Drahtzieher aus Mülheim-Kärlich in U-Haft
Polizei fasst Einbrecherbande
Jugendliche zu Einbrüchen gezwungen
Mülheim-Kärlich/Region. Am gestrigen Dienstag, 3. Februar, durchsuchte die Kriminalpolizei Koblenz die Wohnungen von vier mutmaßlichen Einbrechern im Raum Koblenz und Umgebung. Die vier Männer stehen im Verdacht, in der Nacht zum 17. Januar sowie zum 21. Januar, zwei Einbrüche in ein Einfamilienhaus in Mülheim-Kärlich begangen zu haben. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand suchten sich die beiden Drahtzieher, 18 und 23 Jahre alt, vor der Tatbegehung ein Haus in Mülheim-Kärlich aus. Anschließend heuerten sie zwei Jugendliche an, 15 und 17 Jahre alt, die angeben, zu den Einbrüchen, teils unter Drohung mit einem Messer, gezwungen worden zu sein. Der 17-jährige war schmal genug, um durch ein Kellerfenster einzusteigen. Er öffnete danach von innen die Eingangstüre und zwei weitere Täter gelangten so ins Haus. Gemeinsam durchsuchten sie anschließend das Anwesen, während der 23-jährige vermeintliche Haupttäter auf der Straße in seinem Pkw wartete. Zu dieser Zeit schliefen die Bewohner im ersten Obergeschoss. Bei dem Einbruch fielen den Tätern ein geringer Bargeldbetrag und diverse Schmuckstücke in die Hände. Bei einem zweiten Einbruch in dasselbe Haus, am 21. Januar, lösten die Täter eine zwischenzeitlich angebrachte Alarmanlage aus und flüchteten unverrichteter Dinge. Die am Tatort aufgefundenen und ausgewerteten Spuren führten die Ermittler schließlich zu den vier Tatverdächtigen. Bei den gestrigen Durchsuchungen wurden Beweismittel in der Wohnung des 23 Jahre alten Hauptbeschuldigten aufgefunden. Dieser wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Die anderen Tatverdächtigen mussten aufgrund ihres Alters und aufgrund der besonderen Bestimmungen des Jugendgerichtsgesetzes nach erfolgter Vernehmung entlassen werden.
Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz
