Lokalsport | 23.11.2013

Turner-Bund 1867 e. V. Andernach - Abteilung Karate

Selbstverteidigung der Extraklasse

Die Karateka schauten über den Tellerrand und übten sich in Selbstverteidigung.privat

Andernach. Kürzlich fand ein Selbstverteidigungsseminar in Andernach statt. Dieser Einladung folgten Kampfsportler aus verschiedenen Bundesländern und Verbänden. Als Referent konnte Freddy Kleinschwärzer (9. Dan) für diesen Lehrgang gewonnen werden. Der Seminarleiter ist ein absoluter Spezialist auf dem Gebiet des „Self-Defense.“ In seiner Funktion als Ausbilder für Polizeitraining der Bundespolizei und für Sondereinheiten aus dem Bereich Sicherheit und Militär lehrt F. Kleinschwärzer aus der Praxis. Zudem war der Lehrgangsleiter über Jahre als Personenschützer und Sicherheitsberater (im In- und Ausland) aktiv und fungierte als UN-Instructor. Zu seinen Auszeichnungen gehört die Spange und Ehrenmedaille der Vereinten Nationen. Dementsprechend war das Niveau des Seminars sehr hoch und die Teilnehmer konnten jede Menge neue Techniken im Bereich der Selbstverteidigung mit nach Hause nehmen. Der Referent konzentrierte sich auf Kontaktangriffe (Würge- und Reversgriffe mit Schlag zum Kopf). Zudem wurden Faust- und Trittkombinationen sowie das sofortige „Ausschalten“ im sogenannten Erstangriff trainiert. Im zweiten Teil ging es um Abwehrtechniken und Konter dieser Angriffe. Außerdem wurde noch eine schnelle Trittabwehr gegen gerade Kicks gezeigt. Bei allen Techniken wurde dieses Mal ein besonderes Augenmerk auf die „vitalen Punkte“ gelegt, womit man den Gegner binnen Sekunden kontrollieren kann. In der Bodenlage wurden die Möglichkeiten aus dem frontalen Angriff dargestellt und die aus dieser Position möglichen Festlege- und Kontrolltechniken geübt. Des Weiteren gab es komplette Bewegungsmuster in alle Richtungen. Im Verlauf des Trainings wurde das Tempo gesteigert, die Schlag- und Trittkombinationen erhöht und die Techniken durch Abtauchen, Kontern und Werfen erweitert. Der Schwierigkeitsgrad erhöhte sich noch einmal, in dem Knie und Ellbogentechniken eingebaut wurden. Alle Situationen wurden im Stand und Bodenkampf fortgeführt und mit unterschiedlich erfahrenen großen und schweren Trainingspartnern verfeinert. Nach insgesamt mehreren Stunden harter Arbeit waren alle Teilnehmer sichtlich beeindruckt. Zum Ende des Lehrgangs stellten alle angereisten Kampfsportler fest, dass es mal wieder sehr gut war, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Der Referent bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Interesse und für das intensive Üben der Techniken. Ein besonderer Dank wurde den Verantwortlichen vom TBA Abteilung Karate ausgesprochen.

Die Karateka schauten über den Tellerrand und übten sich in Selbstverteidigung.Foto: privat

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