Jahreshauptversammlung der Wirtschaftlichen Arbeitervereinigung (WAV) Nickenich
Investition zur Stärkung der Infrastruktur beschlossen
Nickenich. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken, der Feststellung einer ordentlichen Kassenführung und der Entlastung des Vorstandes leitete Heinz Renz die Neuwahl des Vorstandes. Als neue 2. Vorsitzende wählte die Versammlung Tatjana Boos und bestätigte die übrigen Positionen.
Anhebung der Gemeinde- steuern einstimmig beschlossen
Im kommunalpolitischen Bericht erläuterte Ortsbürgermeister Gottfried Busch die im vergangenen Jahr durchgeführten und im laufenden Jahr anstehenden Vorhaben zur Stärkung der Infrastruktur der Gemeinde Nickenich. Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro für die Erneuerung von Straßen, den Umbau des Sportplatzes und des Untergeschosses der Grundschule, den Neubau einer Kindertagesstätte und die Sanierung und Erweiterung der Pellenzalle, einstimmig im Gemeinderat beschlossen, sichern die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde. Die Realisierung der Neubaugebiete „Eckertshohl“ und „Am Affenberg“ sowie die Erstellung des Gewerbegebietes „Auf Loh“ gehen trotz langwieriger Entscheidungsprozesse voran. Besondere Erwähnung fand die beachtliche Eigenleistung des Sportvereins im Zusammenhang mit der Renovierung des Sportplatzes. Die WAV konnte hierzu im Rahmen ihrer Mittel einen bescheidenen Spendenbeitrag leisten.
Hans Egon Schwarz stellte die Arbeit der Fraktion der WAV im Gemeinderat dar und ging besonders auf den Haushaltsplan für 2018 ein. Der Beschluss des Gemeinderats, ebenfalls einstimmig, die Gemeindesteuern anzuheben, fiel nicht leicht, war aber unumgänglich. Nicht nur die Finanzmittel für notwendige Investitionen und deren Folgekosten sind aufzubringen. Als „gewaltige Brocken“ erweisen sich die Erhöhungen der Umlagen für die Verbandsgemeinde und den Kreis. Steuermehreinnahmen für die Gemeinde Nickenich von 443.000 Euro stehen Umlageanhebungen für Verbandsgemeinde und Kreis von 462.000 Euro gegenüber. Noch nicht einmal ein Nullsummenspiel ist festzustellen. Bei allem Verständnis für die vielfältigen Verpflichtungen von Verbandsgemeinde und Kreis bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
Bürgerfest kam gut an
Rückblickend hob Hans Egon Schwarz die positive Resonanz hervor, die anlässlich des 90-jährigen Bestehens der WAV im vergangenen Jahr festzustellen war. Ein rundum gelungenes Bürgerfest gab Veranlassung, auch in diesem Jahr am 15. September eine ähnliche Veranstaltung durchzuführen. Auch die Teilnahme am Weihnachtsmarkt ist gut angekommen. Aus dem Erlös spendet die WAV 300 Euro für Spielgeräte des neuen Kindergartens.
Nachfragen aus dem Kreis der Anwohner im Neubaugebiet „Weiler“ zur Verkehrssituation dort, werden zwecks Klärung vor Ort an die Gemeindeverwaltung weitergegeben.
In Sachen Pellenzmuseum steht die WAV zu der Aussage, dass grundsätzlich der Standort in Nickenich sein sollte. Hier erwartet man vor einer Entscheidung die Feststellung der voraussichtlichen Kosten für eine Herrichtung im alten Rathaus.
Zum Schluss der Versammlung wies der 1. Vorsitzende Hans Egon Schwarz auf die im kommenden Jahr stattfindenden Wahlen zum Gemeinderat hin, für die rechtzeitig die erforderlichen Schritte auf den Weg gebracht werden müssen.
