Im Zeichen eines vereinten Europas
Tag der Deutschen Einheit Festkonzert in Andernach mit Städtepartner aus Österreich
aus Andernach
Andernach. Mit einem festlichen Konzert hat die Stadt Andernach am 3. Oktober 2026 den Tag der Deutschen Einheit begangen. Das Stadtorchester Andernach gestaltete das Konzert gemeinsam mit dem Kulturamt und setzte dabei einen besonderen inhaltlichen und musikalischen Schwerpunkt auf Österreich und den europäischen Gedanken. Eine Delegation aus der Partnerstadt Stockerau sowie Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens waren der Einladung gefolgt.
Für die musikalische Leitung konnte das Stadtorchester Norbert Hebertinger, Direktor im oberösterreichischen Landesmusikschulwerk, als Gastdirigenten gewinnen. Hebertinger war bereits 2016 Gastdirigent beim Festkonzert. Nach zehn Jahren kehrte er nun nach Andernach zurück.
Vor 65 Jahren, im Jahr 1961, wurde mit dem Bau der Berliner Mauer die Teilung Deutschlands und Europas sichtbar und für Millionen Menschen schmerzhaft erfahrbar. Erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 begann ein neues Kapitel deutscher und europäischer Geschichte.
Diese europäische Dimension des historischen Prozesses, wurde mit der Einladung von Vertreterinnen und Vertretern der Partnerstadt Stockerau, zum Festkonzert, unterstrichen.
Passend dazu standen in den Grußworten von Christian Greiner, Oberbürgermeister der Stadt Andernach, sowohl die deutsche Wiedervereinigung als auch die enge Verbundenheit der europäischen Nachbarn im Mittelpunkt. „Der Tag der Deutschen Einheit ist nicht nur ein Tag der deutschen Geschichte. Er erinnert uns auch daran, welchen Wert ein geeintes Europa für Frieden, Freiheit und Verständigung besitzt“, so das Stadtoberhaupt. „Dieser historische Tag erinnert uns daran, dass Zusammenhalt, Vertrauen und der Mut, Grenzen zu überwinden, Geschichte verändern können. Die Wiedervereinigung Deutschlands verpflichtet uns bis heute, die Einheit unseres Landes und den Zusammenhalt in Europa immer wieder mit Leben zu füllen. Gerade Städtepartnerschaften schaffen persönliche Begegnungen, ermöglichen kulturellen Austausch und lassen aus Nachbarschaft echte Verbundenheit entstehen.“
Die Festrede hielt Magister Martin Falb, 1. Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Stockerau. Er nahm in seinen Ausführungen insbesondere die aktuelle politische Situation in Europa in den Blick und die damit verbundenen Herausforderungen der Gegenwart. Die europäische Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und die Verbindung der Menschen über nationale Grenzen hinweg seien zentrale Voraussetzungen für ein friedliches und gemeinsames Europa.
Auch musikalisch war die Verbundenheit mit Österreich deutlich zu erkennen. Das Programm führte die Zuhörerinnen und Zuhörer durch verschiedene Facetten österreichischer Musik und Kultur. Eine besondere Rolle spielte hierbei die Originalkomposition „Sisi – Kaiserin von Österreich“ von Otto M. Schwarz. Die Erinnerung an Sisi ist bis heute eng mit Österreichs Geschichte und kulturellem Selbstbild verbunden. Einen weiteren Höhepunkt bildete das eigens für dieses Konzert arrangierte Medley „Austria Pop Schmanker´l“ von Robert Kuckertz. Hier wurden legendäre Hits von Falco, Reinhard Fendrich, Wolfgang Ambros und das legendäre „live is life“ der österreichischen Gruppe Opus neu aufgelegt.
Das Festkonzert zeigte eindrücklich, dass ein geeintes Europa nicht nur in Verträgen und Institutionen Gestalt annimmt, sondern vor allem durch Begegnungen, Austausch und gemeinsame Erfahrungen.
Die europäische Verbundenheit zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben, bleibt eine gemeinsame Aufgabe. So verband die Veranstaltung die Erinnerung an die deutsche Geschichte mit dem Blick auf eine gemeinsame europäische Zukunft – ganz im Sinne des Tags der Deutschen Einheit.
Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Christian Greiner, spricht das Grußwort Foto: Stadtverwaltung Andernach/AS
Festredner Magister Martin Falb, 1. Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Stockerau Foto: Stadtverwaltung Andernach/AS
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Stadtorchester Andernach mit Gastdirigent Norbert Hebertinger Foto: Stadtverwaltung Andernach/AS