294. Gelog der Burgtornachbarschaft Andernach
Neuwahlen und eine ausgelastete Feier
Andernach. Zum 294ten Gelog hatte der Schöffenstuhl rund um seinen Amtmann Carsten in den „Stammbaum“ kürzlich geladen. Nachdem sich die Frauen beim Frauenkaffee der Nachbarschaft auf die kommenden Stunden eingestimmt hatten konnte der Amtmann pünktlich um 16:11 Uhr den gut gefüllten Saal zum 294ten Gelog der Burgtornachbarschaft begrüßen. Nachdem man den im vergangenen Jahr Verstorbenen gedacht hatte konnten die Erinnerungen an das Nachbarschaftsjahr 2015 durch den Jahresbericht des Schriftführers noch einmal aufleben, immerhin gab es einiges zu berichten. Nach dem nun folgenden Bericht des Kassierers konnten die Kassenprüfer nur Gutes über die von ihnen geprüfte Kasse berichten und bezeugten eine einwandfreie Führung der Kasse. Einer Entlastung des Kassierers und auch des gesamten Schöffenstuhls durch die anwesenden Nachbarinnen und Nachbarn stand deswegen nichts mehr im Wege. Die nun anstehenden Wahlen für den Schöffenstuhl waren schnell erledigt. Nachdem Carsten einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde musste sich der Schöffenstuhl leider von zwei gestandenen Mitgliedern aus dem Schöffenstuhl verabschieden. Der im letzten Jahr zum Ehrenamtmann gekürte Paul Krämer und Rolf Thelen gaben an den Schöffenstuhl verlassen und Platz für frischen Wind machen zu wollen. Nachdem sich der Schöffenstuhl mit einem kleinen flüssigen Präsent bei den beiden für ihr Engagement bedankt hatte und die Plätze in den vordersten Reihen freigemacht wurden konnte mit Marvin Asbach und Andreas Klemmer der Schöffenstuhl wieder komplettiert werden. Zum Abschluss des offiziellen Teils verlas Wolfgang Heinrichs aus dem gut 300 Jahre alten Nachbarschaftsbuch noch den Jahresbericht aus dem Jahr 1966. Nach knapp 25 Minuten konnte das 294te Gelog unter großem Beifall offiziell beendet werden. Der anschließende karnevalistische Teil wurde durch den Musikzug der Rot-Weißen-Husaren eingeläutet. Nachdem dieser sein breites Portfolio zum Besten gegeben hatte wurde er erst nach mehreren Zugaben von der „Bühne“ gelassen. Werner Schulz, der im vergangenen Jahr zum im Jahr 2014 wieder eingeführten Brunnenmeister der Nachbarschaft gekürt werden konnte, berichtete von seiner Tour auf der er alle Brunnen von Andernach bis Köln inspizierte, bevor Ralf Spurzem das Amt des neuen Brunnenmeisters übernehmen konnte und durch Erhalt der Schärpe in sein Amt berufen wurde. Nun war die Stimmung im Saal perfekt und die Bühne frei für den Empfang seiner Tollität Prinz Tobias I. mit seiner Prinzessin Janine I. und deren gesamten Hofstaat aus den Reihen des stolzen Corps der Blauen Funken. Unter großem Applaus wurden sie in der närrischen Narhalla empfangen.
Nach einigen netten Worten und einem reichen Ordenssegen empfing auch Prinz Tobias I. den Nachbarschaftsorden der Burgtornachbarschaft bevor er zu anderen wichtigen Regierungsgeschäften aufbrechen musste.
Die Minis der Blauen Funken begeisterten anschließend mit ihrem „Biene-Maja“-Tanz und brachten die Stimmung zum kochen.
Wie jedes Jahr wurden auch in diesem Jahr wieder die älteste Nachbarin und der älteste Nachbar mit einem kleinen Präsent ausgezeichnet. Agnes Jung und Hubert Rumpf freuten sich sichtlich darüber.
Über den Erhalt des Nachbarschaftsordens freuten sich in diesem Jahr Eberhard Boers und Monika Hück.
Verena Schütz wurde als neustes Mitglied der Nachbarschaft zum Nachbarschaftsknecht gekürt und hält diese Funktion mindestens für das nächste Jahr inne.
Das karnevalistische Programm rundete ein Überraschungsredner ab. Unser Amtmann Carsten berichtete als „en arme Sack der daheim nichts zu sagen hat“ von seinem großen Leid. Unter großen Lachsalven kam wohl nicht sehr viel Mitleid für den armen Carsten auf.
Noch lange wurde gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden gelacht und gefeiert bis auch die letzten Nachbarinnen und Nachbarn den Weg nach Hause antraten.
