Sondersitzung des Stadtrates Andernach
Projekt „Energie 2014“: EVM wird Partner der Stadtwerke Andernach
Andernach. Der Rat der Stadt Andernach kam am 4. Juni zu einer Sondersitzung zusammen, um die Weichen für grundlegende Veränderungen zu stellen bei der Stadtwerke Andernach GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt. Der Grund: Wie bereits mehrfach berichtet, gehört der Stadt das Gas- und Stromnetz, das bislang verpachtet ist. Doch mit dem Auslaufen der Verträge Ende des Jahres war offensichtlich klar, dass ein solcher Pachtvertrag zu günstigen Bedingungen wie bislang nicht mehr zustande kommen wird. Die Stadtwerke benötigen jedoch die Einnahmen u.a. zur Querfinanzierung defizitärer Angebote wie Hallenbad, Mittelrheinhalle oder Sammeltaxi. Um den gewohnten Standard zu halten, so Oberbürgermeister Achim Hütten, mussten sich die Stadtwerke „neu orientieren“. Also startete das Projekt „Energie 2014“, das nun von den neuen Geschäftsführern Lars Hörnig und Jan Deuster zu einem Ende geführt wird. Mit Beschluss des Stadtrates stehen die Verträge zur Gründung der SWA Energie GmbH. Dem gingen einige Monate der Strategiefindung voraus, fasste Lars Lörnig zusammen. Mit der Festlegung der Marschrichtung musste schließlich ein Partner gefunden werden. Auch dabei ließen sich die Stadtwerke von externen Beratern unterstützen. Die Suche nach dem strategischen Partner wurde ausgeschrieben, die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) erhielt schließlich den Zuschlag. Die EVM wird sich zunächst mit einer stillen Beteiligung als Minderheitsgesellschafter an der SWA Energie GmbH beteiligen, die Stadtwerke in der Überkreuzbeteiligung am Vertragspartner. Noch im Juni sind die Vertragsunterzeichnungen geplant (Konsortialvertrag, Vertrag über stille Beteiligung, Satzung SWA Energie GmbH, Ergebnisabführungsvertrag).
Wie soll die Zusammenarbeit aussehen?
SWA und EVM wollen eine strategische Partnerschaft begründen und damit das Leistungsangebot der Stadtwerke Andernach weiter ausbauen. Aus den Ratsunterlagen: „Die Partner streben in Andernach den Aufbau eines eigenverantwortlichen Betriebs der Strom- und Gasversorgungsnetze an, das Angebot von eigenen Energieprodukten und Energiedienstleistungen sowie ein Engagement in der Energiegewinnung, insbesondere aus regenerativen Quellen und Kraft-Wärme-Kopplung. Perspektivisch ist auch ein stärkeres Engagement in weiteren Bereichen der Daseinsvorsorge, insbesondere in der Wärmeversorgung, im Bereich der Telekommunikation und bei der Straßenbeleuchtung möglich.“ Dass es gerade in der Anfangsphase ein stärkeres unternehmerisches Risiko gibt, ist den Urhebern der Energiestrategie der Stadt offensichtlich bewusst: „In der Netzsparte ergeben sich Regulierungsrisiken, in der Vertriebssparte können sich Vertriebsrisiken einstellen.“ Diese Risiken will man durch den erfahrenen Partner EVM aber reduzieren. Mittel- bis langfristig sollen wieder verlässliche Einnahmen an die städtische Gesellschaft fließen. Bis dahin sollen mit Ausfall der bisherigen Pachterlöse Einnahmen aus der EVM-Beteiligung fließen, auf längere Sicht eben aus den neuen Geschäftsfeldern im Bereich der Energie. Nicht weiter konkret ausgeführt wird in der Beschlussvorlage dies: „Hinzu kommen Maßnahmen zur Kostenreduktion außerhalb des „Projekts Energie 2014“ (insbesondere in der Sparte Rheinhafen) sowie Maßnahmen zur Generierung zusätzlicher Erträge. Die Neuausrichtung der Stadtwerke Andernach im Bereich Energie wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig beschlossen.
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