Zum zweiten Mal erhielten 16 neue Mitbürger mit Migrationshintergrund ihre Zertifikate
Integrationskurs der VHS wieder erfolgreich abgeschlossen
Andernach. Bei der Integration von ausländischen Bürgern ist die deutsche Sprache ein elementarer Schlüssel - auch was die berufliche Zukunft anbelangt. Deshalb sind nach dem neuen Ausländerrecht Zuwanderer zur Integration und zum Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse verpflichtet. Dieser Verpflichtung hat sich zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Gruppe von 16 neuen Mitbürgern aus Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm bei der Volkshochschule Andernach gestellt und an einem Integrationssprachkurs am Nachmittag teilgenommen. Jetzt haben die 16 TeilnehmerInnen dieses Integrationskurses nach erfolgreichem Abschluss ihre entsprechenden Zertifikate aus den Händen von Bürgermeister Claus Peitz und VHS-Geschäftsführer Günter von Blohn während einer Feierstunde im historischen Rathaus erhalten.
Innerhalb von sechs Monaten erlernten die Teilnehmer bei täglich fünf Unterrichtsstunden am Vormittag die deutsche Sprache in Wort und Schrift. Nach dem Sprachkurs erhielten die MigrantInnen in einem sich nahtlos anschließenden Orientierungskurs Einblicke in das politische, soziale und rechtsstaatliche System der Bundesrepublik Deutschland, wobei auch Grundlagen der deutschen Geschichte und Kultur vermittelt wurden.
Schließlich haben sich die neuen Mitbürger nach intensiver Sprachschulung im Januar 2015 der Abschlussprüfung für das Zertifikat Deutsch für Zuwanderer (DTZ) unterzogen. Durch das erfolgreiche Ablegen dieser Zertifikats-Prüfung - neun der TeilnehmerInnen erreichten dabei das Sprachniveau B 1 - dokumentieren die Absolventen die erworbene sprachliche Handlungsfähigkeit in Deutsch und somit auch den bedeutsamen Schritt zur Integration nach außen, insbesondere für eine erfolgsversprechende Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Bürgermeister Peitz gratulierte den TeilnehmerInnen zu ihren Leistungen und wünschte ihnen weiterhin den viel Erfolg bei der Ausgestaltung ihres Lebens in der neuen Heimat. Dabei überbrachte der Bürgermeister den AbsolventInnen auch Glückwünsche von Lothar Kaspers, als zuständigem Regionalkoordinator bei der Außenstelle Trier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Danach sprach Markus Ohlig als zuständiger Koordinator beim Jobcenter Mayen-Koblenz den Anwesenden ebenfalls die besten Wünsche zu den erbrachten Leistungen aus.
Abschließend dankte der Leiter der Volkshochschule Andernach der Dozentin Lilli Schmidt für die lebendige und erfolgreiche Gestaltung des Unterrichts wie auch Jasna Vujinovic für das große Engagement bei der Integrationsbegleitung der Teilnehmer. Auch schloss Bürgermeister Peitz die zuständigen Ansprechpartner bei den Migrationserstberatungsstellen, der AWO Rheinland sowie dem Caritasverband Koblenz für die darüber hinausgehende sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während des Integrationskursbesuchs in seine Dankesworte ein.
„Sprechen und arbeiten“
Seit März 2007 bieten das Jobcenter Mayen-Koblenz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das besondere Projekt an: Unter dem Motto „sprechen und arbeiten“ wird arbeitslosen Zuwanderern vormittags nicht nur die Sprache ihrer neuen Heimat, sondern auch deren Kultur näher gebracht. Nachmittags werden die Teilnehmer, sofern möglich, in sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGHs) beschäftigt. Grund für dieses bundesweit beispielhafte Kooperationsprojekt, an welchem in Andernach neben den oben genannten Initiatoren die Volkshochschule Andernach als Sprachkursträger, die Perspektive gGmbH als Beschäftigungsgesellschaft sowie die Integrationsbegleiterin Jasna Vujinovic beteiligt sind, ist die Erkenntnis, dass Menschen, die kaum Deutsch sprechen, auf dem Arbeitsmarkt so gut, wie keine Chancen haben. Dementsprechend werden auch im neuen Jahr 2015 weitere Integrationssprachkurse am Vormittag, aber auch am Nachmittag im Schulungszentrum Stadthausgalerie der Volkshochschule Andernach anlaufen.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
