Allgemeine Berichte | 27.09.2026, 16:51 Uhr

Kindgerechte Führung in Mülheim-Kärlich am Weltkindertag

Kleine Rätsel, große Begeisterung

Im Stadtmuseum erfuhren die Kinder, dass einst in Kärlich ein schönes Schloss stand. Das Modell des Gebäudes begeisterte die Kleinen.
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Mülheim-Kärlich. Geschichte muss nicht trocken und langweilig sein. Dies bewies die kindgerechte Stadtführung zum diesjährigen Weltkindertag.

Als Gästebegleiter war Horst Hohn unterwegs und nahm die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit ihren Eltern mit auf eine kurzweilige Entdeckungsreise durch Mülheim.

Seit mehr als 20 Jahren vermittelt „Der Ausscheller“ als eine Art „lebendiges Denkmal“ heimatkundliches Wissen. Der Mittelrheinbotschafter legt großen Wert darauf, den Menschen Geschichte unterhaltsam und anschaulich näherzubringen.

Bei der speziellen Führung für Kinder gab es dieses Mal unterwegs auch kleine Rätsel für die Jüngsten. Die Mädchen und Jungen waren aufgefordert, genau hinzuschauen und gemeinsam Hinweise zu entdecken.

Dabei erfuhren die kleinen und großen Teilnehmer unter anderem, welche besondere Bedeutung die Kirsche für Mülheim-Kärlich hat. So ging es beispielsweise darum, dass die Kirsche sogar bei der Namensgebung einer Schule eine Rolle spielt und sich auch im Heimatlied der Stadt wiederfindet. Die Kirschen am Kolpingplatz hatten die Kinder schnell gefunden, hingen diese doch noch in luftiger Höhe am Kirmesbaum.

Die Teilnehmerzahl war bewusst begrenzt worden. Schließlich sollte jedes Kind die Möglichkeit haben, alle Hinweise und Erklärungen aufmerksam mitzuverfolgen. Auch bei der Dauer setzte „Der Ausscheller“ bewusst auf eine kindgerechte Länge, damit die Konzentration erhalten blieb und der Spaß an der Geschichte im Vordergrund stand.

Zum Abschluss des kurzen Rundgangs ging es ins Stadtmuseum. Im dortigen Schulraum noch eine kleine „Hausaufgabe“: Ausmalbilder mit Motiven aus Mülheim-Kärlich wurden verteilt und konnten anschließend zu Hause kreativ gestaltet werden.

Das Konzept ging auf: Die kindgerechte Stadtführung war ein voller Erfolg und kam bei den Kindern bestens an. Und auch manches Elternteil räumt ein, noch etwas Neues gelernt zu haben. Nach dem Rundgang gab es bereits Nachfragen, wann die Führung wiederholt werde. Gleichzeitig wurde die Anregung geäußert, ein vergleichbares Angebot auch einmal im Stadtteil Kärlich durchzuführen.

Eine Neuauflage steht deshalb bereits fest: Spätestens am Weltkindertag 2027 wird es mit Sicherheit wieder eine kindgerechte Stadtführung geben (für Gruppen auch gerne auf Anfrage früher). Veranstalter wird dann wieder der Förderverein der kath. Kita am Schlossgraben sein, welchem der Erlös der diesjährigen Führung zu Gute kam. Insofern hatte die Führung am Weltkindertag für die Kinder einen doppelt guten Effekt. Da Horst Hohn sein heimatkundliches Wissen gerne generationenübergreifend weitergibt, wird es bereits im Oktober eine weitere Aktion geben – dieses Mal jedoch für Seniorinnen und Senioren: Am 16. Oktober 2026, um 15 Uhr, werden im Seniorenzentrum St. Peter alte Postkarten von Mülheim-Kärlich präsentiert.

Am Kolpingplatz machten die Kinder Bekanntschaft mit der Bronzefigur von Maria Baulig. Sie erfuhren, was es mit dem Teppischklopfer und dem Ausspruch „Marie-mach-Platz“ auf sich hat.

Am Kolpingplatz machten die Kinder Bekanntschaft mit der Bronzefigur von Maria Baulig. Sie erfuhren, was es mit dem Teppischklopfer und dem Ausspruch „Marie-mach-Platz“ auf sich hat. Foto: Svenja Illmer

Im Stadtmuseum erfuhren die Kinder, dass einst in Kärlich ein schönes Schloss stand. Das Modell des Gebäudes begeisterte die Kleinen. Foto: Svenja Illmer

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