- Anzeige - Vertreterversammlung der VR Bank RheinAhrEifel beschließt Dividende und Fusionen
Klare Signale für die Zukunft der Bank und der Region
Koblenz. Sie hat etwas von einem VW-Käfer, die VR Bank RheinAhrEifel. Der eine läuft und läuft, die andere wächst und wächst.
Rund 650 Teilnehmer der Vertreterversammlung, dem Souverän der Genossenschaftsbank, stimmten in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle für die Ausschüttung von vier Prozent Dividende auf die Anteile der Mitglieder sowie für die 177. und 178. Fusion, respektive Verschmelzung in der Geschichte der 1866 in Antweiler an der Ahr gegründeten Bank.
Es war ein Abend mit Zukunftsbeschlüssen und klaren Signalen für die strategische Ausrichtung.
Nach der Begrüßung durch Aufsichtsratschef Karl-Heinz Krämer informierte Vorstandsvorsitzender Sascha Monschauer über das Geschäftsergebnis 2025. So konnte die VR Bank ihre Bilanzsumme um rund 319 Millionen Euro auf 7,2 Milliarden Euro steigern – ein Wachstum von 4,63 Prozent, das die solide Geschäftsentwicklung unterstreiche. Das Kreditgeschäft stieg um 230 Millionen Euro auf fünf Milliarden Euro, die Kundeneinlagen erhöhten sich um 302 Millionen Euro auf 5,7 Milliarden Euro. Das insgesamt betreute Kundenvolumen legte um 577 Millionen Euro auf rund 15,4 Milliarden Euro zu und das Eigenkapital beträgt aktuell 814 Millionen Euro. Die Genossenschaftsbank hat rund 142000 Mitglieder und betreut 220000 Kunden.
Weichen gestellt
Das zentrale Thema der Vertreterversammlung bildeten die Beschlüsse zu zwei Fusionen. Die Vertreter von der Ahr bis zur Mosel beschlossen mit jeweils 99,72 Prozent der Stimmen die Verschmelzung der VR Bank RheinAhrEifel mit der PSD Bank Koblenz sowie mit der Raiffeisenbank Welling. Diese beiden Zusammenschlüsse, die rückwirkend zum 1. Januar 2026 erfolgen und technisch im Juli 2026 wirksam werden, markieren laut Monschauer „einen neuen Meilenstein in der Entwicklung der Genossenschaftsbank. Durch sie entsteht ein noch leistungsfähigeres Institut mit einer Bilanzsumme von rund acht Milliarden Euro.“
Neue Strukturen
Die einstimmige Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war nach dem Zahlenwerk quasi „Formsache“. Die Versammlung beschloss zudem Satzungsänderungen und Anpassungen der Wahlordnung, um die neuen Strukturen nach den Fusionen abzubilden. Es wurden turnusmäßige Wahlen zum Aufsichtsrat und zum Wahlausschuss durchgeführt. In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden Dr. Rotraud Meurer sowie Michael Dötsch, Franz-Josef Jax, Bernd Maur, Oliver Rake, Lothar Rosenbaum und Thomas Schumacher. Gerhard Bermel stand wegen Erreichens der Altersgrenze nicht mehr zur Wahl. Aus dem Bereich der PSD Bank Koblenz wurden Ariane Sauerborn und Anja Schlünß in den Aufsichtsrat hinzugewählt.
Außerdem werden, basierend auf der Größe der fusionierten Banken, im Rahmen der Regionalkonferenzen im Herbst drei Mitglieder der PSD Bank Koblenz in den Regionalbeirat KoblenzMittelrheinMosel und ein Mitglied der Raiffeisenbank Welling in den Regionalbeirat MayenMaifeldPellenz gewählt – ein wichtiger Schritt zur Integration und gemeinsamen Gestaltung der Zukunft.
Für die anstehende Vertreterwahl der Bank im zweiten Halbjahr 2026 wurden von der VR Bank RheinAhrEifel Kornelia Adams (Regionalmarkt AhrBrohltal), Petra Durben (Regionalmarkt MayenMaifeldPellenz), Annette Mannheim (Regionalmarkt KoblenzMittelrheinMosel), Joseph Reuter (Regionalmarkt NeuwiedLinz) und Tanja Zahn (Regionalmarkt Eifel) gewählt. Aus dem Bereich der PSD Bank Koblenz wurden Daniela Bauer und Dr. Thomas Neukirchen, sowie Stefan Jerger aus dem Bereich der Raiffeisenbank Welling in den Wahlausschuss der VR Bank RheinAhrEifel eG gewählt.
Und das alles schön harmonisch. Monschauers Fazit: „Durch die beiden Fusionen entsteht ein leistungsfähigeres Institut, das die Region noch besser unterstützen kann. Die neuen Gremienbesetzungen bilden das Fundament für eine erfolgreiche Integration und ein partnerschaftliches Miteinander aller beteiligten Genossenschaftsbanken.“ Der unverwüstliche VW-Käfer lässt grüßen. GS
