- Anzeige - Andernachs Rheinhafen braucht Spezialisten
Stadtwerke Andernach GmbH bildet zur Fachkraft für Hafenlogistik aus
Andernach. Sagt in Deutschland jemand, er sei „Hafenlogistiker“, so vermutet man seinen Arbeitgeber eher in großen Seehäfen wie Hamburg, Bremerhaven, Lübeck oder Rostock, als in einer kleinen Stadt am Mittelrhein. Dabei blickt der Rheinhafen von Andernach bereits auf eine 2000 Jahre zurückliegende Geschichte und bewegte Vergangenheit zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Der Rheinhafen Andernach ist einer der traditionsreichsten Standorte für den Güterumschlag und zugleich der zweitgrößte Binnenhafen am Mittelrhein: Jährlich werden hier rund 3.000.000 Tonnen und mehr als 100.000 TEU (Mengenmaß für ISO-Container) umgeschlagen. Für die Fachkräfte in der Hafenlogistik gibt es hier viel zu tun: Fachkräfte für Hafenlogistik sind zuständig für die Ein- und Auslagerung von Gütern und deren sachgemäßer Lagerung. Natürlich überwachen sie auch das Be - und Entladen von Schiffen. So müssen zum Beispiel die ein- und ausgehenden Waren auf Menge, Beschaffenheit und Übereinstimmung mit den Angaben in den Ladungspapieren verglichen, Mängel geklärt sowie Maße und Gewichte festgestellt und kontrolliert werden.
Ausbildung zur „Fachkraft für Hafenlogistik“
Die Stadtwerke Andernach GmbH haben als Betreiber des Rheinhafen Andernach die Zeichen der Zeit erkannt und reagierten mit der Einrichtung einer Ausbildungsstelle zur „Fachkraft für Hafenlogistik“ auf die geänderten Bedingungen im Bereich des Güterumschlags, der Lagerung und der Ladungs- und Warenkontrolle. „Fachkraft für Hafenlogistik“ ist in Deutschland seit 2006 ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung in dem interessanten und zukunftsweisenden Berufsfeld dauert in der Regel drei Jahre und wird im dualen Berufsausbildungssystem durchgeführt (Betrieb / Berufsschule).
Michael Krupp sprach für „Blick aktuell“ mit Betriebsleiter Thomas Kimma über die Ausbildung im Rheinhafen Andernach:
Blick aktuell: Welchen Anteil haben ausgebildete Logistik-Fachkräfte an ihrem Hafenpersonal?
Thomas Kimma: Wir haben zwar gute und langjährige Beschäftigte, die ihren Job ausgezeichnet verstehen, das sind aber in der Regel Quereinsteiger, die oftmals aus einem handwerklichen Beruf zum Rheinhafen gestoßen sind. Daher hält sich der Anteil an ausgebildeten Logistik-Fachkräften in Grenzen. Diesen Personalstamm wollen wir langfristig durch unser ausgebildetes Fachpersonal ergänzen. Wir bilden also für den eigenen Bedarf aus und schaffen den jungen Menschen eine Perspektive. Damit tragen wir den steigenden Anforderungen in der Logistik, dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel Rechnung.
Blick aktuell: Seit wann können junge Männer und Frauen im Hafen Andernach die Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik durchlaufen und wie viele Ausbildungsstellen stehen hier zur Verfügung?
Thomas Kimma: Wir haben erstmalig zum Ausbildungsjahr 2013/2014 einem jungen Mann die Chance gegeben, sich im Rheinhafen Andernach zur Fachkraft für Hafenlogistik ausbilden zu lassen.
Blick aktuell: Die praktische Ausbildung erfolgt hier im Hafen. Wo erhält der oder die Auszubildende die theoretische Basis?
Thomas Kimma: Beim Schiffer-Berufskolleg Rhein in Duisburg. Dort trifft der Auszubildende unter anderem auch auf Auszubildende, die zum Binnenschiffer ausgebildet werden. Dieses Zusammentreffen der unterschiedlichen Disziplinen sehen wir als großen Vorteil. Schließlich sind das später im Berufsleben die „Kollegen“, mit dem der Hafenlogistiker am meisten zu tun haben wird.
Die theoretische Ausbildung findet im Blockunterricht statt. Und zwar zu drei Blöcken mit jeweils drei bis vier Monate. Für diese Zeit benötigt der Auszubildende eine Unterkunft in Duisburg. Dabei sind die Stadtwerke Andernach selbstverständlich organisatorisch und finanziell behilflich.
Blick aktuell: Diese Frage wird sicherlich nicht von Bewerbern zuerst gestellt, ist aber für die meisten jungen Leute wichtig: Was verdient man als Auszubildender?
Thomas Kimma: Die Auszubildenden werden bei den Stadtwerken Andernach nach dem TVAöD bezahlt. Das heißt nach aktuellem Stand erhalten sie im ersten Ausbildungsjahr 793,26 Euro, im zweiten 843,20 Euro und im dritten 889,02 Euro an Ausbildungsvergütung. Das ist deutlich mehr als das, was üblicherweise im Rahmen dieser Ausbildung bezahlt wird.
Blick aktuell: Wieviel Auszubildende zur Fachkraft für Hafenlogistik haben Sie zurzeit und wann werden Sie wieder neue suchen?
Thomas Kimma: Wie bereits erwähnt, bilden wir derzeit einen jungen Mann zur Fachkraft für Hafenlogistik aus. Zum Ausbildungsjahr 2014/2015 möchten wir gerne einen weiteren Bewerber ausbilden. Natürlich kommen bei entsprechender Eignung auch weibliche Bewerberinnen in Frage.
Blick aktuell: Welche Voraussetzungen sollte der oder die Bewerber/-in erfüllen, um bei Ihnen die Chance einer solchen Berufsausbildung zu erhalten?
Thomas Kimma: Die Bewerber müssen einen qualifizierten Schulabschluss vorweisen. Hier liegt der Fokus aber nicht auf exzellente Noten in den einzelnen Fächern sondern entscheidend sind die Motivation und das Engagement des Bewerbers/der Bewerberin. Die Bewerber sollten darüber hinaus körperlich belastbar sein und technisches Verständnis mitbringen.
Blick aktuell: Ab wann und bis wann kann man sich bei Ihnen auf die Ausbildungsstelle zur Fachkraft für Hafenlogistik bewerben und an wen adressiert man diese?
Thomas Kimma: Das neue Ausbildungsjahr beginnt im September. Die Bewerbungen sollten bis zum Beginn der Sommerferien bei uns eingegangen sein. Die Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen adressiert man an:
Stadtwerke Andernach GmbH
Personal / Unternehmensorganisation, Läufstraße 4, 56626 Andernach.
Betriebsleiter Thomas Kimma freut sich, auch in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz anbieten zu können und erwartet in Kürze die Bewerbungen.
