Allgemeine Berichte | 25.10.2015

Tierschutzverein und Tierheim Andernach informieren

In Feld- und Waldgebieten auf Wildwechsel achten

Vor allem in der Dämmerung sind Wildtiere auf Nahrungssuche und überqueren dabei auch Straßen. privat

Andernach. Mit der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit steigt für Autofahrer die Wildunfall-Gefahr. Indem die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wird, fällt der Berufsverkehr weitestgehend genau in die Dämmerung und somit in die Zeit der Nahrungssuche von Wildtieren.

Neben unzähligen Igeln, Mardern, Greif- und Singvögeln sterben jedes Jahr im Durchschnitt allein etwas 200.000 Rehe und über 20.000 Wildschweine im Straßenverkehr. 247.000 Wildunfälle ereigneten sich nach Angaben der deutschen Versicherer allein im Jahr 2014. Dabei kann jeder Autofahrer einen Beitrag zur Reduzierung der erschreckend hohen Tieropferzahl leisten, indem man gerade in Risikogebieten die Geschwindigkeit anpasst, so appelliert der Tierschutzverein Andernach an alle Autofahrer.

Besonders gefährlich sind Straßen durch Feld- und Waldgebiete - auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen. Zur Vorbeugung ist dort immer eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise sinnvoll.

So lange herannahende Fahrzeuge nicht schneller als 50 bis 60 km/h fahren, haben Wildtiere zumindest noch eine Chance zur Flucht. Autofahrer sollten einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten. Nur so hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen. Taucht Wild am Straßenrand auf, kann man versuchen, es durch lautes Hupen auf die Gefahr aufmerksam zu machen und vom Straßenrand zu vertreiben. Die Schweinwerfer aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil. Das grelle Licht kann die Tiere verwirren und ihnen jede Orientierungsmöglichkeit nehmen.

Oft geraten sie erst dadurch wirklich in Gefahr. Zudem ist zu beachten, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgen.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, ist umgehend die Unfallstelle abzusichern und die Polizei vor Ort zu informieren. Jeder Fahrzeugführer hat die ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern. Auch eine Person, die den Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln, so die Bitte des Tierschutzvereins Andernach.

Wer das Tierheim Andernach besuchen und unterstützen möchte, kann es täglich von 14 bis 17 Uhr. im Augsberweg 62 besuchen. Weitere Informationen unter Tel. (0 26 32) 4 43 43.

Vor allem in der Dämmerung sind Wildtiere auf Nahrungssuche und überqueren dabei auch Straßen. Foto: privat

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