Die Stadtverwaltung informiert:
Neue Plaketten zeugen vom Jahrhunderthochwasser 1784
Andernach. Andernach und der Rhein – dies ist von Anbeginn an eine unzertrennliche Symbiose. Doch kann der gewaltige Strom seinen Anwohnern mitunter auch näherkommen als gewünscht. Einige Plaketten am Rheintor, am Alten Krahnen und am Bollwerk legen Zeugnis von den Hochwasser-Ereignissen seit dem 19. Jahrhundert ab.
Diese spannende Dokumentation der Kapriolen von Vater Rhein konnte nun um den Stand des katastrophalen Jahrhunderthochwassers vom Februar 1784 ergänzt werden. Zwei Plaketten, eine weit oben am Rheintor und eine an der Tordurchfahrt des Bollwerks, wurden in Absprache mit dem Denkmalschutz durch Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs montiert.
Durch das Engagement von Heinz Stark war im Vorfeld der Höchststand des Hochwassers mit 11,09 Meter exakt rekonstruiert worden. Das Rheintor wurde zwar zur Jahrhundertwende umgebaut, jedoch zeigt die neue Plakette hier im Vergleich zu den jüngeren Hochwassermarken am eindrücklichsten von der enormen Höhe des Hochwassers von 1784. Neben der neuen Plakette am Bollwerk war bereits 1784 oberhalb des Torbogens eine Markierung des Hochwasserstandes eingemeißelt worden, die jedoch mittlerweile stark verwittert ist. Übrigens: Das Protokollbuch der Steinweg-Nachbarschaft berichtet, dass die damalige Flut die Menschen in „großes schröcken undt Elendt Versetzt“ hat. Weitere Informationen zum Jahrhunderthochwasser von 1784 und zur Rekonstruktion des Rheinpegels durch Heinz Stark finden sich in Band 10 der „Andernacher Annalen“, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
Pressemitteilung
der Stadt Andernach
Durch das Engagement von Heinz Stark (2. von links) konnte der Höchststand des Hochwassers von 1784 mit 11,09 Meter exakt rekonstruiert worden. Oberbürgermeister Achim Hütten (links), Bürgermeister Claus Peitz und Museumsleiter Kai Seebert (rechts) freuen sich, dass am Rheintor und am Bollwerk jetzt entsprechende Plaketten angebracht werden konnten.Foto: Stadt Andernach/Maurer
