Tag der offenen Gartentür 2014 in Plaidt
Gartenbesitzer öffneten ihre Türen
Für die zahlreichen Besucher gab es eine Vielzahl an Gartenanlagen zu bestaunen
Plaidt. Als im vorigen Jahr in Plaidt stolze Gartenbesitzer ihre Gartentore öffneten, ahnte kaum jemand etwas von den vielen Schätzen, die dort zu finden waren. Der Erfolg von 2013 hat dann alle überrascht; sowohl diejenigen, die vom großen Interesse der Besucher überrascht wurden als auch diejenigen, die über die Vielfalt und Gestaltung mancher Gärten in Plaidt erstaunt und angetan waren. Nun, ein Jahr später, haben gleich neunzehn Gartenbesitzer Fremden und Freunden erneut Einblicke in die grünen Bereiche gewährt. Sorgfältig war im Vorstand des Gartenbauvereins vorbereitet worden, wie den kommenden Besuchern und Gästen das Auffinden der gewünschten Gärten erleichtert werden könnte. Diesmal wies ein Schild vor der jeweiligen Garten-Haustür darauf hin, was im dahinter liegenden Gelände zu finden ist, und auf dem Übersichtsplan war die Straßenkarte von Plaidt zu sehen. Und dann kamen die Besucher.
Ganze Prozessionsscharen von Gästen nutzen die Gelegenheit, sich die „grünen Schätze“ hinter Mauern und Zäunen anschauen zu können. Von besonderem Interesse waren natürlich die Gärten, die im vergangenen Jahr noch nicht für Besucher geöffnet hatten. Doch auch die meisten der anderen Gärtner konnten sich über Besucheransturm nur wundern. Mehr als 200 Gäste zählte zum Beispiel Klaus Heinke in seinem Wohngarten auf zwei Ebenen. Ebenso stark frequentiert war das „erweiterte Wohnzimmer“ der Familie Schommer, die erstmals den Garten geöffnet hatten. Familie Bleser präsentierte gleichzeitig mit der „Aktionsgemeinschaft Plaidt“ die Sanitäreinrichtungen sowie die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Pelletheizungen. Da konnte das abwechslungsreiche, gut gestaltete Gartengelände kaum mithalten, so groß war hier das Interesse an der Technik.
Frischer Tee aus dem Garten
Eine Teeprobe der Kräuter des Gartens konnten Besucher bei Familie Unger durchführen. Hier standen vier Mischungen der Teekräuter Apfelminze, Zitronen-Verbene, Ananas-Salbei und griechischer Bergtee zum Probieren frisch aufgebrüht zur Verfügung. Einstimmiges Urteil der Gäste: Zitronen-Verbene ergibt den feinsten, erfrischenden Tee. Kann jeder Gärtner selber ausprobieren. Außer Konkurrenz die Tee-Mischung aus frischen Brombeer-, Erdbeer-, Zitronenmelisse- und Himbeerblättern, die als tägliches Getränk der Gesundheit dienen kann.
Erstaunt fragten jüngere Besucher, wieso in einigen Gärten Kartoffeln angebaut werden. Da gab es in jedem der betreffenden Gärten die gleiche Antwort: So kann man auch Kartoffelsorten ausprobieren, die es im Geschäft oder beim Bauern nicht mehr zu kaufen gibt, und weil die besser schmecken als die gekauften. Hobby-Gärtner bestätigen dies natürlich dann vom selbst angebauten Salat und dem Gemüse. Im Garten von Manfred Kaiser gibt es nicht nur gepflegte Salat- und Gemüsebeete, sondern auch einen hängenden Garten. Fernsehzuschauer erinnerten sich an Frau Boomgardens Paletten-Garten. Hier im Heumerich in Plaidt kann er besichtigt werden.
In der Anlage des Gartenplaners Rüdiger Kowollik lagen die Hinweiszettel zum Mitnehmen, mit denen die Besucher die übrigen Gärten leichter auffinden konnten. Hier war der Ansturm der Gäste, die das gelungene Werk des Gartengestalters begutachten und erleben wollten, besonders groß. Trotzdem blieb dem Hausherrn noch eine ruhige Ecke, in der Fachgespräche geführt und Anfragen erörtert werden konnten. Am weitesten aus dem Dorf entfernt hatten Ferdi und Ingrid Butz ihren „Garten“ geöffnet. Nach Einstellung der Landwirtschaft haben die Beiden die Gebäude und die Hofflächen konsequent umgearbeitet und die angrenzenden Acker- und Wiesenflächen in die Gestaltung der Anlage mit einbezogen. Besucher und Gäste, die den weiten Weg bis zur Haagsmühle wagten, konnten nur noch staunen und sich an den gepflegten Anlagen erfreuen.
Um eine bessere Übersicht über Gäste und Besucher zu bekommen, wurde jetzt angeregt, jeweils pro Garten ein „Gäste-Buch“ auszulegen, in dem sich die Besucher äußern können, wenn sie das möchten. Es hätte auf jeden Fall den Vorteil, dass erkennbar würde, aus welchen der vielen Orte die Besucher kommen, die da durch Plaidt wanderten. In Kombination mit dem Kunst- und Handwerkermarkt hat der „Tag der offenen Gartentür“ weiter an Zuspruch gewonnen.
Die Anregungen umsetzen, die Anlagen pflegen, Kräuter und Wildkräuter unterscheiden können, das muss jede Gärtnerin, jeder Gärtner nach wie vor selber. Die Besuche und Kontakte haben auf jeden Fall viel Freude bereitet.
