Lokalsport | 26.05.2013

Erster Einsatz für die GT Corse beim 24h-Rennen Nürburgring

“Herr Rossi“ hatte kein Glück

Rennunterbrechung wegen extremer Witterungsbedingungen - Toller Auftritt des Ferrari 458 wird nicht belohnt

Der Ferrari hatte bei seinem Marathon-Debüt kein Glück.

Nürburgring. Das 24h-Rennen Nürburgring ist das härteste Rennen der Welt. Bei der 41. Auflage des Langstreckenklassikers waren die Eifel-Ferraristi der GT Corse zum ersten Mal am Start. Dabei verlief die Teilnahme mit dem seriennahen Ferrari 458 (Klasse SP8) anders als gewünscht: Nach rund 18 Stunden über die 25,378 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nürburgring-Nordschleife bedeutete ein technischer Defekt das vorzeitige Ausscheiden für den Renner aus Maranello, der Team-intern „Herr Rossi“ genannt wird. „Wir lagen im Gesamtklassement zwischenzeitlich sogar auf Position 20 und in der Klasse nach 12 Stunden mit einen Vorsprung von acht Minuten souverän in Führung, ehe der Defektteufel zuschlug“, erklärt Teamchef Danny Pfeil. „Herr Rossi hatte bei seinem Marathon-Debüt in der Grünen Hölle leider kein Glück.“

Top-40-Qualifying erreicht

Dabei begann das Rennwochenende für die GT Corse sehr vielversprechend. Nach den beiden Trainingssitzungen hatte das Team bereits ein Zwischenziel erreicht: die Qualifikation für das Top-40-Qualifying, das über die Startaufstellung der schnellsten Fahrzeuge für das 24h-Rennen entscheidet. In dem spektakulären Einzelzeitfahren konnte ADAC-GT-Masters-Champion Maxi Götz (Uffenhausen) die Performance des serienahen Ferrari demonstrieren und schaffte mit einer Rundenzeit von 8:36.694 Minuten den Sprung auf Startplatz 31. Eine gute Ausgangsposition für das Rennen, in dem das Fahrerquartett Alexander Mattschull (Bad Homburg), Patrik Kaiser (Lichtenstein), Christian Kohlhaas (Andernach) und Maxi Götz die Zielflagge sehen wollte.

Zwangspause wegen Wetterkapriolen

In diesem Jahr machte das härteste Rennen der Welt seinem Ruf alle Ehre: Nach knapp sechs Stunden wurde das Rennen wegen Unwetters mit starkem Regen und Nebel neutralisiert und erst nach einer 9 1/2 -stündigen Zwangspause wieder freigegeben. „Es ist schade, vor allem auch für die Fans entlang der Nordschleife, dass das Rennen in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes über weite Strecken ins Wasser gefallen ist“, so Danny Pfeil. „Aber auch für die Piloten auf der Piste war es eine extreme Herausforderung. Dass die Rennleitung das Rennen am Sonntagabend bei Starkregen und Nebel unterbrochen hat, war die richtige Entscheidung.“ Am Pfingstmontag wurde das Rennen schließlich um 8:20 Uhr fortgesetzt.

Getriebewechsel nach dem Restart

Doch kurze Zeit nach dem Restart schlug der Defektteufel zu: Den GT Corse-Piloten standen bei dem Ferrari lediglich die ungeraden Gänge zur Verfügung. Nachdem ein Software-Reset nicht die gewünschte Wirkung zeigte, wechselte das Team um Technikchef Martin Kohlhaas das Getriebe. Der Einsatz wurde am Ende jedoch nicht belohnt: der 458 konnte nicht mehr ins Renngeschehen eingreifen. „Wir wussten, dass wir bei den 24h mit Überraschungen rechnen müssen“, so Danny Pfeil. „Dass wir trotz intensiver Vorbereitung das Rennen nicht zu Ende fahren konnten, ist auf der einen Seite natürlich enttäuschend. Auf der anderen Seite blicken wir aber jetzt nach vorne.

Inzwischen wissen wir, dass ein defekter Stecker am Steuergerät für den Fehler verantwortlich ist. Für die nächsten VLN-Läufe werden wir das aussortieren und freuen uns auf den Eifel-Marathon 2014.“

Pressemitteilung GT Corse

Der Ferrari hatte bei seinem Marathon-Debüt kein Glück.

Der Ferrari hatte bei seinem Marathon-Debüt kein Glück.

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