Bezirksliga Mitte
Last Minute-Patzer im Aufstiegskampf
FSG Bengen - SG 99 Andernach 2:2 (0:0)
Grafschaft-Leimersdorf. Einen ganz bitteren Punktverlust mussten die Andernacher am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz in Leimersdorf hinnehmen. Bengen bot dem Tabellenführer zwar lange Zeit Paroli und hielt engagiert dagegen, kurz vor Spielende sahen die Gäste jedoch wie der sichere Sieger aus und musste sich dennoch schließlich mit einem Punkt zufriedengeben. Dass es kein leichter Nachmittag für die SG 99 werden sollte, deutete sich bereits in der Anfangsphase an, als man den Bengenern immer wieder Räume bot, sich selber im Spiel nach vorne jedoch recht schwer tat. Nach einem Eckball von Zekirja Bajcinca hätte Sergej Reich die Gastgeber gar früh in Führung bringen können, köpfte jedoch am kurzen Pfosten knapp vorbei (6.). Auch Christoph Ferenc sorgte mit seinem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze für reichlich Gefahr, Lukas Weis konnte den Ball nur mit Mühe auf die Torlatte fausten (15.). Eine klare Struktur fehlte den Gästen über die gesamte erste Halbzeit hinweg und dennoch spielten sich die gefährlichen Szenen in der Folge erstmals nur noch vor dem Bengener Tor ab. Nach schönem Zuspiel von Hakan Külahcioglu kam Daniel Kossmann frei zum Abschluss, doch FSG-Keeper Tobias Wäsch klärte mit dem Fuß zur Ecke (22.). Philip Oster kam dann noch nach einem Kim-Kossmann-Freistoß frei zum Kopfball (31.), konnte aber ebenso wie Daniel Kossmann per Fuß (39.) und Tim Schneider per Kopf (45.) nicht für die durchaus mögliche Halbzeitführung sorgen. Nach der Pause brachten die Gäste dann endlich mehr Tempo in die Partie, spielten engagierter nach vorne, zeigten sich nur am gegnerischen Strafraum zunächst nicht clever genug. Eine schöne Kombination führte dann schließlich zum Führungstreffer:
Ein Doppelpass der beiden eingewechselten Burim Zeneli und Daniel Neunheuser brachte Zeneli auf Außen in gute Position, sein flaches Zuspiel ins Zentrum nutzte der aufgerückte Johann Rehan zum 0:1 (70.). Doch Bengen blieb auch nach dem Rückschlag dran, steckte nicht auf und erspielte sich nun auch wieder gefährlichere Aktionen. Tim Rieder prüfte Lukas Weis von der Strafraumgrenze, Andernachs Keeper konnte jedoch zur Ecke abwehren (81.). Zur scheinbaren Vorentscheidung kam es dann nach einem Eckstoß von Kim Kossmann: Nach Pingpong im Bengener Strafraum landete der Ball bei Kevin Kowalski, der am langen Pfosten zum 0:2 einnickte (84.). In derselben Minute hätte Kim Kossmann gar auf 0:3 erhöhen können, scheiterte jedoch frei stehend an Tobias Wäsch. Die Pflichtaufgabe für Andernach schien dennoch erfüllt, bis kurz vor Schluss noch einmal Spannung aufkam. Die Gästeabwehr scheiterte mehrmals mit Klärungsversuchen im eigenen Strafraum, Alban Bardiqi setzte energisch nach und traf aus dem Gewühl heraus zum 1:2 in den rechten Torwinkel (89.). Andernach wurde nun nervös, kam kaum noch dauerhaft in Ballbesitz und verursachte mehrmals unnötige Freistöße rund um den eigenen Strafraum. Einmal zitterten sich die Gäste noch durch, als Lukas Weis einen ersten gefährlichen Bardiqi-Freistoß geradeso aus dem Eck fischte (90.+2). Doch eine Minute später flog der Ball nach einem weiteren solchen Freistoß durch die mittlerweile komplett ungeordnete „beste Abwehr der Liga“, trudelte vom Innenpfosten über die Linie und landete schließlich zum nicht mehr für möglich gehaltenen 2:2-Ausgleich im Tor (90.+3). Andernachs Trainer Josef Kowalski zeigte sich nach der Partie verständlicherweise geschockt: „Wenn du 2:0 führst, darfst du dir das Ding nicht mehr nehmen lassen. Das war eigene Dummheit, die Nerven liegen blank.“
Vorschau: Am kommenden Sonntag wird sich zeigen, wie die erfolgsverwöhnten Andernacher diesen Rückschlag verkraften werden. Um 15 Uhr wartet auf dem Kunstrasenplatz am Bassenheimer Weg mit dem TuS Oberwinter einer der beiden direkten Konkurrenten um den Aufstieg, drei Punkte sind in diesem Duell nun wohl Pflicht für die Gastgeber.
Andernach: Weis, Rehan, Külahcioglu (42.Zeneli), D. Kossmann, K. Kossmann, Oster, Thelen, Schneider (72. Kowalski), Schmitz, Rörig, Egorov (64. Neunheuser).
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