Jugendschutz und -arbeit in Andernach
Kooperation trägt Früchte
Polizei, Streetworker und Ordnungsamt arbeiten zusammen
Andernach. Inzwischen gehören sie schon zu dem gewohnten Bild in den Straßen und bei den Festen in Andernach: die Vollzugsbeamten des Ordnungsamtes, die Streetworker der aufsuchenden Jugendarbeit und die Mitarbeiter der Polizei. Sie sind unterwegs in Sachen Jugendschutz und Jugendarbeit und suchen dabei den Kontakt zu den jungen Menschen. Diese Kooperation zwischen den beiden Ämtern und der Polizei trägt Früchte. Denn es geht mittlerweile längst nicht mehr hauptsächlich um Alkohol, Rauchen oder Lärmbelästigung. Inzwischen müssen diese Themen nämlich immer seltener angesprochen werden, denn das Verhalten hinsichtlich dieser Problematiken hat sich in den vergangenen Jahren merklich zum Positiven verändert. Die Gespräche drehen sich heute oft um ganz allgemeine Dinge, kleinere Sorgen und Probleme. Denn die Jugendlichen wissen, dass sich die Mitarbeiter der beiden Ämter und der Polizei für sie einsetzen, ihnen Tipps und Hilfen anbieten - aber auch auf das Jugendschutzgesetz hinweisen.
Bereits zu früherer Zeit gab es in Andernach Kooperationen zwischen dem Jugend- und dem Ordnungsamt sowie der Polizei, wenn es um Jugendschutz ging.
Diese haben sich in den vergangenen Jahren intensiviert und auf die verschiedensten Bereiche ausgeweitet. Seien es gemeinsame präventive Angebote in den Schulen, bei denen sich auch Mitarbeiter des Jugendzentrums und der Schulsozialarbeit mit ihrer Erfahrung beteiligen oder bei Dienstgängen an den Schulzentren, in der Innenstadt sowie eben bei den vielen Festen im Stadtgebiet. Mit der Zeit entstand, auch durch die Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der „Arbeitskreis Jugendprävention Andernach“. Dazu gehören inzwischen neben den bereits erwähnten Personen auch die Schulsozialarbeiter der weiterführenden Schulen, der Jobfux, die Jugendscoutin, die Drogenberatung und auch einige Lehrer. Gerade in und vor der Karnevalszeit ist der Arbeitskreis sehr aktiv. Schulbesuche mit Unterrichtseinheiten, an denen sich auch der Festausschuss des Andernacher Karnevals beteiligt und wertvolle Tipps gibt, Pausenaktionen in den Schulen, eine alkoholfreie Open-Air-Party am Schulzentrum sowie eine alkoholfreie Disco im Jugendzentrum erreichen viele junge Menschen. Hier klärt der Arbeitskreis auch verstärkt über die schwerwiegenden Gefahren der so genannten legalen Highmacher auf, die man auch als Kräutermischungen kennt. Die aufsuchende Jugendarbeit an den Schulen sowie im Stadtgebiet und auch in den Stadtteilen durch Polizei, Ordnungsamt und Streetworker vervollständigt das intensive Präventionsprogramm.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Andernach
