Neujahrsempfang der Andernacher FDP
Liberaler Direktkandidat für die Bundestagswahl stellte sich vor
Andernach. „Wir stehen für Familie“, „Wir stehen für weniger Barrieren“. Mit solchen Sätzen, die nicht jeder zwangsläufig den Liberalen zuordnen würde, startete Judith Lehnigk-Emden, Vorsitzende des Stadtverbands und einzige Liberale im Rat der Stadt Andernach, in den Neujahrsempfang im Historischen Rathaus. Lehnigk-Emden berichtete von Initiativen im Rat, von Prüfaufträgen zu Zebrastreifen an Grundschulen, der Kritik an zu engen Parkplätzen in Parkhäusern oder dem Wunsch, die Fußgängerzone in der Innenstadt zu erweitern. Die Botschaft: Die FDP setzt sich auch vor Ort zum Wohle der Bürger ein.
Michael Salzmann will in den Bundestag
Aber natürlich steht die kommende Bundestagswahl im September auch im Fokus dieser Partei - vielleicht gerade bei der FDP, betrachtet man sich die Umfrageergebnisse zur berühmten „Sonntagsfrage“. Michael Salzmann ist der Direktkandidat für die Bundestagswahl im Wahlkreis Ahrweiler. Der Andernacher nutzte die Gelegenheit des Neujahrsempfangs und stellte sich und seine Vorstellungen von liberaler Politik vor. Der 33-jährige Salzmann will sich für das Thema Familie und Kinder engagieren, wird er in den Bundestag gewählt. Die Politik tue zwar einiges für Familien - aber auch einiges gegen sie. „Bevor jemand Kinder bekommt, prüft er die Rahmenbedingungen“, sagte der Politiker, der sich selbst als ein „klein wenig anderer Liberaler“ bezeichnete. Und für ihn zeigt sich, dass Familienpolitik nicht nur im Familienministerium betrieben wird, was sich bei den Auswirkungen von Steuern oder Arbeitslosigkeit zeige. Michael Salzmann will sich für mehr Bürgerrechte einsetzen, die Menschen sollen „öfters gefragt werden“. Das sieht er als ein „Mittel gegen Politikverdrossenheit“. Bürgerentscheide seien ein Instrument für Freiheit und direkte Demokratie. Bildung ist der „einzige Rohstoff“ der Deutschen, so der Liberale. Er will „Wachstum durch Bildung“. Und auch dem Mindestlohn steht er offen gegenüber, zumindest „wo er benötigt wird“, „wo er Sinn macht“. Wo er denn aber benötigt wird, sagte Salzmann nicht.
Die Medien sind schuld
Der Direktkandidat beschwerte sich, dass seiner Ansicht nach „immer nur Negatives“ berichtet werde, und schien die Schuldigen bei den Medien gefunden zu haben. Die FDP habe bei der Niedersachsen-Wahl ein gutes Ergebnis eingefahren, aber prompt werde das „schlecht gemacht“ mit der Diskussion über Leihstimmen - dass dieses Thema jedoch von der CDU aufgebracht wurde, verschluckte Salzmann. Die Regierung in Berlin habe viel Gutes erreicht, konnte seiner Ansicht nach viel bewegen. Das will er mehr diskutiert sehen. WPA
Sie ist im Stadtrat, er will in den Bundestag: Judith Lehnigk-Emden und Michael Salzmann.
