Fröhliches Gelog der St. Martin-Nachbarschaft
Robert Monnerjahn zum Ehrenschöffen ernannt
St. Martin. Wie seit ihrer Gründung 1925 traf sich die St. Martin-Nachbarschaft auch in diesem Jahr zur Feier des Gelogs. Amtmann Hans-Jochen Annuß begrüßte die anwesende Nachbarschaft in der gut gefüllten Rheinkrone und schloss mit besonders herzlichen Grüßen alle Nachbarn ein, die aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnten.
Die Nachbarschaft „am Laufen halten“
Das Gelog ist stets der Ort, um sich bei denen zu bedanken, die die Nachbarschaft „am Laufen halten“. Da stehen an erster Stelle der Schöffenstuhl und die Vertrauensfrauen, ohne die die Nachbarschaftsarbeit nicht mehr denkbar wäre. Elf neue Nachbarn konnten in der Mitte der Nachbarschaft begrüßt werden. Mit einer kurzen Ansprache von Pfarrer Helmut Cordes und einem gemeinsam gebeteten „Vater unser“ wurde der elf im vergangenen Jahr Verstorbenen gedacht, deren Namen einzeln verlesen wurden. Nach dem Tätigkeitsbericht durch den Amtmann folgte der Jahresbericht 2013, der zum ersten Mal von der neuen Gerichtsschreiberin Simone Gross-Meyer verlesen wurde. Danach erläuterte der Schatzmeister Herbert Lohrum die Kassenlage, die durch die Kassenprüfer ohne Mängel geprüft worden war. Weitere Punkte der Regularien wie Verlängerung der Prüfperiode der Kassenprüfer, die Bestätigung von Herbert Lohrum und Michael Eube als Schöffen und die Erhöhung des Familienbeitrags wurden in offener Aussprache behandelt und beschlossen.
Stehender Applaus
Nun folgten zwei Ehrungen für verdiente Nachbarn. Der erkrankte Ewald Klick erhielt in Abwesenheit für zwanzig Jahre Tätigkeit als Schatzmeister ein Buchgeschenk. Robert Monnerjahn wurde für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Schöffenstuhl, dabei auch Tätigkeiten als Vizeamtmann und Gerichtsschreiber, mit seiner Ernennung zum Ehrenschöffen aus dem Schöffenstuhl verabschiedet. Beide Nachbarn haben sich nach den Worten des Amtmanns „um die Nachbarschaft große Verdienste erworben.“ Stehender Applaus der Nachbarn war der zusätzlich verdiente Lohn für die beiden.
Büttenvorträge
Nach der Verlesung des Jahresberichts von vor fünfzig Jahren 1962 durch die Gerichtsschreiberin Simone Meyer- Gross und einem kleinen Abendessen leitete der Amtmann in den karnevalistischen Teil des Gelogs mit Büttenvorträgen aus den eigenen Reihen über. Den Anfang machten Klaus Meyer und Hans-Jochen Annuß mit der Schilderung eines bizarren „Funkgesprächs vor der spanischen Küste“, der eine „Alternative Modenschau“, gekonnt vorgeführt von Hildegard Weiler, Anneliese Klose, Roswitha Henrichs und Christine Bell, folgte. Ehrenschöffe Robert Monnerjahn, mit schauspielerischem Talent ausgestattet, präsentierte zwei humoristische Gedichte, „Professorenweisheit“ und „Wüstenszene“. Die beiden hoffnungsvollen Nachwuchstalente Rebecca André und Saskia Damèn ließen die Nachbarschaft an ihren Träumen mit dem Vortrag „Ach, wenn ich doch schon 20 wär‘“ teilhaben. Nun war der Zeitpunkt für den Empfang des Prinzenpaars mit seinem Hofstaat gekommen.
Loblied auf das Prinzenpaar
Roswitha Henrichs brachte in gereimter Form ein Loblied auf das Prinzenpaar und die Prinzengarde aus und sorgte so für die richtige Stimmung. Nachdem die Nachbarn mit dem Nachbarschaftslied dem Prinzenpaar ein Ständchen gebracht hatten, gab es viel „Alaaf“, launige Ansprachen vom Prinzen, vom Kanzler, dem Präsidenten des Festausschusses und natürlich vom Amtmann. Es regnete Orden, und die Kinder der Nachbarschaft überreichten die Geschenke an das Prinzenpaar und den Hofstaat. Viel zu schnell musste der Amtmann die närrische Reisegesellschaft mit einem herzlichen Dank und allen guten Wünschen für einen weiterhin erfolgreichen Verlauf der Session verabschieden.
Und weiter ging es mit den Vorträgen aus der Bütt. Jens Christian Piel führte das Nachbarn als Sultan Hadschi in diverse Krisenregionen unseres Planeten und nahm die dort Verantwortlichen kritisch aufs Korn.
„Eheberatung vor 60 Jahren“
Simone Meyer-Gross und Maria Annuß erheiterten in ihrem Vortrag „Eheberatung vor 60 Jahren“ das Publikum mit heute unvorstellbaren Auffassungen über die Rolle der Ehefrau gegenüber dem im Beruf geplagten Ehemann. Den Höhe- und Schlusspunkt lieferte Hildegard Görgen in ihrer unnachahmlichen Komik zusammen mit Peter Holly in einem Sketch zu „Szenen einer Ehe“: zum Schreien komisch! Der Amtmann beschloss den Abend mit einem herzlichen Dankeschön an alle Teilnehmer. Wenn es wahr ist, dass Lachen gesund ist, ging die Nachbarschaft in einem guten Gesundheitszustand nach Hause.
„Die alternative Modenschau“ (v. li): mit Roswitha Henrichs, Hildegard Weiler, Anneliese Klose und Christine Bell. Fotos: privat
