Psychische Gesundheit Andernach
SPD-Frauen Andernach diskutieren psychische Gesundheit in der Rhein-Mosel-Fachklinik
aus Andernach
Andernach. Wer durch Andernach geht, begegnet ihnen jeden Tag – oft ohne es bewusst wahrzunehmen. Menschen mit psychischen Erkrankungen leben, arbeiten und wohnen selbstverständlich mitten in der Stadt.
Dass das kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer über Jahrzehnte gewachsenen Entwicklung, erfuhren die SPD-Frauen Andernach bei einem Besuch der Rhein-Mosel-Fachklinik. Begrüßt wurde die Delegation von Anke Kahmeier, Direktorin des Bereichs Fördern | Wohnen | Pflegen · Gemeindepsychiatrie, dem Kaufmännischen Direktor Martin Engelhardt sowie dem Ärztlichen Direktor Dr. Andreas Konrad.
Die Verantwortlichen der Klinik zeichneten nach, wie sich die psychiatrische Versorgung in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Während früher häufig die Unterbringung in großen Einrichtungen im Mittelpunkt stand, lautet das Ziel heute, Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Unterstützungsangebote werden dabei individuell auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt und nur so lange fortgeführt, wie sie erforderlich sind.
Aus Fragen zur Arbeit der Klinik entwickelte sich schließlich ein Gespräch über psychische Gesundheit und die Frage, was Menschen in unsicheren Zeiten Zuversicht geben kann.
Diskutiert wurde, wie sehr Krisen, Unsicherheit und die ständige Verfügbarkeit von Informationen den Alltag vieler Menschen prägen. Emotionen – insbesondere Angst - spielen dabei eine zentrale Rolle. Angst gehört zum Leben und erfüllt eine wichtige Schutzfunktion. Gleichzeitig kann sie den Blick auf die Wirklichkeit verengen und unser Denken und Handeln entscheidend maßgeblich beeinflussen. – Umso wichtiger ist es daher, Ängste bewusst wahrzunehmen. Sie sollten weder verdrängt noch für politische oder gesellschaftliche Zwecke instrumentalisiert werden.
Ein angemessener Umgang mit den Emotionen der Menschen ist eine wesentliche Voraussetzung für das gesellschaftliche Zusammenleben. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass den damit verbundenen Herausforderungen nicht allein mit politischen oder staatlichen Maßnahmen begegnet werden kann.
„Viele Menschen tun sich schwer, Emotionen wahrzunehmen und zu benennen. Zudem werden gerade Gefühle wie Angst, Scham und Wut nach wie vor ungern thematisiert. Dabei ist genau dies der erste wichtige Schritt.“, erläuterte Dr. Andreas Konrad. „Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen schafft die Voraussetzung dafür, emotionale Kompetenzen zu entwickeln und persönliche Handlungsspielräume zurückzugewinnen“.
„Hinter vielen Türen in Andernach verbergen sich spannende Menschen, Ideen und Geschichten. Genau deshalb gehören Besuche vor Ort für die SPD-Frauen Andernach fest zur politischen Arbeit. Wer neugierig geworden ist und einmal dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen“, sagt Bianka Hörnig, Vorsitzende der SPD-Frauen Andernach.
Wer Interesse an der Arbeit der SPD-Frauen Andernach oder an einem der nächsten Besuche hat, kann sich per E-Mail an vorstand@spd-andernach.de oder telefonisch unter 02632 495146 melden.
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