Musical „Die geheimnisvolle Spieluhr“ der Realschule Plus Pellenz/IGS Plaidt begeisterte im Polcher Forum
Rund 1700 Besucher an vier Tagen
Polch. Wenn der Besucher nicht wüsste, dass es sich bei der Musicalgruppe der Realschule Plus Pellenz/IGS Plaidt um Schüler handelt, dann würde er glatt denken, hier ein Theaterensemble vor sich zu haben. Bei der Aufführung von „Die geheimnisvolle Spieluhr“ gab es eine sehr gute Dialogregie, gute Tanzeinlagen, wirklich ausdrucksvoller Gesang und ein Team hinter dem Team, das im Bühnenaufbau, bei der Technik und in der Maske alles gab, zu bewundern.
Insgesamt sind 200 Akteure im Einsatz, davon 100 Tänzerinnen und Tänzer - und das über drei Stunden. Ein Einsatz, der den Darstellern und Helfern alles abverlangt. Das wissen auch die Besucher, dass sie für ihr Geld etwas zu sehen bekommen. Dementsprechend groß war auch der Andrang zur Aufführung des Musicals im Forum Polch - sehr zur Freude der Veranstalter. „Wir sind mit dem Besucherinteresse zufrieden. An vier Tagen besuchten rund 1700 Besucher die Aufführungen“, sagte Walter Mürtz, Mitinitiator der Musicalgruppe der Schule.
Ermöglicht wird das Musicalensemble durch das Einspielen von Eintrittsgeldern und die Unterstützung von Sponsoren. Dazu kommt noch die ehrenamtliche Arbeit der zahlreichen Helfer wie etwa Walter Mürtz. Er ist über seinen Sohn, der damals als Schüler im Musical mitwirkte, zur Bühnenorganisation gekommen und dabei geblieben. Natürlich hat er auch ein persönliches Interesse an Theater und Musicals. „Ich gehe auch privat gern in ein Musical.“
Thematisch ist das Musical ein Gesellschaftsklassiker: Es geht um Mobbing.
Dieses belastende Thema begleitet einen immer wieder im Alltag. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen.
Die Schülerinnen und Schüler gehen dies auf der Bühne offensiv an. „Die geheimnisvolle Spieluhr“ erzählt die Geschichte des Mädchens Tina, das nach dem Verlust der Eltern in ein Internat kommt und da Probleme mit anderen Schülern bekommt. Sie erhält Unterstützung von Lissi, einer ebenfalls neuen Schülerin. Garniert wird die Geschichte aber auch mit einem guten Schuss Humor.
So tauchen trottelige Gangster auf, und auch die Lehrer kriegen ihr Fett weg.
Autoren des Stücks sind Musiklehrer Martin Becker, der die Musik schrieb, und Hans Bretz, ein ehemaliger Mathematiklehrer, der jetzt im Ruhestand, aber immer noch Feuer und Flamme für das Musicalprojekt der Schule ist und auf große Erfolge zurückblicken kann. „Rund 1000 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Jahren an unseren Inszenierungen mitgewirkt“, sagt er nicht ohne Stolz.
Trotz der ganzen Arbeit ist für ihn noch lange nicht Schluss. „Wir planen für 2016 bereits ein neues Musical. Aber ich will noch nicht verraten, worum es geht“, sagt er mit einem Lächeln und geht in Richtung Bühne.
Tina ist neu im Internat.
Spannung auch in der Maske.
