Kirchengemeinde St. Albert sucht nach Lösungen
Michaelskapelle: Kein Geld - keine Sanierung
Andernach. In unserer Ausgabe vom 24.09.2014 berichteten wir über die hochmittelalterliche Michaelskapelle an der Pfarrkirche St. Albert und stellten den bedauernswerten Zustand des geschichtsträchtigen rund 800 Jahre alten sakralen Gebäudes fest. Das 194 qm Grundstück auf dem das Denkmal steht, befindet sich inmitten des Geländes der Realschule plus St. Thomas und gehört der Kirchengemeinde St. Albert. Der umlaufende Schulhof ist Eigentum der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinde liegt uns nun eine Stellungnahme vor, die wir auszugsweise wiedergeben. Die Außenwände einschließlich der Säulen und Kapitelle sowie die gesamte Dacheindeckung mit der Dachrinne und den Abfallrohren und die Fenster mit dem Schutzdraht sind dringend reparaturbedürftig. Hinzu kommt, dass in der Kapelle eine Heizung und ein Stromanschluss fehlen. Für die Schüler besteht durch evtl. herabfallende Mauerteile Verletzungsgefahr. Die Kirchengemeinde hat daher im Jahr 2009 vorsorglich einen Bauzaun aufstellen lassen. Bisher wurde dieser Zaun mehrfach stark beschädigt, so dass allein dadurch Kosten von mehr als 2.000 Euro entstanden sind.
Im Jahre 2010 lag eine Kostenschätzung in Höhe von 137.000,-- E‘uro für die Außensanierung vor. Da diese Summe nicht aufgebracht werden konnte, war eine Sanierung bisher nicht möglich. Eine aktuelle Aufstellung der Kosten würde sich sicherlich verdoppeln bzw. verdreifachen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Bonn, die Direktion Landesdenkmalpflege Mainz und das Bischöfliche Generalvikariat hatten Finanzierungszusagen von rund 81.000 Euro gegeben, die Stadtverwaltung Andernach einen Zuschuss für die Renovierung jedoch abgelehnt. Die Kirchengemeinde St. Albert sieht sich aufgrund der Haushaltssituation nicht in der Lage, einen Kostenbeitrag für die Michaelskapelle zu leisten.
Auf Antrag der CDU-Stadtrats-Fraktion soll das Thema „Michaelskapelle“ in der nächsten Kulturausschusssitzung angesprochen werden.
