweifel gelungen. Nachdem am Morgen noch die tierischen Bewohner der Pflegestation versorgt wurden, hatten die vielen freiwillig Engagierten um Dr. Anja Baronetzky-Mercier und Andrea Friebe ab dem frühen Nachmittag zum Verweilen auf dem Vereinsgelände eingeladen. Trotz bescheidener Witterungsverhältnisse herrschte gleich zu Beginn der Veranstaltung reges Treiben auf der Pflegeanlage. Damit den zahlreich erschienenen Gästen - unter ihnen auch Ortsbürgermeister Erich Pung - nicht langweilig wurde, bekamen sie von Vereinsseite Einiges geboten.

So gab es eine mit attraktiven Preisen bestückte Tombola, die - ähnlich wie das Kinderschminken - vor allem bei den kleinen Gästen viel Anklang fand. Wer sich über die Möglichkeiten einer Pflege-Patenschaft informieren wollte, war am eigens dafür eingerichteten Infostand bestens aufgehoben. Star des Tages waren aber selbstverständlich die vielen Tiere der Pflegestation. Egal, ob Turmfalke, Elster, Taube oder Schleiereule, sie alle haben in der Kirchwalder Wildvogelstation den idealen Ort gefunden, um wieder zu Kräften zu kommen. Doch nicht nur gefiederte Gäste sind auf dem Pflegegelände einquartiert, auch Igel und Fledermäuse können sich der liebevollen Betreuung der Mitarbeiter sicher sein.

Bei den Besuchern waren die Jungtiere besonders populär. Auch die hartgesottensten Männer konnten sich der Niedlichkeit von Jungelster und Babyigel nicht entziehen. Diese waren hautnah zu erleben, selbstverständlich unter wachsamer Aufsicht der ehrenamtlichen Helferinnen, die sich geduldig den Fragen der interessierten Gäste widmeten und Auskunft über ihre Arbeit in der Pflegestation gaben. Wer es genau wissen wollte, konnte sich in Kleingruppen einer Führung über das Vereinsgelände anschließen und den Ausführungen von Dr. Anja Baronetzky-Mercier und Andrea Friebe lauschen. Natürlich gab es auch Informationen darüber, was beim Fund eines aus dem Nest gefallenen Jungvogels zu tun ist. Entgegen der geläufigen Meinung ist es in Ordnung, den Vogel zurück ins Nest zu setzen, sofern dieses erreichbar und der Vogel unverletzt ist. Da Vögel keinen guten Geruchssinn haben, stellt der Kontakt zum Menschen keinen Grund zum Verstoßen des Tieres dar.

Damit bei all diesen aufschlussreichen Programmpunkten die Versorgung der Grundbedürfnisse nicht zu kurz kam, hatte eine Handvoll talentierter Grillmeister für diverse Leckereien gesorgt. Für Liebhaber des Süßen gab es zudem eine ansprechende Auswahl an Kuchenvariationen. Die Einnahmen aus Verkauf und Tombola kommen der Vereinsarbeit zugute, die sich durch Spenden finanziert. Da traf es sich besonders gut, dass Dr. Anja Baronetzky-Mercier einen Spendenscheck der Mayen-Koblenzer Jungjäger 2013 in Höhe von 500 Euro entgegennehmen konnte. Wer nun sein Interesse an der Arbeit der Wildvogel-Pflegestation geweckt sieht, kann sich unter www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org über den Verein informieren. Über Spenden an Volksbank RheinAhrEifel eG, Konto 14523400, BLZ 577 615 91, BIC GENODED1BNA, IBAN DE66 5776 1591 0014 5234 00 freuen die Verantwortlichen sich sehr.

Bei so einem kleinen Babyigel gilt es, besonders behutsam zu sein.

Bei so einem kleinen Babyigel gilt es, besonders behutsam zu sein.

Zuhörer aller Altersklassen lauschten den Ausführungen von Andrea Friebe (Bildmitte) zu den jeweiligen Wildvögeln. Fotos: NHE

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