Allgemeine Berichte | 01.06.2018

Sommerfahrt des Seniorenkreises der Kolpingfamilie Andernach

Limburg an der Lahn ist bezaubernd

Zum Abschluss des Tages ging es in die Vulkan-Brauerei in Mendig. privat

Andernach. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel: Sprichwörtlich passte diese Binsenweisheit auf den Ausflug des Seniorenkreises ins Nachbarland Hessen. Das Wetter meinte es gut mit den Reiseteilnehmern. Ein strahlend blauer Himmel mit Temperaturen von über 20 Grad bildete den Rahmen. Schon die Anreise durch das reizvolle Lahntal (und nicht über die Autobahn) ab der Mündung bis nach Diez mit der einmaligen Schönheit dieser Flusslandschaft konnte bereits begeistern.

Einstimmung mit einem „Mai-Gedicht“ von Erich Kästner

Nach einem kurzen Reisesegen, der Gratulation der „Geburtstagskinder“ der vergangenen Wochen und der Einstimmung mit einem „Mai-Gedicht“ von Erich Kästner während der Busfahrt erreichte die Reisegesellschaft ohne Störungen die Bischofsstadt an der Lahn. In zwei Gruppen mit je einem Stadtführer wurde zunächst die Altstadt erkundet. Auffallend waren schon jetzt die guterhaltenen und liebevoll restaurierten Fachwerk- und Steinhäuser im Kernbereich. Wegen der damals herrschenden Witterungsbedingungen hatten die Bewohner von Limburg im Dezember 1944 sehr großes Glück, dass die Bombenangriffe auf die Stadt nur wenig Wirkung zeigten und eher die benachbarte Stadt Diez betroffen wurde. Selbst der Dom als markanter Blickpunkt wurde nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen.

Limburgs Altstadt ist ein Kleinod

Die ältesten Bauten stammen aus dem 13. Jahrhundert, die meisten der erhaltenen Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Unterschiedliche Baustile aus 600 Jahren bieten eine einmalige Kontinuität. Zahlreiche kleine Cafés und Wirtshäuser laden zum Verweilen ein, aber auch geschäftiges Treiben ist festzustellen. Natürlich fallen auch die Touristenströme auf, die aus dem Stadtbild von Limburg nicht wegzudenken sind. An der „Plötze“ vor der Kulisse herrlicher Fachwerkhäuser steht der St. Georgsbrunnen und es lohnt sich, auf die feinen Details zu achten, z.B. reiche Verzierungen und wundervolle Schnitzereien an den Balken der Fachwerke. Zur Erhaltung der alten Bauten war seiner Zeit ein umfangreiches Sanierungsprogramm erarbeitet worden, an dem auch Bund, Land und Stadt neben den privaten Eigentümern beteiligt waren und zur Finanzierung beitrugen. Aber auch die heutige Stadtkirche, das ehemalige Franziskanerkloster St. Sebastian, die St. Anna-Kirche und die St. Marienkirche mit dem Missionshaus der Pallottiner sind sehenswerte Orte. Natürlich darf auch der Walderdorffer Hof, ein ehemaliger Adelshof nicht vergessen werden, der inzwischen mitten in der Altstadt Wohnzwecken dient.

Zu Gast im Kolpinghaus Limburg

Nach 90 Minuten erreichten beide Gruppen das Kolpinghaus im Herzen der Altstadt, wo ein schmackhafter Imbiss aus der Küche eines ortsansässigen Caterers eingenommen wurde. In Vertretung des verhinderten Vorsitzenden der Kolpingfamilie Limburg Torsten Kronmüller begrüßte seine Mutter den Seniorenkreis und bewirtete den Gruppe mit Getränken. Mit dem Dank für die Gastfreundschaft wurde auch eine Gegeneinladung nach Andernach ausgesprochen.

Eine Führung durch den Limburger Dom ist ein absolutes „Muss“, die nach dem Mittagsimbiss anstand. Zuständig für die Domführungen sind die Schwestern der geistlichen Familie „Das Werk“ (FSO). Die Domführerinnen konnten kompetent, fundiert und fesselnd berichten. Interessanterweise waren beide Ordensschwestern erst vor zwei Wochen in Andernach, um auch den Mariendom kennen zu lernen.

Als ehemalige spätromanische Stifts- und Pfarrkirche St. Georg ist sie heute seit 1827 der Dom. Das Bistum Limburg wurde erst 1821 gegründet und ist aus dem Erzbistum Trier hervorgegangen. Mit ihren sieben Türmen erinnert die Kathedrale an das Himmlische Jerusalem; sie wurde 1973 restauriert und erhielt ihre Farbgebung aus dem Mittelalter zurück. Innen konnten einmalige romanische Fresken freigelegt werden, die als Kunstschätze von europäischer Einmaligkeit gelten.

Abschluss in Mendig

Nun konnte der Restnachmittag noch für einen Bummel durch die Einkaufsmeile oder für ein Stück Kuchen auf einer Terrasse der Cafés genutzt werden. Trotzdem verging die Zeit zu schnell und es hieß, Abschied zu nehmen.

Es galt, rechtzeitig in Mendig in der Vulkan Brauerei zu einem zünftigen Abschluss zu sein. Gut gestärkt aus der Brauerei Küche mit deftigen Haxen, den Brauerschnitzeln oder schmackhaften Salaten, einigen naturtrüben oder dunklen Bieren des Hauses, ausnahmsweise auch mal einem Glas Wein konnte man dem weiteren Höhepunkt des Abends entgegen gesehen werden. Die bereits obligatorische Gesangsrunde unter der Begleitung durch Heinz Meurer mit dem Schifferklavier und Josef Nonn mit der Gitarre war der Rahmen für die Inthronisierung der neuen Majestäten, was inzwischen ebenfalls zur Tradition geworden ist.

Neue Maikönigin ist Marlene Dornbach, Maibock Andreas Hermann

Zur Maikönigin berufen wurde Marlene Dornbach, die stellvertretende Vorsitzende der Kolpingfamilie, die von dem als Maibock auserkorenen Andreas Hermann, bis 2015 Seniorenkreisleiter, unter großem Hallo durch seinen Nachfolger Josef Nonn inthronisiert wurden und den Ehrenwalzer absolvierten. Bis zur Abfahrt am frühen Abend wurden weitere Wein-, Mai-, Wander- und Volkslieder gesungen. Voller neuer Eindrücke erreichte der Seniorenkreis nach einem schönen Tag wiederum die Heimatstadt Andernach.

Neue Maikönigin ist Marlene Dornbach, Maibock Andreas Hermann.

Neue Maikönigin ist Marlene Dornbach, Maibock Andreas Hermann.

Zum Abschluss des Tages ging es in die Vulkan-Brauerei in Mendig. Fotos: privat

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