Ideen der Bürger für Mobilitätskonzept der Zukunft sind gefragt
Mehr Fahrrad weniger Auto?
Einwohner können sich aktiv einbringen – Workshop am 25. November
Andernach. Verkehrsströme besser lenken, Parkraum bedarfsgerecht anbieten, Problemzonen entlasten, alternative Fortbewegungsmittel einsetzen, Klimaschutz vorantreiben: Um diese und weitere Ziele zu erreichen, erstellt die Stadt Andernach derzeit ein klimafreundliches Mobilitätskonzept, das jetzt in die Endphase geht. Und hier ist die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt, die ihre Stadt, ihre Straße oder ihr Viertel am besten kennen– also Experten sind.
Und so steht ein Workshop für alle Bürgerinnen und Bürger am Montag, 25. November, 17 Uhr, im historischen Rathaus, Hochstraße 52-54, an. Hier werden die Analyseergebnisse des beauftragten Planungsbüros vorgestellt. Primäres Ziel ist es, den CO2-Ausstoß in den kommenden zehn Jahren um etwa 18 Prozent zu senken. Der Verkehr in der Innenstadt produziert derzeit mehr als 52.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Pro Tag werden in Andernach 690.000 Kilometer mit Kraftfahrzeugen zurückgelegt.
Das Fachbüro hat bereits einige wichtige Punkte und Lösungsvorschläge ausgearbeitet, über die diskutiert werden soll. So geht es darum, den Radverkehr zu fördern. Dafür müssen aber Rahmenbedingungen erfüllt werden: breitere und besser ausgebaute Radwege– auch teilweise auf Kosten von Parkplätzen; Aufhebung der Einbahnstraßenregelungen für Radfahrer und Aufhebung des Durchfahrverbots in der Fußgängerzone, um die Lücken im Radwegenetz zu schließen; Sperrung der Altstadtgassen für Autos. Ein weiterer Punkt ist der ruhende Verkehr.
Sollte es in der Innenstadt bald keine kostenlosen Parkplätze mehr geben, um unter anderem den Park-Such-Verkehr einzudämmen und durch eine autoarme Innenstadt das Erlebnis Einkauf zu stärken? Dafür könnten außerhalb der eigentlichen Innenstadt günstige Parkmöglichkeiten entstehen. Wäre es sinnvoll, dass Bahnkunden bei den Parkgebühren bevorteilt werden? Förderung von E-Mobilität und des ÖPNV, bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Job-Tickets- die Liste der Vorschläge, die zur Diskussion stehen, ist lang. Ziel des Workshops ist es, Meinungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger einzuholen und ins Mobilitätskonzept einzuarbeiten. Dazu werden nach einer kurzen Einführung im Plenum Thementische zu den verschiedenen Verkehrsarten eröffnet.
An diesen werden unter der Leitung eines Moderators die jeweiligen Themen diskutiert. Nach jeweils etwa 15 Minuten wechseln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den nächsten Tisch. Die bei der Veranstaltung eingebrachten Anregungen werden festgehalten und fließen in die spätere Bearbeitung ein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind willkommen, damit die Verkehrssituation in Andernach gemeinsam verbessert werden kann.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
