Allgemeine Berichte | 27.04.2013, 11:53 Uhr

„Essbare Stadt Andernach“

Hühner beleben die Stadt

Im Graben des Schlossgartens tummeln sich jetzt acht Hühner. Extra für sie wurde ein hübsches Hühnerhaus angefertigt. Die Tiere sorgen jetzt für noch mehr Leben in der „Essbaren Stadt“. Stadtverwaltung/Maurer
215

Andernach. Lange hat der Winter auch die „Essbare“ Stadt in seinem eisigen Griff gehalten. Doch jetzt hält der Frühling unaufhaltsam Einzug. Und das bedeutet: In der „Essbaren Stadt“ geht’s richtig los. Nicht nur, dass jetzt in allen Ecken gegraben, gebuddelt, gerecht, gesät und gesetzt wird - eine neue Attraktion bereichert das bundesweit viel beachtete Andernacher Projekt. Denn im Graben des Schlossgartens sorgen nun acht Hühner der Rasse „Rodeländer“ für noch mehr Leben.

Mitarbeiter der Perspektive gGmbH haben für das Federvieh extra ein geräumiges Haus gebaut. Hierin verbringen die Tiere gut geschützt die Nacht. Und hier hinein legen sie auch ihre Eier, die mittels einer in den Boden des Hauses eingebauten Schublade einfach und ohne die Tiere zu stören eingesammelt werden können. Tagsüber können die Hühner sich auf dem weitläufigen Gelände des Grabens frei bewegen. Am Abend werden sie dann in ihr neues Domizil gelassen. Am nächsten Morgen öffnet ein Mitarbeiter den Tieren die Tür ins Freigelände. Die Kosten für Hühner und Haus liegen deutlich unter 1000 Euro.

„Mit den Hühnern erhöhen wir die Attraktivität und die Lebendigkeit der ’Essbaren Stadt‘“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Diese Hühner sollen aber nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Es laufen Überlegungen, ob und welche weiteren Tiere möglicherweise in der „Essbaren Stadt“ angesiedelt werden können.

Die neuen Hühner mitten in der Stadt legen pro Tier etwa fünf bis sechs Eier pro Tag. Es ist beabsichtigt, diese Eier im Fair-Regio-Laden zu verkaufen. Dort könnte es auch das Hühnerfleisch geben, wenn die Tiere geschlachtet werden. Denn das werden sie definitiv, wie die Schafe und die Schweine auf der Permakultur. „Das gehört zu einer Landwirtschaft eben dazu“, sagt Hütten.

Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich, die Hühner nicht zu füttern. Nicht nur, dass die Gesundheit der Tiere gefährdet werden könnte - unkontrollierte Fütterungen ziehen natürlich Ratten an. Deshalb wird der Graben täglich auf Futterreste abgesucht, die die Mitarbeiter sofort entfernen.

Während die Hühner das neue Element in der „Essbaren Stadt“ sind, läuft das Projekt ungebremst weiter. Auch in diesem Jahr können sich die Bürgerinnen und Bürger auf etwa 100 Obst- und Gemüsesorten freuen, die vor allem im Bereich des Schlossgartens, auf dem Spielplatz am Mariendom und am Helmwartsturm heranwachsen. Eine größere Spende an Obstbäumen und -sträuchern bereichert ebenfalls die „Essbare Stadt“: Himbeere, Johhanisbeere, Kiwi, Gajibeeren und Stachelbeeren. Außerdem finden die Bürgerinnen und Bürger Pfirsich, Mandel, Äpfel, Birnen, Kräuter, Bohnen, Zuchchini, Salate, Kürbis, Kartoffeln, Mangold und vieles mehr in ihrer Stadt. Wegen des langen Winters „hinken“ die Pflanzen zwar etwas hinterher, aber geerntet werden kann im Spätsommer/Herbst trotzdem - wenn auch vier Wochen später als in den vergangenen Jahren.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Andernach

Im Graben des Schlossgartens tummeln sich jetzt acht Hühner. Extra für sie wurde ein hübsches Hühnerhaus angefertigt. Die Tiere sorgen jetzt für noch mehr Leben in der „Essbaren Stadt“. Foto: Stadtverwaltung/Maurer

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dusch WC - Unterboden
Wir helfen im Trauerfall
Titel 24H Notdienst
Heimat aktiv erleben
Stellenanzeige Bürokraft
Empfohlene Artikel
11

Andernach. Das Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen und kann das Risiko für Schlaganfälle maßgeblich erhöhen. Am 03. November um 17:00 Uhr informiert das St. Nikolaus-Stiftshospital im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung ausführlich über die Erkrankung. Das Kardiologen-Team rund um Chefarzt Dr. Ralph Rüdelstein erläutert, was man unter Vorhofflimmern versteht und welche Maßnahmen vorbeugend helfen.

Weiterlesen

In Bekond wurden die Siegerweine und -brände gekürt. Hier gratuliert Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper den erfolgreichen Brennerinnen und Brennern.
60

Bei der Landeswein- und Sektprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz wurden in Bekond die erfolgreichsten Winzerinnen und Winzer sowie Brennerinnen und Brenner ausgezeichnet. Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper, Mittelrhein-Weinprinzessin Jill Rüttgen und Weinmajestät „Burgundia“ Jona Marie Esser aus Ahrweiler überreichten die Urkunden für die Siegerweine und Siegerbrände. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
426

Montabaur/Frankfurt. Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, kam es ab etwa 20:30 Uhr zu einer Verfolgungsfahrt von Frankfurt am Main über die A3 in Richtung Köln. Ein mit zwei Personen besetzter VW Polo mit Wiesbadener Kennzeichen sollte nach einem Verkehrsverstoß in Frankfurt einer Kontrolle unterzogen werden. Der Fahrer entzog sich der Kontrolle und flüchtete über die A 3 in Richtung Köln.

Weiterlesen

Die Wandergruppe des Eifelvereins Andernach vor dem Hotel „Alte Post“ in Oberammergau
435

Andernach. Im Oktober veranstaltete der Eifelverein Andernach eine Mehrtagesfahrt nach Oberammergau. Der Ort ist für die zahlreichen, mit kunstvoller Lüftlmalerei verzierten Häuser, seine Schnitzkunst und vor allem für die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele bekannt. Dagmar Müller hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, und da es auch das Wetter gut mit den 28 Urlaubern meinte, standen der Reisegruppe ein paar schöne Tage bevor.

Von Dagmar Müller aus Andernach

Weiterlesen