Workshop im Haus der Familie Andernach
„Integration in der Praxis”
Andernach. Kürzlich lud das Haus der Familie zu einem Workshop unter der Leitung von Mahnaz Loosen (HDF) und Wolfgang Lübke über das Thema – „Integration in der Praxis“ – ein. Ziel dieses Workshops sollte sein, den anwesenden Gästen in Beispielen zu vermitteln, wie funktioniert eine Integration in der Praxis? Geeignet ist dieser Workshop für Mitbürger und Mitbürgerrinnen, die mit Migranten Berührungspunkte haben.
Nach der Begrüßung durch Frau Krüger (HDF) begannen beide Referenten mit ihrem Beitrag zu diesem brisanten Thema. Frau Loosen berichtete anhand von Beispielen und Erfahrungen aus ihrer Praxis und erklärte den Anwesenden, dass beide Seiten sich Zeit geben müssen, um einander ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, da viele dieser Menschen teilweise schwere Schicksalsschläge hinter sich haben. Beide Referenten sagten, man müsste am Anfang eine Brücke bauen zu diesen Menschen die auf Säulen und Bausteine wie: Sprache und Kommunikation, Zugehörigkeit, Kontakte, Verständnis, Information, persönliches Engagement und Bewusstseinserweiterung erbaut wird. Herr Lübke erwähnte in seinem Referat, dass der Punkt – persönliches Engagement – einen hohen Stellenwert einnimmt. Hierzu gehören Vertrauen und Toleranz. Langsames Vertrauen aufbauen, sich Zeit geben, Verständnis aufbringen sowie Hilfe leisten und Misstrauen abbauen.
Die anwesenden Gäste wurden zwischendurch gebeten, ihre Meinung zu diesem Thema zu äußern und nahmen auch regen Anteil daran.
Es konnten dadurch viele Punkte geklärt und teilweise auch an die beiden Referenten Vorschläge oder Anregungen herangetragen werden, die diese auch gerne für ihren weiteren Aufbau des Programms entgegennahmen. Erwähnt wurde auch von Frau Loosen, dass vieles ohne die ehrenamtlichen Helfer nicht möglich wäre und das man auch diesen Leuten einen großen Dank aussprechen muss. Integration ist daher eine Aufgabe von grundlegender nationaler Bedeutung. Sie kann nicht von oben verordnet werden, weder der Mehrheit noch der Minderheit, sondern muss gelebt werden. Integration sollte immer auf gleicher Augenhöhe stattfinden, mit gegenseitiger Achtung. Miteinander entsteht, wenn Menschen sich willkommen fühlen und in allen Lebensbereichen gleichberechtigt teilhaben.
Denn Integration geht uns alle an. Dieser interessante und aufschlussreiche Workshop wurde von allen teilnehmenden Gästen gut angenommen und sollte den beiden Referenten Mut machen für weitere Veranstaltungen dieser Art. Nicht nur im Haus der Familie, sondern auch in Schulen, Ämtern und anderen Institutionen, wenn es gewünscht wird.
In ihren Abschlussworten dankte Frau Krüger Frau Loosen und Herr Lübke für diesen gelungenen Workshop und den Gästen für die Teilnahme daran und wünschte beiden Referenten für die Zukunft alles Gute. Beide sagten, dass sie an ihrem Programm „Integration in der Praxis“ auch anderen Menschen in Zukunft teilhaben lassen und es weiter ausbauen wollen.
