Politik | 25.06.2013

Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Seismische Überwachung

Die Erdbebenstation Bendisberg wurde in Betrieb genommen

Eingang zum Besucherbergwerk Grube Bendisberg.Privat

Region. Der Landeserbebendienst Rheinland-Pfalz (LER) im Besucherbergwerk Grube Bendisberg hat eine neue Erdbebenstation in Betrieb genommen.

Der Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz ist im Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) angesiedelt. Derzeit betreibt der Dienst elf Messstationen zur seismischen Überwachung von Rheinland-Pfalz.

Die Station Bendisberg ist in der Gemeinde Langenfeld im Landkreis Mayen-Koblenz gelegen. Somit steht dem Landeserdbebendienst erstmals eine eigene Erdbebenstation in der vulkanisch geprägten Vordereifel zur Verfügung. Tatsächlich stellt die Vordereifel zusammen mit dem Neuwieder Becken eine Schwerpunktregion seismischer Aktivität in Rheinland-Pfalz dar. Weitere tektonisch aktive Gebiete sind der Rheingraben und der Hintertaunus. In Rheinland-Pfalz treten zahlreiche Erdbeben pro Jahr auf, wobei einige lokal von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Statistisch ist einmal in zehn Jahren mit einem stärkeren Beben zu rechnen, das Betriebsstörungen und leichte Gebäudeschäden verursachen kann. Sehr starke Erdbeben, die große Schäden hervorrufen, sind dagegen sehr selten, können aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

Die hohe Besiedlungsdichte und die Konzentration empfindlicher und sicherheitsrelevanter technischer Großanlagen, Versorgungs-, Verkehrs- und Kommunikationseinrichtungen, lassen ein starkes Erdbeben in Rheinland-Pfalz zu einem ernst zu nehmenden Risiko werden, zumal eine Vorhersage bislang nicht möglich ist.

Mithilfe der Erdbebenstationen werden neben natürlichen Erdbeben auch Bodenerschütterungen anderen Ursprungs (zum Beispiel induzierte, von Menschen verursachte Ereignisse) automatisch registriert. Nutzer der Informationen und Daten des Erdbebendienstes sind Öffentlichkeit, Presse, Katastrophenschutz und Polizei, Baubehörden, Betreiber von technischen Großanlagen, Gebäudeversicherungen, Planer sowie die Universitäten.

Der Landeserdbebendienst hat folgende Aufgabenbereiche: Landesweite Erdbebenregistrierung und automatische Lokalisierung im Rahmen des Verbundes Erdbebendienstes Südwest sowie aktuelle Erdbebeninformation; Aufklärung, Beurteilung und Beratung bei Fragen bezüglich Erdbeben und Bodenerschütterungen; Erfassung und Bewertung von Erdbebenschäden; Erstellen von Karten der Seismizität und Erdbebengefährdung; Grundlagenuntersuchungen zu Erdbeben.

Pressemitteilung

Landesamt für Geologie

und Bergbau Rheinland-Pfalz

Eingang zum Besucherbergwerk Grube Bendisberg.Foto: Privat

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