Allgemeine Berichte | 25.10.2019

Waterlove begeisterte mit selbstgemachter Zahnpasta

Interaktiv Umweltproblematiken lernen und verstehen

Staatssekretär Thomas Griese von dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hielt die Eröffnungsrede in passender Kulisse des Museums. Fotos: Mühlbauer

Andernach/Koblenz. Das Mosellum in Koblenz ist als interaktive Ausstellung ein wichtiger Bildungsvermittler, wenn es um die Gewässer und deren Bewohner geht. In dem Besucher- und Informationszentrum steht die Fischwanderung im Moseltal sowie die Schifffahrt und die Stromerzeugung im Fokus. In einer Auftaktveranstaltung wurde nun das neue Konzept und der neue Projektbetreiber, BUND Rheinland-Pfalz, gebührend gefeiert. Auch Natalie Karij von Waterlove durfte dank der Leiterin Helene Kraniotakes im Mosellum ausstellen und einen Workshop mit den kleinen Museumsbesuchern starten. Die Kinder lernten dabei: „Wie kann ich meinen Tag nachhaltig gestalten?“ Eine besonders spannende Aktion war dazu die Zahnpasta selbst machen – ganz einfach in wenigen Schritten. Die Auftaktveranstaltung im Mosellum Koblenz begann mit einer Eröffnungsrede von Staatssekretär Thomas Griese vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, das Träger des Museums ist. Er zeigte große Anerkennung für die neue Konzeption und das Team, das alles rund um die Themen des Mosellum an die Besucher – ob groß oder klein – weitergibt. Seit der Wiedereröffnung im März hat sich einiges getan: neben den neuen pädagogischen Ansätzen gibt es nun freien Eintritt ins Museum. Außerdem ist der rheinland-pfälzische BUND neuer Träger des Besucherzentrums an der Mosel. BUND-Vorsitzende Sabine Yacoub ist ebenfalls begeistert von den neuen Entwicklungen. Die Veränderungen haben sich vor allem auch in den Besucherzahlen bemerkbar gemacht. Als nach dem Ende der Buga 2011 die Zahlen gesunken sind, fanden nun im Jahr 2019 bereits mehr als 9000 Neugierige in die Ausstellungsräume an der Mosel. Somit gab es einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr. Auch an dem Tag der feierlichen Auftaktveranstaltung fanden viele Interessierte in das Museum und durften im Anschluss an die Reden gemeinsam mit dem Team des Mosellum an einer Führung teilnehmen. Auf die Kleinen wartete an diesem Tag eine ganz besondere Aktion – Natalie Karij von Waterlove baute nicht nur zahlreiche Alltagsprodukte zur Anschauung auf, die Kinder durften außerdem selbst mitmachen und ihre eigene Zahnpasta kreieren. Noch bevor es losging mit dem Rühren und Mischen, erklärte die Gründerin von Waterlove an einer Reihe von Alltagsprodukten, wie jeder diese durch plastikfreie Alternativen austauschen kann. Manches kannten die Kinder selbst schon von Zuhause, anderes überraschte sie. Dass es Zahnbürsten aus Holz gibt und Seife auch statt Shampoo und Duschgel genutzt werden kann, ist vielen erst nicht bewusst. Und vor allem wieviel Plastikmüll all diese Dinge wirklich verursachen – darunter eben auch die Zahnpasta. Mit einfachen Zutaten wie Kokosöl, Xylit, Natron, Pfefferminzöl, Kurkuma, Salbei und Rosenblättern konnte sich jedes der Kinder eine eigene, individuelle Paste zusammenrühren. Und das Ganze wird in einem kleinen Gläschen umweltfreundlich verpackt. Selbst Erwachsene sind zum Teil überrascht, wie einfach das Selbstmachen wirklich ist. Zum einen wird so die Plastikverpackung aus dem Verkauf überflüssig, zum anderen kann sich jeder selbst sicher sein, was genau in der eigenen Zahnpasta ist. Neben dem Spaß beim Mischen und Zusammenstellen, war der Workshop vor allem sehr lehrreich für den eigenen Alltag. Insgesamt war die Zusammenarbeit mit dem Mosellum ein voller Erfolg. Wer solche Aktionen unterstützen möchte, kann sich auf www.waterlove.world informieren und spenden.

Natalie Karij von Waterlove und Biologin Helene Kraniotakes, neue Projektleiterin im Koblenzer Mosellum, freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit zur Auftaktveranstaltung.

Natalie Karij von Waterlove und Biologin Helene Kraniotakes, neue Projektleiterin im Koblenzer Mosellum, freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit zur Auftaktveranstaltung.

Staatssekretär Thomas Griese von dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hielt die Eröffnungsrede in passender Kulisse des Museums. Fotos: Mühlbauer

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