Kolpingsfamilie Andernach: Vortrag über die Arbeit der Hospizbewegung
„Sterbende Menschen brauchen Liebe, Vertrauen und das Gefühl der Geborgenheit!“
Andernach. Man muss den Menschen große Achtung zollen, die ihre Arbeit und Ziel darin sehen, kranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt durch Linderung der körperlichen und seelischen Leiden zu ermöglichen. Von dieser großartigen Arbeit konnten sich über 40 Mitglieder und Gäste auf Einladung der Kolpingsfamilie Andernach im Kolpinghaussaal in Andernach überzeugen. Dazu konnte der 1. Vorsitzende Georg Manthey den Vorsitzenden des Fördervereins Hospizbewegung Andernach/Pellenz Bernhard Ickenroth begrüßen. Zuerst wurde aber mit schmachhaften und selbstgemachten Kuchen mit Kaffee und Tee die Kaffeetafel eröffnet. Zwischendurch gratulierte Georg Manthey noch einigen Mitgliedern des Kolpingvereins zu ihrem Geburtstag. Hiernach hielt Bernhard Ickenroth einen sehr interessanten Vortrag über die Arbeit der Hospizbewegung. Die 1997 gegründete Hospizbewegung sieht ihre Arbeit darin, Schwerstkranke und Sterbende in Einrichtungen oder zu Hause unabhängig von Herkunft, Religion, Status oder Nationalität kostenfrei zu begleiten. Dazu haben sie auch ein soziales Netz mit Hospizbegleitern, Palliativmedizinern, Seelsorgern, Hausärzten und der Stiftung Kirchliche Sozialstation geknüpft. Diese hervorragende Arbeit leisten Frauen und Männer aller Altersgruppen aus verschiedenen Berufen. Sie werden durch Schulungen auf ihre Tätigkeit vorbereitet und begleitet. Als Hospizbegleiter/-innen arbeiten sie ehrenamtlich und unterliegen der Schweigepflicht. Auch erhalten sie volle Unterstützung bei Aus- und Weiterbildungen und organisieren Vorträge für die interessierte Öffentlichkeit. Man spürte förmlich die Aufmerksamkeit der Gäste im Saal, wenn Bernhard Ickenroth von einigen Erlebnissen oder Begebenheiten in den Jahren der Hospizbewegung berichtete. Denn diese kranken und sterbenden Menschen, so der Vorsitzende, brauchen „Liebe, Vertrauen, Sicherheit und das Gefühl der Geborgenheit“! Es gibt, so der Vorsitzende, auch die vielen kleinen unsichtbaren Schmerzen die ein Mensch mit sich trägt. Sei es der Tod eines Angehörigen, seelische Verletzungen, Lebenswunden und vieles mehr. Darum steht der Verein auch den Angehörigen zur Seite. „Chapeau“ vor allen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizbewegung. Bernhard Ickenroth erwähnte auch, dass man gerne in eine Gruppe, Verein, Kirchengemeinde oder Schule kommt, um über die Arbeit oder zu Themen der Hospizbewegung zu informieren. Auch findet einige Male eine Friedhofsbegehung statt, wo sich die Leute über die unterschiedlichsten Bestattungsmöglichkeiten informieren können und der Zuspruch zu diesen Terminen ist groß. Diese wunderbare Arbeit was die Hilfe und Unterstützung für kranke und sterbende Menschen sowie Angehörigen betrifft, ist „kostenlos“! Aber der Verein ist auch auf Spenden angewiesen. Sei es für Büro, Kleinmaterial, Unterhaltung der zwei Fahrzeuge, Ausbildung, Flyer und Prospekte und vieles mehr. Darum, wer diese Arbeit unterstützen will und gleichzeitig anderen Menschen dadurch eine fürsorgliche Betreuung zukommen lässt, der kann gerne an folgende Spendenkonten einen Betrag überweisen. Kreissparkasse Mayen, IBAN: DE03 5765 0010 0097 0004 00, BIC: MALADE51 MYN sowie an die VR Bank Rhein-Mosel eG, IBAN: DE76 5766 2263 0008 3102 73, BIC: GENODED1MPO. Auch wer sich über die Arbeit des Hospizvereines oder einer Ausbildung zum/zu Hospizbegleiter/in informieren möchte, der kann dies unter der E Mail Adresse gerne tun: info@foerderverein-hospizbewegung-andernach-pellenz.de. Zum Abschluss dankte Georg Manthey Bernhard Ickenroth für den interessanten Vortrag und überreichte ein kleines Präsent. Darum mit freundlichen Grüßen: „Treu Kolping“ Georg Schuch
Der Kolpinghaussaal in Andernach war mit vielen interessierten Zuhörern gut besucht.
