Eich lebt! Spieleparade auf dem Eicher Sportplatz war ein großer Erfolg
„Spiel ohne Grenzen“
Eich. Im Rahmen der Sportwoche des SV Eintracht Eich wurde ein „Spiel ohne Grenzen“ zwischen den unterschiedlichen Dorfteilen von Eich durchgeführt.
Die Fußballer der „Alten Herren“ des Sportvereins planten und organisierten eine Spieleparade mit sechs unterschiedlichen Spielen, die von sechs Eicher-Dorfmannschaften gegeneinander ausgefochten wurden. Eich wurde dafür in sechs gleichgroße Teile aufgeteilt, dass sich über Straßen und Gebiete eine Zusammengehörigkeit ganz natürlich ergab. Ob es sich um das alte Neubaugebiet oder den Dorfkern handelte, die Teamchefs hatten Teilnehmer zu mobilisieren, so dass Spiele mit 10 bis 18 Teilnehmern durchgeführt werden konnten. Es kamen bis zu 50 Teilnehmer pro Team auf den Horeb.
Die Teamchefs gaben den Dorfgebieten Namen, die einen Bezug zum Dorfgebiet hatte. So traten „Die Gipfelstürmer“ aus dem Dorfbereich der Katharinastrasse, Wassenacher Straße, Annastraße und Krayerstraße u.a. gegen das Team „Nastbären“ der Nickenicher Straße und Am Nastberg, gegen das Team „Dorfmitte“ mit Eicherstrasse, Josefstrasse, Florianstrasse u.a., gegen das Team „Tanne“ Burgstraße, Schulstraße u.a., gegen das Team „Südländer“ In der Trift, Nickenicher Straße, Auf den vier Morgen u.a. das Team „Kiez 4“ mit der Hundsgasse, Eicher Straße, Hintergasse u.a., an.
Rund 350 Teilnehmer und Zuschauer fanden den Weg auf den Horeb. Ein farbenfrohes Bild, denn von klein nach groß trugen die jeweiligen Teams auch einheitliche Trikots mit den Teamnamen darauf.
Unter der Leitung von Günter Zakowski und seinem Schiedsrichterteam konnten die Spiele beginnen.
Beim ersten Spiel mit der Aufgabe mit 15 Mitspielern 20 Golfbälle durch einen Feuerwehrschlauch zu befördern, siegte das Team Tanne.
Im zweiten Spiel mussten 19 Gegenstände so mit Decken über eine Wegstrecke befördert werden, dass der Sieger die geringste Zeit dafür benötigte. Hier waren die „Südländer“ erfolgreich.
Im dritten Spiel sollten 16 Spieler in einer festgelegten Zeit gefüllte Wasserbecher auf einem Brett über einen Hindernisparcours jonglieren. Das Team „Gipfelstürmer“ hatten das meiste Wasser im Auffangbehälter gesammelt.
Beim vierten Spiel waren 15 Teilnehmer des jeweiligen Teams mit Kabelbindern an den Händen aneinander gebunden und sollten so viele Hulla-Hupp-Reifen in drei Minuten so durch die Mannschaft bringen. Hier lag das Team der Nastbären klar vorne.
Über eine große Infotafel, die Kurt Engel in sehr viel Detailarbeit erstellt hatte, wurden die Zwischenstände immer aktuell angegeben.
Wie im richtigen „Spiel ohne Grenzen“ konnten die Teams auch Joker setzen, die die erreichte Punktezahl verdoppelte. Hiermit wurde die Gesamtwertung das ein oder andere Mal durcheinander gewirbelt. Der Moderator Rudi Kirchem kommentierte die gesamten Spiele mit einer atemberaubenden Hingabe und forderte immer wieder zu einer Laola auf.
Beim fünften Spiel, das ähnlich wie beim Biathlon zwei unterschiedliche Sportarten miteinander verband, starteten pro Team 16 Mitspieler. In Vierergruppen sollte auf zwei Stangen ein Karton über einen Parcours transportiert werden. Anschließend mussten die Spieler Fußbälle in ein Tor schießen. Gelang dies nicht, war mit dem Karton eine Strafrundenstrecke zu durchlaufen, bevor man den Karton an die nächste Vierergruppe des Teams zur Übergabe übergab. Bei diesem Gaudi gewannen die Südländer das packende Rennen.
Im letzten Spiel mussten so viele Fußbälle in einer festgelegten Zeit mit dem Fuß abgeschlagen, aufgefangen und in definierten Zonen weitertransportiert werden. Dieses Spiel erstreckte sich über den gesamten Fußballplatz und war eine tolle Mannschaftsleistung. Hier siegten die Nastbären mit den meisten richtig abgelegten Bällen.
In der Gesamtwertung gab es zwei Sieger. Sowohl die Nastbären als auch die Südländer hatten 31 Punkte. Moderator Rudi Kirchem machte per Mikrofon den Vorschlag, den gewonnenen Pokal ans „Kappelchen“ (Kreuzung Nickenicher Straße/Eicher Straße) zu stellen und jede Woche putzt ein anderes Team die Trophäe. Denn genau hier ist die Dorfgrenze der beiden Teams.
„Eich ohne Grenzen“ war ein großer Erfolg. 350 Zuschauer und Aktive kamen auf den Sportplatz. Ob jung ob alt, Mädchen, Junge große und kleine Eicher, alle hatten Spaß mit- und gegeneinander. Man kam als Nachbar oder neu hinzugezogener ins Gespräch mit den anderen Eichern. Das Dorf hatte auf einmal keine Grenzen mehr. Bei einem kühlen Getränk und einer Bratwurst endete dieser wunderschöne Gemeinschaftstag. Un d dass Petrus den Eichern wohlgesonnen ist, ist ja schon länger bekannt.
Ob es ein solches spielerisches Eicher Großereignis eine Wiederholung erfährt? Man wird es sehen.
