Allgemeine Berichte | 27.04.2013

„Essbare Stadt Andernach“

Hühner beleben die Stadt

Im Graben des Schlossgartens tummeln sich jetzt acht Hühner. Extra für sie wurde ein hübsches Hühnerhaus angefertigt. Die Tiere sorgen jetzt für noch mehr Leben in der „Essbaren Stadt“. Stadtverwaltung/Maurer

Andernach. Lange hat der Winter auch die „Essbare“ Stadt in seinem eisigen Griff gehalten. Doch jetzt hält der Frühling unaufhaltsam Einzug. Und das bedeutet: In der „Essbaren Stadt“ geht’s richtig los. Nicht nur, dass jetzt in allen Ecken gegraben, gebuddelt, gerecht, gesät und gesetzt wird - eine neue Attraktion bereichert das bundesweit viel beachtete Andernacher Projekt. Denn im Graben des Schlossgartens sorgen nun acht Hühner der Rasse „Rodeländer“ für noch mehr Leben.

Mitarbeiter der Perspektive gGmbH haben für das Federvieh extra ein geräumiges Haus gebaut. Hierin verbringen die Tiere gut geschützt die Nacht. Und hier hinein legen sie auch ihre Eier, die mittels einer in den Boden des Hauses eingebauten Schublade einfach und ohne die Tiere zu stören eingesammelt werden können. Tagsüber können die Hühner sich auf dem weitläufigen Gelände des Grabens frei bewegen. Am Abend werden sie dann in ihr neues Domizil gelassen. Am nächsten Morgen öffnet ein Mitarbeiter den Tieren die Tür ins Freigelände. Die Kosten für Hühner und Haus liegen deutlich unter 1000 Euro.

„Mit den Hühnern erhöhen wir die Attraktivität und die Lebendigkeit der ’Essbaren Stadt‘“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Diese Hühner sollen aber nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Es laufen Überlegungen, ob und welche weiteren Tiere möglicherweise in der „Essbaren Stadt“ angesiedelt werden können.

Die neuen Hühner mitten in der Stadt legen pro Tier etwa fünf bis sechs Eier pro Tag. Es ist beabsichtigt, diese Eier im Fair-Regio-Laden zu verkaufen. Dort könnte es auch das Hühnerfleisch geben, wenn die Tiere geschlachtet werden. Denn das werden sie definitiv, wie die Schafe und die Schweine auf der Permakultur. „Das gehört zu einer Landwirtschaft eben dazu“, sagt Hütten.

Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich, die Hühner nicht zu füttern. Nicht nur, dass die Gesundheit der Tiere gefährdet werden könnte - unkontrollierte Fütterungen ziehen natürlich Ratten an. Deshalb wird der Graben täglich auf Futterreste abgesucht, die die Mitarbeiter sofort entfernen.

Während die Hühner das neue Element in der „Essbaren Stadt“ sind, läuft das Projekt ungebremst weiter. Auch in diesem Jahr können sich die Bürgerinnen und Bürger auf etwa 100 Obst- und Gemüsesorten freuen, die vor allem im Bereich des Schlossgartens, auf dem Spielplatz am Mariendom und am Helmwartsturm heranwachsen. Eine größere Spende an Obstbäumen und -sträuchern bereichert ebenfalls die „Essbare Stadt“: Himbeere, Johhanisbeere, Kiwi, Gajibeeren und Stachelbeeren. Außerdem finden die Bürgerinnen und Bürger Pfirsich, Mandel, Äpfel, Birnen, Kräuter, Bohnen, Zuchchini, Salate, Kürbis, Kartoffeln, Mangold und vieles mehr in ihrer Stadt. Wegen des langen Winters „hinken“ die Pflanzen zwar etwas hinterher, aber geerntet werden kann im Spätsommer/Herbst trotzdem - wenn auch vier Wochen später als in den vergangenen Jahren.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Andernach

Im Graben des Schlossgartens tummeln sich jetzt acht Hühner. Extra für sie wurde ein hübsches Hühnerhaus angefertigt. Die Tiere sorgen jetzt für noch mehr Leben in der „Essbaren Stadt“. Foto: Stadtverwaltung/Maurer

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Wohnträume
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Empfohlene Artikel
Abendstimmung hinter der Burgruine Wernerseck
17

Plaidt. Gemeinschaft vor Ort ist einer der Ziele, die sich die Kolpingsfamilie Plaidt auf ihre Fahne geschrieben hat. Und so startete im letzten Jahr mit den „Wintertreffs“ ein weiteres Angebot an alle Interessierten. An jedem ersten Dienstag im Monat von Oktober bis April wurde Abwechslungsreiches, Interessantes und Spielerisches serviert.

Weiterlesen

Die Fußpilger auf dem Weg nach Kell
39

Nickenich. Am Freitag vor Palmsonntag findet traditionell die Wallfahrt zur „Schmerzhaften Muttergottes“, die sich in der Sankt Lubentius Kirche in Kell befindet, statt. Die Frauengemeinschaft Nickenich nahm auch in diesem Jahr an der Wallfahrt teil. Rund 20 Pilgerinnen machten sich am Mittag des 27. März zu Fuß auf den Weg nach Kell. Der Wallfahrtstag begann am Sportplatz in Nickenich mit einem Pilgergebet und Gesang.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Maria Ginzler. Foto: privat
526

Die gebürtige Heimersheimerin hat sich im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Kreis Ahrweiler: Große Trauer um Maria Ginzler

Region. Nach kurzer Krankheit starb Maria Ginzler im Alter von 97 Jahren am Samstag, 11. April im Krankenhaus Mayen. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz hat sich die gebürtige Heimersheimerin im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Weiterlesen

Von links: Ortsvorsteher von Miesenheim, Stefan Kneib, gemeinsam mit Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Christian Greiner.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Elline Köckritz
20

Stadt Andernach verbessert Infrastruktur für Pendlerinnen und Pendler in Kooperation mit der Deutschen Bahn

Einfach umsteigen: Neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof Miesenheim

Andernach. Die Stadt Andernach hat im Stadtteil Miesenheim eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof errichtet. Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn umgesetzt und stellt einen wichtigen Baustein für die Förderung nachhaltiger Mobilität dar.

Weiterlesen

Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Image Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige "Rund ums Haus"
Wir helfen im Trauerfall
Kleinanzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Mitarbeiter IT-Administrator
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Blütenfest
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
online Anzeige Konekt Wirges