Sportinfrastruktur Andernach
SG 99 Andernach tauscht sich mit Clemens Hoch über die Sportinfrastruktur aus
aus Andernach
Andernach. Wie können die sportlichen Erfolge und das starke Wachstum der Frauen- und Mädchenabteilung der SG 99 Andernach langfristig unterstützt werden? Über diese Frage tauschten sich Geschäftsführer Florian Stein, Abteilungsleiterin Isabelle Hawel (Frauen und Mädchen) und Teammanager Bodo Heinemann in kleiner Runde mit Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, aus. Im Mittelpunkt standen die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Frauen- und Mädchenfußball sowie die möglichen Perspektiven für die Weiterentwicklung des Sportstandorts Andernach.
Anknüpfungspunkt waren auch die Themen, die die SG 99 bereits bei ihrem Sponsorenabend am 13. August 2026 vorgestellt hatte. Damals erhielten Unterstützer, Partner und Interessierte Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Abteilung, die Entwicklung der Marke „Bäckermädchen“ und das Selbstverständnis des Vereins. Die SG 99 verbindet Breiten- und Leistungssport mit einem familiären Miteinander und möchte Mädchen und Frauen langfristig gute sportliche Perspektiven bieten.
Inzwischen gehören fast 200 fußballspielende Mädchen und Frauen zur Abteilung. Vom Nachwuchsbereich bis zur ersten Frauenmannschaft in der 2. Frauen-Bundesliga bietet die SG 99 unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten. Das Wachstum bringt zugleich steigende Anforderungen an Organisation, Trainingsbedingungen und Sportstätten mit sich.
Infrastruktur als Grundlage für die weitere Entwicklung
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war deshalb die Situation rund um das Stadion Andernach. Der vorhandene Kunstrasenplatz wird von insgesamt 26 Mannschaften genutzt. Die Koordination von Trainings- und Spielzeiten ist vor allem in den Wintermonaten recht anspruchsvoll, zumal dann auch der benachbarte Rasenplatz aufgrund fehlenden Flutlichts zu später Stunde nicht (mehr) zur Verfügung steht. Eine Zulassung des nunmehr 17 Jahre alten Kunstrasens für die Pflichtspiele in der 2. Frauen-Bundesliga gibt es nicht, weshalb die Bäckermädchen über den Winter nach Mendig ausweichen müssen.
Auch die Weiterentwicklung des Stadions mit Blick auf die Tribünensituation wurde thematisiert. Angemessene Sitzmöglichkeiten würden den Stadionbesuch für Zuschauerinnen und Zuschauer, gerade auch für ältere Menschen, deutlich erleichtern und attraktiver machen. Eine zukunftsfähige Sportanlage mit einer zeitgemäßen Flutlichtanlage, kurzen Wegen und die für einen Spielbetrieb auf höherem Niveau erforderlichen infrastrukturellen Gegebenheiten spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine zukunftsfähige Sportanlage könnte nicht nur dem Vereinsfußball zugutekommen, sondern auch den Schulsport unterstützen und damit einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft schaffen.
Für die SG 99 geht es darum, die erfolgreiche Arbeit im Frauen- und Mädchenfußball nachhaltig fortzuführen und den Spielerinnen ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich sportlich und persönlich weiterentwickeln können. Dafür braucht es neben ehrenamtlichem Engagement, qualifizierten Trainerinnen und Trainern sowie verlässlichen Partnern auch passende infrastrukturelle Rahmenbedingungen.
Gemeinsame Perspektiven entwickeln
Der Austausch mit Clemens Hoch bot Gelegenheit, die aktuelle Situation zu erläutern und mögliche Entwicklungsperspektiven zu besprechen. Die SG 99 versteht sich als aktiver Teil des sportlichen Lebens in Andernach. Eine Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur kann aus Sicht des Vereins dazu beitragen, sowohl den Breiten- und Nachwuchssport als auch die sportlichen Ambitionen der Stadt nachhaltig zu stärken.
Weitere Themen
Abteilungsleiterin Isabelle Hawel, Minister Clemens Hoch und Geschäftsführer Florian Stein stehen gemeinsam in der Kabine der ersten Frauenmannschaft. Foto: SG 99 Andernach / Norina Tönges