Jungen Menschen den Weg für die Zukunft ebnen
Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der Mayener Genoveva Schule - Ein Schulgebäude, das sich den Bedürfnissen seiner „Bewohner“ anpasst.
Mayen/Region. Es war schon imposant, als bei der Einweihungsfeier aus vielen Schülerkehlen ein Lied zur Begrüßung der Gäste erklang: „Herzlich willkommen, ihr lieben Leute - in unsrer Schule begrüßen wir Euch heute“.
Und es gibt viele gute Gründe zu feiern, wenn ein Projekt von der Bedeutung und Größenordnung der umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Genovevaschule in Mayen, der Förderschule mit dem Schwerpunkt „Ganzheitliche Entwicklung“, fertiggestellt ist.
Doch außer den Schülerinnen und Schülern, ihrer Schulleiterin Ingrid Droste, den Lehrpersonen, Eltern und den vielen Gästen, aus Politik, Wirtschaft und Geistlichkeit, freute sich ganz besonders Landrat Dr. Alexander Saftig über das gelungene Werk. „Kindern den Weg für Ihre Zukunft zu ebnen, ihnen beizubringen, was sie für ihre Zukunft benötigen, das war und ist unser großer Konsens in Mayen-Koblenz“, resummierte ehe er in seiner Ansprache einen kleinen Einblick in den schulischen „Werdegang“ gab. Seit dem 1. Oktober 1978 war die Genovevaschule im ehemaligen Gebäude des Kreiskrankenhauses St. Elisabeth untergebracht. Insbesondere aufgrund gestiegener Schülerzahlen, von 28 auf aktuell 42 waren die dort zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht mehr auskömmlich. Daneben fehlten diverse medizinische Räume, wie zum Beispiel ein Therapieraum, ein Krankengymnastikraum oder ein Arztzimmer. Nahezu alle Klassenräume waren zu klein.
„Wir mussten eine Entscheidung treffen und zwar schnell“, so der Kreischef. Nach längerer Suche fiel diese 2012 auf den Standort Albert Schweitzer Realschule Plus in Mayen. Der Kreisausschuss gab „Grünes Licht“ dazu. Viele Hände haben dazu beigetragen, diese im Gesamtvolumen 545 000 Euro teuren Baumaßnahmen erfolgreich umzusetzen: Die Verantwortlichen des Landes Rheinland-Pfalz, die Schulleitung, die Fachabteilung im Kreishaus, die Architekten Jörg Fischer & Michael Summerer, aber auch die ausführenden Handwerksbetriebe halfen mit. Es wurden umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt um dem Anforderungsprofil der neuen Nutzung zu entsprechen. „Da mussten in den acht Klassen- und Fachräumen Ausstattungen zum Bügeln, waschen, oder Kochen in der Lehrküche eingerichtet werden“, wie die beiden Architekten informierten.
„Insbesondere erfolgte der Einbau einer Aufzuganlage und von Sanitäreinrichtungen im Gebäude. Im Erdgeschoss wurde ein behindertengerechtes Bad mit Badewanne, Dusche und Waschgelegenheit geschaffen. In den weiteren Geschossen gibt es neue WCs für Schülerinnen und Schüler. Die angetroffenen Ausbauflächen mussten umfassend saniert werden, da zuvor ja andere Nutzungen vorlagen“, so die Experten beim Rundgang durch die Schule.
Wie von den Kreisgremien gefordert blieb die Genovevaschule, eine von fast 100 Bildungseinrichtungen innerhalb der Schullandschaft des Kreises, am Standort Mayen. Das freute natürlich auch Bürgermeister Rolf Schumacher: „Dies ist das Ergebnis einer sehr positiven Entwicklung. Denn es war auch der Stadt Mayen und unserer städtischen Politik, über alle Parteigrenzen hinaus, stets ein wichtiges Anliegen diese, in Mayen verwurzelte Schule in der Stadt zu erhalten. Es ist sehr sinnvoll das der leer stehende Gebäudeteil der ehemaligen Hauptschule „Hinter Burg“ zu einer gut ausgestatteten Förderschule umgebaut wurde“, freute sich Schumacher.
Dechant Mathias Veit und Pfarrerin Metje Steinau erbaten Gottes Segen für die Einrichtung und dabei der Schule ein Kreuz als Geschenk überreichten. Die glücklichen Schulleiterin, Ingrid Droste, strahlte die Freude für das Erreichte quasi aus den Augen: „Wir möchten in unserer Schule „Ganzheitliches Lernen“ vermitteln. Das bedeutet, alle Lernbereiche anzugehen, die Wahrnehmung, die Sprache, die Motorik, lebenspraktische, berufsbildende Ziele. Darüber hinaus auch um handwerkliche und hauswirtschaftliche Fähigkeiten zu vermitteln, damit die Schüler so gut wie möglich selbstständig denken und handeln. Wir möchten versuchen die uns anvertrauten jungen Menschen aufs Leben vorzubereiten“, wünschte sich die Schuldirektorin.
Die ehemalige Hauptschule „Hinter Burg“ wurde zur Förderschule.
Im Kunstraum bekam Landrat Dr. Saftig von den beiden Architekten viel Information.
Bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten herrschte gute Stimmung. (v.l.n.r.: Gaby Pauly, Abteilungsleiterin Sport der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Erster Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel, Bürgermeister Rolf Schumacher, Schulleiterin Ingrid Droste, Landrat Dr. Alexander Saftig und das Architekten-Duo Michael Summerer und Jörg Fischer).Fotos: BS
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