Jahreshauptversammlung des Freundschaftskreises Dimona-Andernach
Rückblick und Ausblick
Barbara Söhngen führt weiterhin den Freundschaftskreis
Andernach. Vorstandsneuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Freundschaftskreises Dimona-Andernach. Barbara Söhngen wurde dabei als Vorsitzende wiedergewählt, ebenso Volker Keßeler als Stellvertreter. Auch auf den übrigen Positionen drückte sich der Wunsch nach Kontinuität und Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit aus.
Petra Löcherbach nimmt weiterhin die Aufgabe der Schriftführung, Waltraud Keßeler die der Kassenführung und Wolfgang Redwanz die der Pressearbeit wahr. Zu weiteren Beisitzern wurden Judith Lehnigk-Emden, Franka Löcherbach, Michael Müller und Herbert Florath gewählt. Die Kassenprüfung wird weiterhin von Jutta Reinhard-Melzer und Sieglinde Hansen wahrgenommen.
Jahresrückblick
Im Rechenschaftsbericht ließ Barbara Söhngen noch einmal die wichtigsten Aktivitäten des Jahres 2019 Revue passieren. Neben dem reichhaltigen Vortragsprogramm hob sie dabei besonders den dritten Andernacher Auftritt von „Zores und Bagaasch“ mit ihrem jiddischen und israelischen Liedgut hervor.
Mit einer deutlichen öffentlichen Resolution hat der Freundschaftskreis Dimona-Andernach auf den Attentatsversuch vom 9. Oktober 2019 auf die voll besetzt jüdische Synagoge in Halle reagiert, der zwei Menschen das Leben gekostet hat.
Vermutlich ist es kein Zufall, dass der brutale Anschlagsversuch auf die Menschen in der Synagoge in Halle in eine Zeit fällt, in der antisemitisches Denken und Handeln wieder stärker hervortritt. Das ganze Jahresthema 2019 hat den Umgang mit Antisemitismus und jüdisches Leben in den Mittelpunkt gestellt-.
Barbara Söhngen erinnerte an den ausgesprochen positiven Beitrag zu Toleranz und Mitmenschlichkeit, den ägyptische, syrische, iranische und eritreische Erwachsene aus den von ihr geleiteten Sprachkursen bei der langen Tafel im Rahmen von „Andernach schmeckt“ in diesem Jahr geleistet haben. Am Tisch des Freundschaftskreises Dimona-Andernach hatten sie orientalische Spezialitäten aus ihren Ländern zubereitet, die von den Andernacherinnen und Andernachern sehr begehrt wurden.
Ausblick auf 2020
Neben dem Rückblick nahm der Ausblick auf das kommende Jahr breiten Raum ein. In 2020 wird die Partnerschaft mit Dimona 45 Jahre alt.
Da passt es gut, dass Stadtorchester, Stadtverwaltung und Freundschaftskreis im Herbst 2020 eine gemeinsame Reise nach Dimona planen, um dort das Jubiläum zu feiern. Auch in Andernach wird es am Samstag, 12. September 2020 einen Höhepunkt im Programm des Freundschaftskreises geben.
Unter dem Titel „Der Seele eine Stimme geben“ gastiert „Gofenberg & Chor“ mit jiddischen und hebräischen Liedern in Andernach. Der Berliner Chor besteht aus 22 Sängerinnen und Sängern und wird von Jossif Gofenberg, Musiker und Dozent, geleitet.
Die Veranstaltung findet im Mariendom in Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft Andernach statt, und ist auch als Beitrag zur 800-Jahrfeier des Doms gedacht.
