Protokoll des 292ten Gelogs der Burgtornachbarschaft
Neuer „Nachbarschaftsknecht“ konnte begrüßt werden
Andernach.Aufgrund der geringen Anzahl der anwesenden Nachbarn wurde der Beginn des Gelogs um 37 Minuten nach hinten verschoben. Amtmann Paul Kraemer begrüßte die Nachbarn zum 292ten Gelog der Burgtornachbarschaft. In einer Gedenkminute wurde an die im Jahre 2013 verstorbenen Nachbarn gedacht. In seinem Jahresbericht lies Carsten Umbscheiden das zurückliegende Nachbarschaftsjahr nochmals Revue passieren. Hier ist natürlich nochmals der besondere Geburtstag zu erwähnen, den die Nachbarschaft im Jahre 2013 feiern durfte. 500 Jahre wird man nicht alle Tage. Tief in seine Kasse lies sich Kassenverwalter Frank Biesenbach bei seinem Kassenbericht blicken. Doch so tief man auch blicken wollte, die Kassenprüfer Hans-Markus Manthey und Hans Kann konnten nichts Ungewöhnliches finden und empfahlen die Entlastung des Kassenverwalters. Der Ehrenschöffe Josef Bell übernahm die Aufgabe des „Alterspräsidenten“ und bat die Anwesenden um Entlastung der Kasse sowie des gesamten Schöffenstuhls. Diese wurde einstimmt erteilt. Unter Punkt Wahlen stand die Wahl des Schöffen Wolfgang Heinrichs an, der diese Position bereits wieder fünf Jahre innehatte. Die Wiederwahl war eine klare Sache.
Die Wahl zum Schultheis hingegen erwies sich als umso schwerer. Nachdem der Amtsinhaber Bernd Bohmer sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, konnte trotz intensiver Suche leider kein Nachfolger gefunden werden. Eine Situation, die zwar Schade aber dennoch nicht überlebenswichtig ist. Eventuell findet sich ja im kommenden Jahr jemand, der bereit ist, dieses Amt zu übernehmen. Derm scheidenden Schultheis Bernd Bohmer, der dieses Amt immerhin zehn Jahre innehatte, wurde mit einem kleinen Präsent verabschiedet. Unter Punkt Verschiedenes wurde ein Brief des Kassenverwalters an den Amtmann verlesen, in dem auf den sinkenden Kassenbestand der Nachbarschaft hingewiesen wurde. Es wurde angeregt, den Beitrag von derzeit 18 auf zukünftig 20 Euro anzuheben. Nach intensiver Diskussion und Einwände durch den Oberamtmann wurden seitens des Schöffenstuhls vorgeschlagen, das Thema in der nächsten Schöffenstuhlsitzung genauestens unter die Lupe zu nehmen und bis zum nächsten Gelog zu vertagen. Die Versammlung stimmte diesem Unterfangen zu. Erfreulicherweise konnte der Amtmann wieder zwei Neuaufnahmen in den Reihen der Nachbarschaft begrüßen: Frank Hofmann und Marvin Asbach. Nachdem Marvin Asbach offiziell als zuletzt beigetretenes Mitglied begrüßt wurde, wurde ihm auch ein wiedereingeführter Titel aus dem Mittelalter verliehen. Er ist ab sofort „Nachbarschaftsknecht der Burgtornachbarschaft“. Ihm wurde als äußeres Zeichen der Nachbarschaftsorden in Holz verliehen.
Diesen darf/muss er so lange tragen, bis beim nächsten Gelog eine Neuaufnahme begrüßt werden kann, oder auch nicht. Amtmann Paul Kraemer kündigte kurz vor Versammlungsende an, dass seine Amtszeit im nächsten Jahr ablaufen werde. Man solle sich bereits jetzt Gedanken um seine Nachfolge machen. Offizielles Versammlungsende konnte um 17.12 Uhr vermeldet werden. Doch die Pause sollte nicht allzu lange dauern, und schon tanzte Paul Kraemer mit seiner Frau Ingeborg Ludwig-Kraemer zu den Klangen von „Theater, Theater“ auf die Bühne. Ein kurzweiliges Programm wurde versprochen und sofort auch eröffnet. Mit Annika Topp und Pauline Fischer von den Stadtsoldaten tanzten schon zwei Bühnenerfahrene über die berühmten Bretter, die für manch einen die Welt bedeuten. Zu humoristischen Verwechslungen am Strand kam es beim Auftritt von Annika Umbscheiden und Max Breil. Hätte er es vorab geahnt, hätte er sich nicht so umständlich umziehen brauchen. Im Wortvortrag von Frau Butterweck aus dem Mohrrübenweg alias Birgit Freitag von den Möhnen, zeigt sich, dass mit Vaseline alles besser geht. Sogar das Sockenanziehen soll leichter fallen, zumindest wenn man auf Chantal hört. Die als kleine Bayern gekleideten Möhnenhüpfer wirbelten nur so durch den Saal. Dass diese Tolle Trupp nicht um eine Zugabe herum kann, ist wohl verständlich. Nachdem sie sich aus dem Strandoutfit in die Uniform geworfen hatten, wussten Annika und Max auch als Kindertanzpaar der Blauen Funken zu brillieren. Nun wurde es erfreulich Laut im Saal. Der Stabsmusikzug der Prinzengarde spielte einige Stücke aus seinem umfangreichen Repertoire. „Wer hat denn den alten Mann aus dem Altenheim herausgelassen“, fragte sich sicherlich der ein oder Andere. Bei genauem Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann, der 100 Jahre alt werden mochte, um Amtmann Paul Kraemer handelt, der sich dann doch noch ganz gut gehalten hat. Den absoluten Höhepunkt des Abends bildete der Einzug des amtierenden Prinzenpaares nebst Gefolge. Lobende Worte sowie Geschenke und Orden wechselten die Seiten. Besondere Auszeichnungen wurden Amtmann Paul Kraemer zuteil. Seitens des Festausschusses wurde er mit der Spange für besondere Verdienste ausgezeichnet. Der Prinz verlieh ihm die Spange „Mir all sain Annenach“, eine Auszeichnung, die nur 111 mal im Jahre 2014 verliehen wurde. Die abschließende Tombola brachte noch eine Überraschung. Ehrenschöffe Josef Bell gewann mit seiner Losnummer eine besondere Ehre. Er wurde zum Brunnenmeister der Nachbarschaft ernannt und mit einer Scharpe für jeden sichtbar gekennzeichnet. Eine Position ebenfalls aus dem Mittelaltern, welche bei den Recherchen zur 500-Jahr-Feier aufkam, und nun neu mit Leben gefüllt werden soll. Er trägt den Titel bis zum nächsten Gelog. In gemütlicher Runde wurde der Restabend noch im Kreise der Nachbarschaft verbracht.
Artikel melden
Die alte Ockenfelser Linde soll fallen
- Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
- Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
Verschiebung wegen Planungsunsicherheit
- Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
Antik- und Trödelmarkt in Linz am Rhein im Mai 2026 mit vielfältigem Angebot
- Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Sinzig. Derzeit befinden sich zahlreiche Polizeikräfte im Bereich Sinzig im Einsatz. Es handelt sich um einen Banküberfall auf die Volksbank in Sinzig. Die Polizei hat angewiesen, dass alle Geschäftsleute die Türen verschließen und alle Kindergarten- sowie Schulkinder in der Innenstadt die Schulen und Kindergärten vorerst nicht verlassen sollen. Anwohner sollen in ihren Häusern bleiben.BA
Weiterlesen
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Streckenabschnitt mit besonderer Vorsicht zu befahren
Ab 11.05.: Brückensicherung am Wirftbach
Wirft. Ab dem 11. Mai bis voraussichtlich Anfang Juli 2026 werden am Bauwerk über den Wirftbach bei Wirft im Verlauf der L 10 Sicherungsarbeiten durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist die bauliche Sicherung und der langfristige Erhalt des Bauwerks. Um die Arbeiten sicher ausführen zu können, wird der Seitenstreifen im betroffenen Bereich für den Verkehr gesperrt. Der fließende Verkehr kann die Strecke weiterhin passieren, jedoch steht der Seitenbereich auf diesem Abschnitt nicht zur Verfügung.
Weiterlesen
„Tag des Baumes“ mit Schulkindern in Bad Hönningen gefeiert
Die Zitterpappel - Baum des Jahres 2026
Bad Hönningen. Zur diesjährigen Pflanzaktion anlässlich des „Tages des Baumes“ trafen sich am 30. April rund 60 Schülerinnen und Schüler der Bad Hönninger Marienschule und deren KlassenlehrerInnen sowie Schulleiterin Andrea Winkelmann mit dem Bad Hönninger Revierförster Christoph Kirst gegenüber dem Apollonia-Häuschen in den Rheinanlagen, um den diesjährigen „Jahresbaum“ zu pflanzen.
Weiterlesen
