Lust auf Mathematik beim Känguru-Wettbewerb in der Grundschule Nickenich
Lampa-Stiftung überreicht Urkunden und Buchpreise
Nickenich. Fast 900 000 Schüler in den Klassenstufen drei bis dreizehn aller Schularten haben bundesweit am diesjährigen Känguru-Wettbewerb für Mathematik teilgenommen. Das allein schon unterstreicht die Bedeutung der Mathematik in Schule, Arbeitsleben und Gesellschaft. Und die dritten und vierten Schuljahre der Grundschule Nickenich sind erneut dabei gewesen. Manche älteren Erwachsenen kokettieren damit, in Mathematik nur schwach gewesen zu sein. Eine solche Einstellung will der bundesweite Känguru-Wettbewerb erst gar nicht aufkommen lassen. Im Gegenteil: Mit 24 Problemstellungen aus dem Alltag, die im Ankreuzverfahren gelöst werden müssen, soll schon bei jüngeren Schülern die Freude am mathematischen Denken, an logischen Schlussfolgerungen und sorgfältigem Schätzen geweckt und gefördert werden. Die Aufgaben sind darum fast durchweg sehr anregend, heiter, ein wenig unerwartet. Im Teil A galt es für die Schüler zum Beispiel herauszufinden, welche beiden der fünf abgebildeten Häuser aus denselben geometrischen Figuren gelegt worden waren. Etwas anspruchsvoller waren die Aufgaben aus Teil B. Hier war z.B. ein Strauß Blumen abgebildet, der von innen an das Schaufenster eines Blumenladens gemalt worden war. Die Kinder sollten nun entscheiden, wie der Strauß wohl von draußen aussähe. Im letzten und schwierigsten Bereich ging es unter anderem darum, die Ziffern null bis sechs so in die abgebildeten Kästchen zu verteilen, dass eine sinnvolle schriftliche Additionsaufgabe entstand. Die bei Schülern häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen, Trockenen der Mathematik soll etwas aufgebrochen oder mindestens angekratzt werden - und, wie die Resonanz auch in Nickenich zeigt, gelingt dies sehr gut. Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind, bei einem weiteren Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden; hinzu kommen eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind.
Für die Lampa-Stiftung, die Erziehung, Bildung und Ausbildung im Bereich der Pellenz fördern will, war das ein gebotener Anlass, die elf Besten der Grundschule auf den Plätzen eins bis drei diesem Wettbewerb auszuzeichnen. Das entwickelte sich zu einem kleinen Schulfest mit allen Schülern, die mit Applaus nicht sparten. Klaus Bell und Wolfgang Redwanz überreichten als Mitglieder des Stiftungsrates Urkunden und Buchgutscheine als Anerkennung und Motivation für den weiteren Bildungsweg. Man hatte sich bewusst für Buchgutscheine entschieden, um mit der Lesekompetenz auf einen weiteren Bildungsschwerpunkt zu verweisen. Der Schulleiterin Frau Fuchs und der Lehrerin Martina Wilbert wurde Dank ausgesprochen für ihr Engagement bei diesem Wettbewerb.
