Lokalsport | 14.02.2014

HSV Rhein-Nette Handball Damenmannschaft

Nach 55 Minuten Spiel gedreht

HSG Kastellaun/Simmern II - HSV 21:24 (12:10)

Andernach. Wie schon zuvor beim Auswärtsspiel in Hamm waren die Voraussetzungen auch beim Rückspiel gegen die HSG Kastellaun-Simmern II alles andere als ideal. Michelle Kurz, die zuletzt für die HSG aktiv war, hatte quasi ein Heimspiel und war bis in die Haarspitzen motiviert. Doch natürlich wusste die HSG um ihre Spielstärke und nahm sie von Beginn an in Manndeckung, was zunächst dafür sorgte, dass die HSV nicht ins Spiel fand. Darüber hinaus verpasste die HSV den Spielbeginn fast komplett und so hieß es nach fünf Minuten schon 5:1 für die HSG. Dieser Fehlstart konnte auch in der Folgezeit nicht kompensiert werden und Kastellaun-Simmern konnte bis zur zehnten Minute sogar einen fünf Tore Vorsprung herausspielen. Erst die Auszeit mit der Ansage, dass in der Deckung intensiver gearbeitet werden müsse und nach einer Balleroberung das schnelle Spiel nach vorne gesucht werden solle, brachte Besserung. So konnten die HSV Damen sich bis zur Halbzeit ins Spiel zurückkämpfen und den Vorsprung auf 2 Tore verkürzen. In der Halbzeitpause wurden dann taktische Maßnahmen gegen die offensive Deckung angesprochen und jede Spielerin mobilisierte die letzten Kraftreserven für die zweite Halbzeit. Diese Maßnahmen zeigten ihre erwünschte Wirkung und beim Stand von 13:13 konnten die HSV Damen erstmals das Spiel ausgleichen. Leider gelang es in der Folgezeit nicht in Führung zu gehen und Kastellaun-Simmern konnte immer wieder mit 1-2 Toren davonziehen. Doch die HSV Damen zeigten ihren Kampfgeist und gaben das Spiel nicht verloren. Als sie erneut den Ausgleich erzielen konnten (20:20), schien der Bann gebrochen. Nun gelang es der HSV erstmals mit einem Tor in Führung zu gehen und diese wurde auch nicht mehr abgegeben, obwohl die HSG noch die eine oder andere Möglichkeit hatte, das Spiel erneut zu drehen. Aber die HSV Damen hatten den längeren Atem und trotz verworfener Siebenmeter brach nicht das große Zittern aus, sondern es wurde gekämpft und der erste Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. „Bevor ich auf der Bank richtig Platz genommen hatte, stand es schon 3:0. Nun hieß es nicht in Hektik zu verfallen und so gut wie möglich von außen Einfluss zu nehmen. Da bei sieben Feldspielerinnen Alternativen nur bedingt möglich sind, konnten nur motivierende und unterstützende Ansagen helfen. Erst die Auszeit und die Halbzeitpause boten die Gelegenheit, taktische Maßnahmen zu besprechen und Abläufe sowie alternative Aufstellungen gegen die offensive Deckung zu vermitteln. Heute hat sich der Kampfgeist der Mannschaft bezahlt gemacht. Nach dem Fehlstart blieb genügend Zeit, das Spiel zu drehen. Ich möchte keine Spielerin besonders hervorheben, aber Jenny Siemann musste heute oft die Führungsrolle übernehmen und konnte dabei entscheidende Akzente setzen. Aber vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder Spieler bereit war, auch über ihre Leistungsgrenze zu gehen und bis zum Schluss zu kämpfen, waren der Schlüssel zum Erfolg“ so das Fazit des Trainers Peter Geisen. „Leider steht jetzt erst mal wieder eine kleinere Spielpause bis zum Heimspiel am 8. März gegen Bassenheim III an. Aber diese Zeit werden wir nutzen, um uns noch besser aufeinander einzuspielen, damit wir dann in den Endspurt der Saison starten können.“

Tamara Rother, Anna Bininda, Kirsten Franz (4), Jenny Siemann (4), Julia Filster (4), Meike Hartig (3), Susann Schönberg (2), Sandra Mayer (3), Michelle Kurz (3/1)

Spielfilm: 3:0, 5:1, 10:5, 11:10, 12:10 (Halbzeit), 13:13, 19:17, 20:20, 20:22, 21:24

Statistik: HSG Kastellaun/Simmern II 21 (1/1) : HSV Rhein-Nette 24 (3/1)

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