Lokalsport | 13.02.2014

HSV Rhein - Nette Handball Damenmannschaft

Klare Niederlage

VfL Hamm - HSV 36:23 (22:10)

Andernach. Mit Michelle Kurz konnten die HSV Damen nach der Weihnachtspause eine Spielerin präsentieren, die sich im ersten Spiel dieses Jahres mit tollen Aktionen hervorragend in die Mannschaft integrierte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber nach 2 Jahren fast ohne Handball war ich nach 60 Minuten total platt“, meinte Michelle. Aber nicht nur sie, sondern auch alle anderen Spielrinnen, mussten aufgrund des kleinen Kaders an ihre konditionellen Leistungsgrenzen gehen, da die HSV Damen nur mit sieben Feldspielerinnen, und davon einige auch noch angezählt, nach Hamm gereist waren. Verloren die HSV Damen das Hinspiel mit neun Toren Differenz (15:24), so waren es diesmal 13. Das ist eine klare Niederlage, aber eine differenzierte Betrachtung des Spiels lässt auch andere Schlüsse zu. Da keine wirkliche Mittespielerin verfügbar war, starteten die HSV Damen im 4-2 Angriffsmodus, konnten hier auch zunächst gute Akzente setzen und mit 1:2 in Führung gehen. Aber das sollte auch die einzige Führung sein, denn bis zur zehnten Minute gelang es Hamm, das Spiel auf 6:4 zu drehen. Eine Auszeit brachte nicht die erhoffte Neubelebung und aufgrund von technischen Fehlern und unglücklichen Abschlüssen, die Hamm ein um das andere Mal mit Tempogegenstößen bestrafte, fiel man über 9:4 und 17:8 bis zur Pause auf 22:10 zurück, womit das Spiel entschieden war. Hierfür war primär eine Spielerin von Hamm verantwortlich, die aber auch einen ausgezeichneten Tag hatte und fast jeder ihrer Würde sein Ziel fand. Dies kann man daran erkennen, dass 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ein Wurf der HSV von der Lattenunterkante wieder heraussprang, und von dieser Spielerin dann im direkten Gegenzug ein Schuss gegen den Innenpfosten ins Tor ging. „Wir haben heute in der Deckung nicht so homogen zusammengestanden, wie in den Spielen zuvor.

Das kann aber daran gelegen haben, das wir lange eine 5:1 Deckung gespielt haben, was dann am Kreis mehr Platz bietet. Außerdem hat Hamm eine Spielerin, die einen guten Tag hatte, da in der ersten Halbzeit fast jeder Wurf von ihr ein Treffer war, obwohl wir versucht hatten, sie mit der Einzeldeckung aus dem Spiel zu nehmen. Wenn man sich den Spielverlauf ansieht und das, was auf dem Feld geboten wurde, so entspricht die Anzeigetafel nicht dem gefühlten Spiel. Immer wieder wurden gute Kombinationen gezeigt, nur leider waren wir im Abschluss nicht konsequent genug oder es fehlte auch manchmal das gewisse Glück. Wenn man in Hamm was Zählbares erreichen will, dann muss alles stimmen. Schon die weitere Anfahrt, der kleine Kader oder auch Improvisationen bei der Aufstellung stören. Solche Umstände kann man nicht trainieren, dazu gehört Erfahrung, um mit so was entsprechend umgehen zu können und um dann auch frei aufzuspielen. Die Mannschaft hatte bis zum 8:4 eigentlich immer wieder die Möglichkeit, das Spiel eng zu gestalten, nur leider gelang dies nicht“, soweit die Analyse des Trainers Peter Geisen. Zwölf Tore in 30 Minuten aufzuholen ist fast unmöglich, wenn der Gegner nicht das Handballspielen einstellt. Insofern blieb den HSV Damen nichts anderes übrig, als ihren Kampfgeist auszupacken und die zweite Halbzeit so gut wie möglich zu bestreiten. Dies gelang auch insofern, als Teil zwei des Spiels mit 14:13 eng gestaltet werden konnte. Dies mag daran gelegen haben, dass Hamm ihre beste Werferin ein wenig herausholte, oder aber auch daran, dass sie durch die ständige Einzeldeckung nicht mehr so zum Abschluss kam oder aber das die HSV - Torfrau ihre Würfe entschärfen konnte. Alles im allem können die HSV Damen mit der Bilanz von 23 Auswärtstoren und einer Siebenmeterquote von über 60 Prozent, sowie mit dem was sie an Spielkombinationen gezeigt haben, mit Zuversicht an die nächsten Aufgaben herangehen.

Tamara Rother, Anna Bininda, Kirsten Franz (4/1), Jenny Siemann, Julia Filster (10/3), Sandra Mayer (3), Katharina Körber, Meike Hartig (3), Michelle Kurz (3/1)

Spielfilm: 1:2, 6:4, 9:5, 14:8, 18:9, 22:10 (Halbzeit), 23:15, 31:16, 32:19, 36:23

Statistik: VfL Hamm 36 (3/2) : HSV Rhein-Nette 23 (8/5)

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