Allgemeine Berichte | 08.07.2016

Casino – Gesellschaft Andernach von 1819 e.V.

Sommerfahrt zur Nero Ausstellung

Fahrtteilnehmer der Casino-Gesellschaft vor dem Museum am Dom.privat

Trier. In diesem Jahr hatte die Casino-Gesellschaft Andernach ihre Mitglieder zu einer Sommerfahrt nach Trier eingeladen. Gäste waren, wie immer, willkommen. Am frühen Samstagmorgen startete die Busfahrt bei trübem Himmel und leichtem Regen. Für den Vorstand begrüßte Michael Breil als Vergnügungswart die durchweg optimistisch gestimmten Teilnehmer. Schließlich hatten die befragten Wetterdienste trockenes Wetter für Trier angekündigt. In Trier erwartete die Fahrtteilnehmer eine der drei Kaiser Nero Ausstellungen dieses Sommers. Ausgewählt hatte der Vorstand der Gesellschaft die Ausstellung im Museum am Dom mit dem Titel ‚Nero und die Christen‘. In der geführten Besichtigung wurden die Betrachter mit verschiedenen historischen Fragestellungen konfrontiert wie: Hatte Kaiser Nero den Brand in Rom selbst gelegt? Warum beschuldigte er gerade die junge jüdische Sekte der Christen und war Kaiser Nero der Christenverfolger schlechthin? Einige dieser Fragen beantworteten sich aus der Ausstellung heraus, andere Antworten konnten entsprechend dem Stand der Wissenschaft gegeben werden. Die Römer hatten offensichtlich eine gewisse Angst vor der monotheistischen Glaubensrichtung der jungen Christengemeinschaft.

Zumal dieser Gott auch noch jenseits aller menschlichen Schwächen definiert war. Bei den Römern hingegen war der Götterhimmel voller Neid und Intrigen.

Da war die Sorge groß, dass beim Obsiegen der neuen Religion die alten Götter sich sehr ‚menschlich‘ rächen würden. Außerdem bedurfte es nach dem Brand von Rom im Jahre 64 nach Christus eines Sündenbockes. Den Brand hat, entgegen allen Gerüchten, Nero wohl nicht selbst gelegt. Mit der Christenverfolgung eröffnete Nero jedoch ein nahezu drei Jahrhunderte dauerndes Martyrium für die Christen im Einflussbereich Roms. Nach der gut einstündigen Führung waren die Fahrtteilnehmer um einiges an Wissen und an Bildern antiker Grausamkeiten reicher. Zuspruch fand einhellig der Teil der Ausstellung, der die Fortsetzung der Verfolgung aller Weltreligionen in der heutigen Zeit zum Thema hatte.

Die Bildungsreise ging weiter

Die freie Zeit in Trier nutzten einige der Teilnehmer dazu, sich eine der weiteren Nero Ausstellungen anzusehen. Ander besuchten den beeindruckenden Trierer Dom oder erkundeten das antike und mittelalterliche Trier mit dem Römer-Express.

In der Zwischenzeit war auch der Himmel aufgerissen und die Sonne zeigte sich. So konnte auf dem Heimweg im Trierer Stadtteil Pfalzel noch eine Kaffeepause im Garten eines am Ufer der Mosel gelegenen Restaurants genossen werden. Ein würdiger Abschluss für eine Bildungsreise in die antike Vergangenheit.

Fahrtteilnehmer der Casino-Gesellschaft vor dem Museum am Dom.Foto: privat

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