Andernacher Herzseminar des St. Nikolaus-Stiftshospital
Infos über gefährliche Herzrhythmus- störungen und plötzlichen Herztod
Andernach. Das „Andernacher Herzseminar“ des St. Nikolaus-Stiftshospitals in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung befasste sich in diesem Jahr mit dem Thema „Gefährliche Herzrhythmusstörungen – plötzlicher Herztod“. Herzrhythmusstörungen sind eine sehr häufige Erkrankung. Zum Teil werden sie vom Patienten als ein „Herzstolpern“ bemerkt, manchmal werden sie subjektiv gar nicht wahrgenommen. Die meisten Herzrhythmusstörungen sind völlig harmlos, auch wenn sie im Einzelfall als sehr störend empfunden werden können. Es gibt jedoch auch gefährliche Herzrhythmusstörungen, die zu einem plötzlichen Herztod führen können. „Geschätzt sterben über 65.000 Menschen in Deutschland jährlich an einem solchen plötzlichen Herztod“, legte Dr. Heinrich Degen, Chefarzt der Inneren Abteilung am St. Nikolaus-Stiftshospital, dar, „daher es wichtig, zwischen harmlosen und eventuell gefährlichen Herzrhythmusstörungen zu unterscheiden.“
Frühzeitige Erkennung einer Herzerkrankung ist der beste Schutz
Dr. Christoph Schittek, niedergelassener Kardiologe in Andernach, berichtete über die diagnostischen Möglichkeiten, Herzrhythmusstörungen zu erkennen. Ursache können sehr unterschiedliche Herzerkrankungen sein. Dr. René Schröder, kardiologischer Oberarzt am St. Nikolaus-Stiftshospital, erläuterte, welche Herzerkrankungen dabei eine Rolle spielen: „Der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod ist die frühzeitige Erkennung einer zugrundeliegenden Herzerkrankung.
Hochrisikopatienten können durch die moderne Medizin ermittelt und mit einem implantierbaren Defibrillator geschützt werden. „Ein solches Gerät rettet den Patienten vor dem plötzlichen Herztod“, so Dr. Alexander Hoppe, kardiologischer Oberarzt am St. Nikolaus-Stiftshospital. Der plötzliche Herztod tritt am häufigsten im häuslichen Umfeld auf. Wiederbelebungsmaßnahmen müssen sofort begonnen werden. „Jeder sollte in der Lage sein, in einer solchen Situation schnell und richtig zu reagieren“, betonte Dr. Degen. „Dann hat der Betroffene eine Chance.“
Reanimationstraining unter professioneller Anleitung
Die Besucher der Veranstaltung erhielten Gelegenheit, an Reanimationspuppen unter der Anleitung von Intensivmediziner Dr. Ralph Lohner und den Intensiv-Pflegefachkräften Nikola Lohner und Jörg Zissener Wiederbelebungsmaßnahmen aktiv zu trainieren. Da körperliche Aktivität ein wichtiger Baustein für die Herzgesundheit ist, fand auch wieder eine „aktive Pause“ statt. Sandra Manthey vom Zentrum für Prävention und Therapie brachte alle Teilnehmer mit gymnastischen Übungen in Schwung.
„Andernacher Herzseminar“ seit mehr als 25 Jahren
Dr. Degen blickte zum Abschluss auf mehr als 25 Jahre „Andernacher Herzseminar“ zurück. Im kommenden Jahr wird er die Leitung der erfolgreichen Seminar-Reihe an seinen Nachfolger als Chefarzt, Dr. Ralph Rüdelstein, abgeben. Dr. Degen wird aber auch mit Erreichen des Rentenalters in Teilzeit weiter kardiologisch am St. Nikolaus-Stiftshospital tätig sein.
Pressemitteilung
St. Nikolaus-Stiftshospital GmbH
