Gespräch in der Tahir-Moschee in Koblenz
Gehört der Islam zu Deutschland?
Koblenz. Gehört der Islam als Religion zu Deutschland oder steht er den Wertvorstellungen der christlichen Wertegemeinschaft feindlich gegenüber. Die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Christian Wulff wiesen ganz selbstverständlich dem Islam einen Platz in unserer Gesellschaft zu. Für den ehemaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich traf das nicht zu. Der Islam ist in Deutschland nach dem Christentum die Religion mit den meisten Anhängern; derzeit bekennen sich etwa fünf Prozent der Bevölkerung zu ihm, was etwa vier Millionen Menschen entspricht. Rund 1,8 Millionen sind deutsche Staatsangehörige (Stand: 2008). Der Islam ist aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland vorwiegend sunnitisch geprägt. Aber auch kontroverse Themen wie die Kopftuchdebatte, die zunehmende Islamfeindlichkeit, der Umgang mit Antisemitismus, Islamismus und Dschihadismus und die Stellung der Frau im Islam kamen zur Sprache. Das im Gebetsraum der Tahir Moschee geführte Gespräch wurde von Otto Kaiser aufgezeichnet. Zu sehen ist die Aufzeichnung im Programm des Offenen Kanal-Andernach.
