Allgemeine Berichte | 25.04.2015, 12:00 Uhr

Frauennotruf veröffentlicht Jahresbericht 2014

Hoher Bedarf nach Beratung und Prävention

Der Beratungsraum im Mädchen- und Frauennotruf. Hier findet auch jeden Dienstag von 16 bis 17 Uhr die Offene Sprechstunde für jugendliche Mädchen statt.privat

Koblenz. Seit 23 Jahren unterstützt der Koblenzer Frauennotruf als Fach- und Beratungsstelle Frauen und Mädchen, wenn sie von sexualisierter Gewalt betroffen sind und verzeichnet seit Jahren einen hohen Bedarf nach Beratung und Prävention. Über 70 Prozent der Beratungen erfolgen im Rahmen der Jugendhilfe, d.h. entweder direkt zugunsten selbst betroffener jugendlicher Mädchen oder als Beratung von deren Bezugspersonen beziehungsweise über die Stabilisierung von Müttern, die von Gewalt betroffen sind.

In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Ca. die Hälfte der Mädchen und Frauen, die in den Notruf kommen, hat deshalb Anzeige erstattet und jede 4. Betroffene die psychosoziale Prozessbegleitung des Notrufs in Anspruch genommen. Sexuelle Gewalttaten sind Beziehungstaten, die zu 77,6 Prozent im häuslichen Bereich stattfanden. 2014 gab es 1158 Beratungskontakte mit 450 Personen. Es fanden 301 persönliche Beratungsgespräche, 426 Beratungen am Telefon und 431 Onlineberatungen statt – sowohl mit selbst Betroffenen als auch mit deren Bezugspersonen oder auch im Rahmen von kollegialen Fallbesprechungen im Rahmen einer Hilfekonferenz. Im Rahmen der Prävention gab es 29 Veranstaltungen. Das waren zum Beispiel Angebote im Rahmen der Ganztagsschule, Selbstverteidigungskurse für Mädchen oder Frauen oder Vorträge und Fortbildungen für Berufsgruppen wie zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer.

Das Einzugsgebiet des Notrufs ist sehr groß und umfasst die Städte Koblenz und Neuwied, die Landkreise Mayen-Koblenz, Neuwied, Ahrweiler, Rhein-Lahn und zur Hälfte Cochem-Zell. Nicht alle Kommunen und Landkreise fördern den Notruf bedarfsgerecht. Alle Zuschüsse zusammen decken nur ca. zwei Drittel der Ausgaben, infolgedessen beklagt der Notruf trotz hoher Spendeneingänge im letzten Jahr ein Defizit von mehr als 2.000 Euro. Der Jahresbericht kann als pdf heruntergeladen werden: http://www.frauennotruf-koblenz.de/downloads/file/jahresbericht_2014_website.pdf

Der Beratungsraum im Mädchen- und Frauennotruf. Hier findet auch jeden Dienstag von 16 bis 17 Uhr die Offene Sprechstunde für jugendliche Mädchen statt.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Yoga und Pilates Kurse
150 Jahre Mittler/Pfaffinger
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
SO 2 - Kirmes in Rheinbrohl _KW 34
Betriebsferien September 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
2160

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen

Der WKB sorgt in Mayen weiter für erheblichen Verwaltungsaufwand. Sieben von neun Abrechnungseinheiten stehen noch aus. Die FWM fordert deshalb vor weiteren Schritten eine vollständige Kostenbilanz.
359

Mayen. Zwei von neun Abrechnungseinheiten sind beim wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag (WKB) bislang bearbeitet – doch bereits jetzt sorgt das Verfahren für erheblichen Verwaltungsaufwand. Nach Angaben der Freien Wähler Mayen (FWM) sind inzwischen mehr als 500.000 Euro an internen und externen Kosten angefallen. Gleichzeitig gibt es Forderungen nach zusätzlichem Personal, um den entstandenen Bearbeitungsstau abzubauen.

Von Michael Helsper aus Mayen

Weiterlesen

Flower & Power Festival in Mayen
825

Zum dritten Mal verwandelte sich die Innenstadt in eine bunte Festivalmeile

Flower & Power Festival in Mayen

Beim „Flower & Power Festival“ wird die Mayener Innenstadt zum bunten Treffpunkt für Genuss, Musik und besondere Aktionen. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogoalerie – jetzt im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen