„Mit dem Weihnachtsschiff von Stadt zu Stadt“
Eine Aktion der Händlergemeinschaften zwischen Andernach und Neuwied
Andernach / Neuwied. Den Städten Andernach und Neuwied wird ja schon mal eine Beziehung ähnlich der von Köln und Düsseldorf nachgesagt - Stimmt nicht! Die Aktionsgemeinschaften der Einzelhändler beider Städte, unterstützt vom jeweiligen Stadtmarketing, beweisen, dass es ganz anders geht, dass man gemeinsam an einem Strang zieht und sich gegen die Konkurrenz der großen Städte behaupten will. An zwei Samstagen vor Weihnachten läuft in diesem Jahr erstmals die Aktion „Mit dem Weihnachtsschiff von Stadt zu Stadt“, die jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.
Am 8. und am 22. Dezember kann man mit dem Schiff von Andernach nach Neuwied und umgekehrt fahren und einen schönen Tag auf dem Weihnachtsmarkt der jeweiligen Stadt verbringen. Die Abfahrtszeiten an den beiden Tagen sind 11, 13, 15 und 17 Uhr ab Andernach und 12, 14, 16 und 18 Uhr ab Neuwied. Wer einen der frisch gedruckten Flyer mit Gutschein-Coupon vorweist, erhält sogar einen Rabatt.
Der Adventsmarkt in Andernach hat als Attraktion wieder die „Lebende Krippe“ zu bieten. Dieses besondere Schauspiel zieht seit mittlerweile 21 Jahren die Menschen in der Adventszeit nach Andernach. In Neuwied wurde der Weihnachtsmarkt runderneuert und präsentiert sich als „Knuspermarkt“ mit vielen Neuerungen zur Attraktivierung.
„Wir müssen viel mehr zusammenarbeiten“
Matthias Strobl, Vorsitzender der „Aktionsgemeinschaft Andernach Attraktiv“, betonte, die erste gemeinsame Aktion der beiden Händlerzusammenschlüsse könne auch zu einer längeren Zusammenarbeit führen. Die Überlegung dahinter: Was können die beiden kleineren Städte im Umfeld der größeren Städte tun, wie kann man zeigen, was die beiden Städte am Rhein verbindet? Konkurrenz sei dabei das „geringste Problem“.
Franz Becher, Sprecher des Aktionsforums Neuwied, will die Stärken der beiden Städte hervorgehoben wissen. Er unterstrich einen „gut aufgestellten Einzelhandel“ sowie günstige Parkmöglichkeiten in beiden Städten. Christian Heller, Geschäftsführer von Andernach.net und Wirtschaftsförderer der Stadt, sagte, beim Adventsmarkt sei es noch wichtiger, die richtige Weihnachtsstimmung zu vermitteln, als ein übergroßes Angebot vorzuhalten. Er sieht die Zusammenarbeit der beiden Städte bereits mit den Stadtführungen gestartet. Der Rhein ist für Heller nicht trennendes, sondern verbindendes Element.
„Wir müssen viel mehr zusammenarbeiten“, sei oft an sie herangetragen worden, sagte Rolf Straschewski (Stadtmarketing Neuwied). „Das haben wir aufgegriffen.“ Er betonte die Wichtigkeit einer Vernetzung an Stelle einer Kirchturms-Politik. Der Neuwieder Weihnachtsmarkt wurde nicht nur im Namen geändert. Vielmehr sei die Besetzung des Platzes in der Innenstadt und die Belegung der Buden komplett erneuert worden. Zusätzlich wird es in diesem Jahr ein „Knusper-Rock“-Event werden. Die neue Beleuchtung in der Innenstadt soll ebenso für Aufmerksamkeit sorgen. WPA
