Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach
Schüler begegnen Flüchtlingen
Andernach. Im Rahmen eines von drei Schülerinnen des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums organisierten Projekts begegneten Lernende der Schule Flüchtlingen aus dem Nahen Osten.
Die Erlebnisse der Menschen zeigten ihnen die schlimmen Situationen, aus denen sie geflohen waren, ebenso wie ihren Wunsch, in Andernach eine neue Heimat zu finden. Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern das Schicksal von Asylsuchenden näherzubringen, ihre Erlebnisse, Hoffnungen und Ängste ebenso wie die Herausforderungen im neuen Land, das war das Anliegen der Schülerinnen Alina Böttcher, Caroline Herschbach und Hannah Leisch. Gemeinsam mit dem betreuenden Lehrer Patrik Langes besuchten sie mit einer Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler eine syrische Familie, sprachen mit einem Flüchtling aus Ägypten und mit einer Deutschlehrerin für schulpflichtige Ausländer ohne Deutschkenntnisse.
Allein auf der Flucht
„Die Schicksale der Menschen haben uns wirklich bewegt. In ihren Herkunftsländern waren sie andauernder Bedrohung ausgesetzt.
Auf dem Weg zur Schule hielten die Kinder der syrischen Familie die Hände auf ihr Herz – aus Angst vor Kugeln,“ erzählten die organisierenden Schülerinnen. Doch mit der Ankunft in Deutschland ist das Leid der Menschen noch nicht beendet: So wartet die besuchte syrische Familie noch auf einen minderjährigen Verwandten. Dieser befindet sich noch alleine auf der beschwerlichen und gefährlichen Flucht, sein Schicksal ist noch ungewiss.
Gerade in Anbetracht dieser Geschichten beeindruckte die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die hohe Motivation der Flüchtlinge, trotz ihrer schlimmen Erlebnisse einen Beitrag zur Zivilgesellschaft zu leisten. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welches Glück es für die Asylsuchenden nun darstellte, ohne ständige Bedrohung und bitterem Hunger leben zu können. Nun sei es Aufgabe der heimischen Bevölkerung, möglichen Vorurteilen entgegenzuwirken und diese Menschen zu unterstützen, damit sie tatsächlich die Allgemeinheit bereichern können, so das Fazit der Teilnehmer des Projekts.
