Allgemeine Berichte | 04.09.2014

`Sommerausflug der St.-Stephan-Nachbarschaft aus Andernach

Gemeinsam die Heimat erkunden

Ziel war die Historische Wassermühle in Birgel in der Eifel

Bei einer Führung erfuhr man allerhand Interessantes. privat

Andernach. Der alljährliche Sommerausflug der St.-Stephan-Nachbarschaft führte dieses Mal per Bus in die Eifel - und zwar in die Historische Wassermühle Birgel. Eine erfreulich große Schar an Nachbarn erwartete hier eine geführte Besichtigung durch eine ganze Reihe unterschiedlicher alter Mühlen. Los ging es mit der historischen Senfmühle, die einen in Zeiten versetzt, wo man den Senf noch unberührt von Konservierungsstoffen und künstlichen Zutaten kannte. Nächste Station war eine fast 200 Jahre alte Ölmühle, die eigentlich aus der Selfkant (Kreis Heinsberg) stammt und hier wieder aufgebaut und gangbar gemacht wurde. Zur Gewinnung von Rapsöl erreicht sie eine Kapazität von 300 Litern pro Tag. Nicht nur in Spanien oder Italien sondern hier in der Eifel wird auch kalt gepresstes Öl hergestellt - natürlich aus feinsten Eifeler Rohprodukten. Bevor es in die Mittagspause ging, stand noch die Schnapsbrennerei der Mühle auf dem Programm. In der Brenn-Galerie wurde eine restaurierte und wieder funktionstüchtige Schnapsbrennerei gezeigt. Auch gab es Kostproben von selbst gemachten Likören, wie Schlehen- oder Kräuterlikör. Ein Traum „Schnaps selber brennen“ wurde dem Mühleninhaber im Jahre 2003 erfüllt. Um einen klaren Brand herstellen zu können, kommen nur Früchte infrage, die einen bestimmten Zuckergehalt haben, um beim Gären auch Alkohol zu entwickeln, wobei darauf Wert gelegt wird, dass die Früchte aus der Wildnis der Eifel kommen, Favoriten sind hier Holunder, Schlehen, Wildkirsch (Vogelkirsche). Nach dem Mittagessen ging es in die historische Getreidemühle, die aus dem 13. Jahrhundert stammt und die größte Getreidemühle ist, die jemals in der Vulkaneifel gestanden hat. Chefmüller Erwin erweckte sie 1995 wieder aus dem Dornröschenschlaf und schuf mit ihr ein Kleinod in Birgel/Eifel. Die historische Getreidemühle wurde bis 1917 mit Holz-Wasserrädern angetrieben und dann durch eine leistungsstärkere Turbine ersetzt. Die alte Mühle arbeitet heute noch mit 4 Walzenstühlen und einem Mahlgang. Hier werden ausschließlich nur Vollkornmehle gemahlen. Das frisch gemahlene Mehl wird in der Hauptsache zum eigenen Bedarf in der Mühlen-Bäckerei verarbeitet.

Eine Mühle mit Tradition

Das Haus der Mühlen-Bäckerei war die nächste Station dieser Mühlenexkursion. Sie stammt aus Bodenbach im Westerwald und wurde 1659 erbaut. Dort wurde es von Chefmüller Erwin und seinem Mühlenteam abgebaut, um es dann in Birgel 1:1 wieder aufzubauen. In der Holzofen-Bäckerei stehen zwei alte Backöfen, die ausschließlich nur mit Holz befeuert werden. Hier wird noch nach Omas Rezept ein Natursauerteig-Brot gebacken. Der besondere Geschmack entsteht durch den Sauerteig, aber auch zuletzt durch den Holzofen. Ein begehrtes Produkt in deutschen Mühlen. Die Besichtigung eines alten Sägewerks rundete den Nachmittag dann ab, der in einem gemütlichen Kaffeetrinken endete. Gegen 17.30 Uhr fand sich die nachbarschaftliche Schar wieder in Andernach ein.

Bei einer Führung erfuhr man allerhand Interessantes. Foto: privat

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